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Neusäß

31.05.2020

Die Stadt Neusäß will eine Tankstelle bei Aldi verhindern

Es handelt sich zwar um ein Gewerbegebiet, und somit wäre dort eine Tankstelle zulässig, dennoch möchte die Stadt Neusäß den Bau einer Selbstbedienungstankstelle am Aldi-Discounter in der Lohwaldstraße verhindern.
Bild: Bernd Hohlen (Symbolfoto)

Plus Der Ausschuss sieht den Bau einer Tankstelle bei Aldi in der Lohwaldstraße kritisch. Dabei werden eigentlich alle Vorgaben erfüllt.

Es handelt sich zwar um ein Gewerbegebiet, und somit wäre dort eine Tankstelle zulässig, dennoch möchte die Stadt Neusäß den Bau einer Selbstbedienungstankstelle am Aldi-Discounter in der Lohwaldstraße verhindern. Ein solcher Bauantrag wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses behandelt.

Wie Jürgen Kaiser von der Bauverwaltung erläuterte, gibt es formal nur wenige Angriffspunkte gegen das Vorhaben der Discounter-Kette. So weist zum Beispiel das mitgelieferte Schallgutachten des Bauwerbers aus, dass die Grenzwerte eingehalten werden, und der Bebauungsplan „Schmutterpark“ weist ein Gewerbegebiet aus. Lediglich die geplanten Preisanzeigetafeln würden die Baugrenzen überschreiten, was ein Hinderungsgrund sein könnte.

Auch hat Aldi laut Jürgen Kaiser weitaus mehr Parkplätze als eigentlich nötig – 100 statt 34 –, sodass auch genügend Platz für eine Tankstelle wäre. Allerdings sehen Bauverwaltung und Stadträte Konflikte mit der angrenzenden Wohnbebauung vorprogrammiert. Dazu gibt es auch schon einen Protestbrief der betroffenen Anwohner an den Stadtrat.

Mit einer innerörtlichen Entwicklung nicht vereinbar

Wie Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann ( CSU) sagte, ist der Bau einer Tankstelle im Zentrum der Stadt auch „mit unseren Zielen einer innerörtlichen Entwicklung nicht vereinbar“, vor allem vor dem Hintergrund, dass erst vor Kurzem glücklicherweise eine Tankstelle aus dem Ortskern weggefallen sei. Darin waren sich alle Ausschussmitglieder einig.

CSU-Stadträtin Ute Anthuber regte an, das vom Planungsbüro Cima angefertigte Gutachten zur Entwicklung des Gewerbegebiets heranzuziehen, um daraus eventuell eine Änderung des Bebauungsplans ableiten zu können. Das Thema soll nun im Planungs- und Umweltausschuss weiter diskutiert werden.

Piepsen bei der Bedienung der DHL-Packstation

Wie Stadträtin und Dritte Bürgermeisterin Susanne Höhnle (SPD) anmerkte, sollte auch eine weitere Beschwerde der Anwohner untersucht werden: Sie fühlen sich durch das laute Piepsen bei der Bedienung der DHL-Packstation belästigt. Wie Höhnle sagte, müsste das doch auch geräuschlos gehen.

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