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Bildung

21.07.2017

Die Schulen bleiben eine große Baustelle

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Auf diesem Bild ist die inzwischen bezogene Berufsschule noch im Bau. Jetzt beginnen die Überlegungen, wie Realschule und Gymnasium erneuert werden können.

In den kommenden Jahren wird der Landkreis weit über 100 Millionen Euro investieren müssen. Derzeit sind drei Vorhaben im Blickpunkt

Ein Schulzentrum in Neusäß ohne Klassenzimmer in Containern – das ist eine Vorstellung, der Kreisrätin Silvia Daßler (Grüne) durchaus etwas abgewinnen kann. Doch auch wenn die Behelfsklassenzimmer am alten Berufsschulgelände noch in diesem Monat abgebaut werden sollen, die Container ist das Schulzentrum lange nicht los. Im Gegenteil, es könnten sogar wieder mehr werden.

Denn in den nächsten Jahren wird der Landkreis im Schulzentrum kräftig bauen. Derzeit diskutieren die Fachausschüsse für Bau und Bildung des Kreistags drei große Bauvorhaben für das kommende Jahrzehnt. Zuerst in Gersthofen und dann in Neusäß werden in den kommenden Jahren weit über 100 Millionen Euro verbaut werden – nach heutiger Schätzung.

Um diese Projekte geht es:

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Am kommenden Montag soll der Bauausschuss die Bedingungen eines Grundstückstauschs mit der Stadt Gersthofen absegnen, über den im Grundsatz schon Einigkeit besteht. Danach kann der Landkreis Augsburg mit den Planungen für einen Neubau des Gersthofer Paul-Klee-Gymnasiums beginnen. Die Kosten wurden zuletzt auf mehr als 60 Millionen Euro geschätzt. Baubeginn soll Anfang des kommenden Jahrzehnts sein.

Nach dem Bau in Gersthofen soll das Ende der 1960er-Jahre erbaute Justus-von-Liebig-Gymnasium an die Reihe kommen. Nächsten Montag wird dem Bau- und Schulausschuss eine Machbarkeitsstudie für eine Sanierung und einen Neubau vorgestellt. Darin werden die Baukosten auf 40 bis 60 Millionen Euro geschätzt. Zudem werden während der Bauzeit wohl weitere Container-Klassenzimmer nötig sein.

Muss ebenso erweitert werden. Über die Dringlichkeit des Vorhabens wurde jüngst im Schulausschuss gesprochen. lm kommenden Schuljahr fehlen sechs Klassenzimmer, außerdem gibt es keinen richtigen Elternsprechraum und auch der Erste-Hilfe-Raum ist nur provisorisch durch einen Vorhang abgetrennt. Aktuellen Berechnungen zufolge ist die staatliche Realschule rund 1300 Quadratmeter zu klein.

Schulleiter Franz Bohn verwies zudem auf die vergangenen Jahre, in denen die Realschule immer wieder mehr oder weniger klaglos in freie Klassenzimmer ausgewichen sei, teilweise im benachbarten Gymnasium, aber auch schon in der Grundschule in Steppach. Bohn betonte, dass der Ablauf des Unterrichts einfacher ist, wenn die Schule sich nur in einem Komplex befindet. „Wir haben viele Opfer gebracht. Es wäre schön, wenn wir das jetzt auch ernten könnten“, sagte er.

Zeitnah werde diese Ernte allerdings nicht kommen, machte Landrat Martin Sailer klar. Denn eine Lösung müsse zwischen dem Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums Gersthofen und der Sanierung des Liebig-Gymnasiums eingetaktet werden.

Wobei die ständigen Notlösungen vor allem aus pädagogischer Sicht unbefriedigend seien, so Kreisrätin Carolina Trautner (CSU). So gehe das nicht auf Dauer, die Erweiterung der Realschule sei dringend notwendig. Auch stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald (SPD) bedauerte, dass die Kommunalpolitik immer nur auf die Entwicklungen in der Schullandschaft antworten könne. „Wir hinken immer hinterher.“ Der Schulausschuss hat die Verwaltung im Landratsamt nun beauftragt, geeignete Vorschläge zur Deckung des Raumbedarfs vorzulegen.

Nicht nur Klassenzimmer fehlen im Schulzentrum Neusäß weiterhin, auch der Platz in den Turnhallen reicht rein rechnerisch nicht mehr aus. Dort müssen künftig 104 Klassen ihren Sportunterricht erhalten. Auch das hat Armin Falkenhein bereits der Regierung von Schwaben gemeldet. Bislang liegt ihm nur eine telefonische Rückmeldung vor. Demnach geht man in der Behörde davon aus, dass es in der Stadt Neusäß, rechnet man alle Hallen zusammen, durchaus genügend Raum für Sportunterricht gebe.

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