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Gersthofen

11.10.2019

Die Stadt Gersthofen führt ein Jobticket ein

Rund um die Uhr gilt das Gersthofen-Abo das für 240 Euro pro Jahr eingeführt wird. nun sollen auch städtische Mitarbeiter, die jenseits der Stadtgrenzen wohnen, profitieren.
Bild: Marcus Merk

 Mitarbeiter der Verwaltung, die nicht in der Stadt wohnen,  erhalten ab 2020 Zuschüsse für den ÖPNV. 

 Die Stadt Gersthofen ist die erste Kommune innerhalb des Geltungsbereichs des Augsburger Verkehrsverbunds (AVV), die unter dem Nahmen „Gersthofen-Abo“ ein 360-Euro-Ticket einführt. Das neue Ticket gilt für das gesamte Stadtgebiet Gersthofen rund um die Uhr und kostet nur noch 240 Euro. Wer das Stadtgebiet Augsburg mitbefahren möchte, zahlt 360 Euro. Nun setzt Gersthofen noch eins drauf: Für die Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, die nicht im Stadtgebiet Gersthofen wohnen, soll ab Januar 2020 ein Job-Ticket eingerichtet werden, mit dem sie ebenfalls verbilligt Busse und Straßenbahnenbenutzen können.

Zwei Varianten vorgelegt

Zwei Varianten für einen solchen Mitarbeiterfahrschein legte die Verwaltung den Mitgliedern des Personalausschusses vor.

Variante I Die Regelungen des Gersthofen-Abos werden auf die Beschäftigten der Stadt – unabhängig von ihrem Wohnsitz – ausgeweitet. Hier würden die Mitarbeiter für die AVV Zone 20 oder 30 statt 37 euro nur noch 20 Euro im Monat zahlen, die Stadt übernähme den Rest. Für den Innenraum (Zone 10 – 20) müssten dann statt 52,20 noch 30 Euro gezahlt werden. Die Stadt beteiligt sich in diesem Fall mit 22,50 Euro.

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„Die Kosten dieser Bezuschussung belaufen sich bei 50 abgeschlossenen Abos auf circa 12000 Euro pro Jahr“, erklärte Manuel Bode vom Fachbereich Zentrale Verwaltung, Personal.

Variante II Als zweite Möglichkeit schlug Bode den Abschluss eines Firmen-Abo-Vertrags zwischen der Stadt Gersthofen und dem Augsburger Verkehrsverbund (AVV) vor. „Bei diesen Jobtickets gewährt der AVV unter gewissen Bedingungen den Beschäftigten einen zusätzlichen pauschalen Rabatt in Höhe von fünf oder sieben Euro pro Monat auf das reguläre Umwelt-Abo Plus.“

Zusätzlich bestehe in diesem Fall im Gegensatz zum Gersthofen-Abo abends und am Wochenende die Möglichkeit, das Firmenticket zu übertragen beziehungsweise andere Personen mitzunehmen.

Gersthofen muss 25 Abos abnehmen

Die beiden Bedingungen für die Gewährung des Rabatts sind die Mindestabnahme von 25 Firmen-Abos sowie ein Zuschuss von mindestens zehn Euro pro Monat durch die Stadt.

Der Mitarbeiter zahle dann bei einer Zone monatlich statt 44 Euro noch 25,80 Euro, für den Innenraum (Zone 10 - 20) statt 59 noch 34,30 Euro sowie für das Angebot Innenraum Plus ( Zone 10 - 30) statt 84 nur noch 51,80 Euro. „Die Kosten dieser Bezuschussung für die Stadt belaufen sich bei 50 geschlossenen Abos auf circa 11000 Euro pro Jahr“, so Bode weiter. Die Zahl 50 habe er jeweils als Hausnummer genommen – wie viele Mitarbeiter dieses Angebot nützen würden, stehe noch nicht fest.

Bürgermeister Michael Wörle plädierte für Variante II: „Sie bietet den Mehrwert der Übertragbarkeit an andere Personen.“ Die Stadt als Arbeitgeber sehe es als gut an, wenn die Mitarbeiter auf den öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Julia Romankiewicz-Döll (Pro Gersthofen) war zurückhaltend: „Sollte man nicht erst den Bedarf abfragen, bevor man das anbietet?“ Herbert Lenz (FW) regte an, dieses Angebot auch für die Stadträte anzubieten. Wörle entgegnete: „Das soll sich nach den Wahlen der neue Stadtrat überlegen.“

Hans-Jürgen Fendt (W.I.R.) schlug vor, dass Mitarbeiter, die Parktickets für die Rathaustiefgarage besitzen, diese abgeben sollten, wenn sie ein Jobticket bekommen. Dies hielt Frank Arloth (CSU) für wenig praktikabel: „Man wird sich ja auch mal kurzfristig dafür entscheiden, das Auto zu nehmen.

Das Ticket nach Variante II soll eingeführt werden, falls sich weniger als 25 Mitarbeiter melden, wird Variante I gewählt. Nach einem Jahr wird Bilanz gezogen, wie das Angebot bei den Mitarbeitern angekommen ist. Dies billigte der Ausschuss einstimmig.

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