1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Die SPD-Spitze besucht Ferienbetreuung

Adelsried

08.09.2018

Die SPD-Spitze besucht Ferienbetreuung

UNO-Spielen mit (von links) Simone Strohmayr (SPD, MdL), SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen, Markus Rinderspacher (MdL), Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann und Viktoria Illig (Ferienbetreuung). 
Bild: Andreas Lode

Die SPD-Fraktion ist auf Wahlkampfmission in Adelsried. Was Kohnen und Co. vor der Landtagswahl zur Kinderbetreuung versprechen. 

In diesen Tagen, wenige Wochen vor der Wahl, zählt jede Minute. Händeschütteln, Zuhören, Nachfragen, weiter. Als Natascha Kohnen, Spitzenkandidatin der SPD, am Morgen aus einer schwarzen Limousine steigt, hat sie bereits das erste Interview des Tages hinter sich. Ein Journalist begleitete sie auf der Fahrt. Nun Adelsried. Gemeinsam mit Fraktionschef Markus Rinderspacher und Fraktionsvize Simone Strohmayr besucht sie die Ferienbetreuung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Grundschule.

Natascha Kohnen, Markus Rinderspacher und Simone Strohmayr in Adelsried

Seit zehn Jahren schon kümmern sich die Mitarbeiterinnen hier um die Betreuung von Erst- bis Viertklässlern während der Ferien. 30 Euro zahlen Eltern hier für fünf Tage Betreuung. Drei Wochen während der Sommerferien ist geöffnet. Immer mehr Eltern seien darauf angewiesen, erklärt Kerstin Mehr, Leiterin der Freienbetreuung. Viele haben schließlich nur 30 Tage Urlaub im Jahr – oder weniger. „Und auch die Omas arbeiten häufig“, sagt Mehr. Da sei man als Eltern auf Angebote wie das in Adelried angewiesen. Die gibt es aber bei Weitem nicht in jeder Gemeinde. Zu selten, meint Simone Strohmayr. „Wir brauchen freie Kitas für alle“, sagt sie immer wieder. Natascha Kohnen pflichtet ihr bei. Das Angebot der AWO in Adelsried sei zwar ein „Leuchtturmprojekt“, eigentlich sei es aber Aufgabe des Staats, für ausreichend Kinderbetreuung – auch während der Ferien – zu sorgen. Ohne zusätzliche finanzielle Belastung der Eltern. Man wolle die bayerischen Kindertageseinrichtungen beitragsfrei stellen, wie es bereits in Rheinland-Pfalz, Hamburg und Berlin der Fall ist. Gleichzeitig wolle man die Zahl der zu betreuenden Kinder pro Erzieherin reduzieren. Mehr Qualität, weniger Beitrag. Das kostet. Finanzieren möchte die SPD ihre Idee zur Kinderbetreuung zum Teil durch die Abschaffung des Betreuungsgelds. „Wir haben das durchgerechnet“, versichert Kohnen. Auch sie lobt die Arbeit der fünf Mitarbeiterinnen bei der Ferienbetreuung. Das Thema könne man nicht wichtig genug nehmen.

Und dann geht es weiter. 11 Uhr Neusäß, 14 Uhr Plärrer. Am nächsten Tag wird Kohnen in Nürnberg und Unterhaching sprechen. Bis zur Wahl ist ihr Terminkalender voll. Es zählt jede Minute.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Schulwald_Aystetten.tif
Natur

Waldpädagogik startet Netzwerk in Aystetten

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen