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Gersthofen

27.11.2019

Die Stadt streckt sich noch weiter nach Süden

Hinten entsteht das große Wohnquartier Römertor – davor wird in näherer Zukunft wohl ebenfalls noch mal gebaut. Die Stadt will hier am südlichen Stadtrand Gersthofens noch weitere Wohnbebauung – darunter auch geförderte Bauten – ermöglichen.
Foto: Brigitte Mellert

Neben dem derzeit entstehenden Quartier „Römertor“ sollen in Richtung Augsburger Stadtgrenzen künftig weitere Wohnungen entstehen. Ein Teil wird gefördert.

 Auf Gersthofens derzeit größter Baustelle im Süden ist Hochbetrieb: Das Wohnquartier „Römertor“ nimmt Gestalt an. Doch bald könnten südlich davon Wohnhäuser entstehen und gleichsam ein „Vortor“ zum Römertor bilden.

Um dies zu erreichen, soll ein Bebauungsplan „Südlich der Römerstraße“ aufgestellt werden. Er erstreckt sich auf ein derzeit freies Feld südlich der Römerstraße, östlich der Augsburger Straße und nördlich der Stadtgrenze nach Augsburg-Oberhausen. Dort konnte die Stadt zusammenhängende landwirtschaftlich Flächen erwerben, sagte Stadtbaumeister Roland Schmidt im Planungsausschuss. „Es eröffnet sich hier die Chance, den südöstlichen Siedlungsrand Gersthofens abschließend abzurunden.

„Zu den Planungszielen der Stadt Gersthofen gehört es immer, das Erscheinungsbild aufzuwerten“, betonte Schmidt. „Besonders wichtig ist dieser Aspekt im Bereich der Hauptverkehrsstraßen im Zentrum sowie im Bereich der Stadteingänge.“ Ein Grobkonzept der Bauverwaltung sieht bis zu vier Gebäudekomplexe bevor. Das östlichste Grundstück soll dabei in städtischer Hand bleiben und mit gefördertem Wohnraum bebaut werden.

Gersthofen greift in en Grünzug ein

„Allerdings muss dafür etwas vom regionalen Grünzug abgeknapst werden“, so Schmidt weiter. Dieser Grünzug ist festgeschrieben und soll eine kleine Klimaschneise zwischen Augsburg und Gersthofen bilden. Die künftig wegfallenden Abschnitte dieses Geländestreifens hielt er für verträglich. „Noch weiter südlich zur Stadtgrenze hin wird es keine weitere Bebauung geben.“

Nördlich der Römerstraße wächst indessen das Wohnquartier weiter fast täglich in die Höhe. Bis voraussichtlich Ende 2021 sollen auf dem zuvor jahrelang vor sich hingammelnden ehemaligen Praktiker-Grundstück acht Baukörper mit insgesamt 210 Eigentumswohnungen, davon 91 betreute Wohnungen, entstehen. Investor des Bauprojekts mit einem Gesamtvolumen von circa 65 Millionen Euro ist Alexander Nußbaumer mit seiner Firma Zima Immobilienentwicklung GmbH.

Römertor wächst unaufhörlich

Es entstehen auf einer Gesamt-Wohnfläche von 14 200 Quadratmetern Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen sowie exklusive Penthouse-Wohnungen mit einer gehobenen Grundausstattung. Jeweils ein Wohnriegel im Westen zur Augsburger Straße und im Norden zur angrenzenden Gewerbebebauung grenzen die Eigentumswohnungen in den zwischen vier- und fünfgeschossigen Punkthäusern im Zentrum und im Osten des Grundstücks ab. Ein siebengeschossiger „Turm“ im Südwesten ist das höchste Gebäude, danach werden die Häuser stufenweise der bestehenden Bebauung in der Umgehung angeglichen.

Von den 14 200 Quadratmetern Wohnfläche entfallen 5200 auf das betreute Wohnen, das von den Johannitern gemanagt werden soll. Es befindet sich auf der Seite zur Augsburger Straße hin. Das Gebäude wurde bereits an die Hamburger HanseMerkur Grundvermögen AG verkauft. Die Tagespflege soll auch Menschen von außerhalb des Wohnquartiers zur Verfügung stehen. Ein offener Mittagstisch soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Abgerundet wird das Quartier mit einem kleinflächigen Service- und Gewerbeanteil von 1200 Quadratmetern Fläche.

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