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Landkreis Augsburg

16.08.2018

Die SPD radelt, die Freien Wähler feiern

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Die Freien Wähler machen Stimmung für die Landtagswahlen: (von links) Markus Brem, Fabian Mehring, Anton Rittel, Johann Heusler, Franziska Hochmair, Jasmin Sommer, Florian und Michael Schappin.
Bild: Maria Heinrich

Der Wahlkampf hat begonnen. Die einen gehen es in Schwabmünchen, Klosterlechfeld und Langerringen sportlich an, die anderen in Adelsried mit Bier und Brezen.

Der Wahlkampf hat begonnen: Vertreter der SPD erkundeten als „Rote Radler“ am Dienstag ganz sportlich den südlichen Landkreis. Die Freien Wähler haben es mit ihrem Sommerfest des Kreisverbandes in Adelsried dagegen etwas gemütlicher angehen lassen. „Wir wollen mit unserem Fest unsere Leute motivieren, die in den nächsten Woche die ganzen Plakate aufhängen und Flyer verteilen“, sagte Fabian Mehring, Fraktionschef der Freien Wähler (FW) im Kreistag. Gleichzeitig startet die Partei damit in die heiße Phase für die Landtagswahlen im Oktober.

Die Lobbyisten der Region

Der Stadl von FW-Gemeinderat Anton Rittel ist am Feiertag knallig orange dekoriert. An den Bierbänken tauschen sich Fabian Mehring und Markus Brem, Kreisvorsitzender der Freien Wähler, über das Programm der nächsten Wochen aus. Mehring sagt: „Es herrscht Aufbruchsstimmung bei den Leuten. Sie wünschen sich Veränderungen, aber nicht alle wollen diese rechten Irren von der AfD wählen.“ Das sei nur einleuchtend, sagt Mehring. Viele Kandidaten der AfD seien noch nie in einem Dorfgemeinderat gewesen. „Es ist doch vermessen zu glauben, dass diese Leute die gewünschte Veränderung bringen.“

Eine lange Liste an Dingen können Mehring und Brem aufzählen, was sich nach Ansicht der Freien Wähler alles ändern muss: eine bessere medizinische Versorgung im Augsburger Land, weniger Flächenverbrauch, mehr Mittelstand, eine höhere Wertschätzung für das Ehrenamt. Mehring sagt: „Wir verstehen uns als Lobbyisten der Region und wollen pragmatisch und aus kommunaler Sicht Politik machen.“

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Die Sommerpause des Bayerischen Landtags genutzt

Dass die Leute im Landkreis immer frustrierter werden, spürt auch Markus Brem: „Sie wollen, dass sich die Dinge verbessern, aber es tut sich nichts.“ Als Beispiel nennt er den Klimawandel und den Breitbandausbau. „Da hätte man schon vor 25 Jahren etwas unternehmen müssen. Aber jetzt beginnt die Politik erst damit zu handeln.“

Auch im südlichen Landkreis wurde die Sommerpause des Bayerischen Landtags genutzt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher erkundete, zusammen mit den Wahlkreisabgeordneten Herbert Woerlein, Simone Strohmayr und einem Tross „Roter Radler“ Klosterlechfeld, Langerringen und Schwabmünchen per Fahrrad und tauschte sich über die Probleme vor Ort aus. Etwa 25 Radlfreunde aus den SPD-Ortsvereinen, darunter auch die Bezirkstagskandidatin Janine Hendriks aus Gersthofen, trafen sich im Klosterlechfelder Rathausgarten, wo die beiden Bürgermeister Erwin Mayer und Andreas Hornung schon warteten.

Schwaben hat ein fantastisches Potenzial

Die erste Station der Tour war der Bahnhof. Dort wurde das Bahnhofsgebäude besichtigt, das zu einem Vereinsheim umgebaut wird. Das Gelände daneben ist für kommunalen Wohnungsbau vorgesehen. Rinderspacher erklärte, dass die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Normalbürger ganz oben auf der Agenda der Landtags-SPD stehe. Erwin Mayer wies aber auch auf ein Problem des Bahnhaltepunktes hin, nämlich die fehlende Barrierefreiheit. Dann ging es weiter zur Wallfahrtskirche Maria Hilf, wo Pfarrer Thomas Demel die Geschichte der Kirche und des ehemaligen Franziskanerklosters erklärte. „Für die Erhaltung dieser Baudenkmäler ist die Kirche auch auf staatliche Hilfe angewiesen“, sagte der Pfarrer. Unter der Führung des Schwabmünchner Landtagskandidaten Fabian Wamser radelte die Truppe weiter nach Langerringen und zur Schwabmünchner Wasserwachtstation an der Wertach. Deren Vorsitzender Michael Ringel beklagte, dass es oft Schwierigkeiten mit der Genehmigung für das Befahren von Gewässern mit Motorbooten für notwendige Übungen und bei der Freistellung für Einsätze gebe, obwohl das Rettungsdienstgesetz dies vorsehe.

Die letzte Station war das Jugendzentrum der Stadt Schwabmünchen. Markus Rinderspacher zeigte sich von dem Tag in Schwaben beeindruckt. „Diese Region hat ein fantastisches Potenzial, das sich vor allem im unbändigen Fleiß ihrer Menschen zeigt. Das verdient die Förderung durch die bayerische Landespolitik und die SPD wird sich für die heute vorgebrachten Anliegen einsetzen“, sagte der Landtags-Fraktionsführer.

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