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Nahverkehr

01.08.2013

Die Staudenbahn könnte 2018 wieder rollen

Wirtschaftsministerium macht Zustimmung zu Personenzügen von zwei Punkten abhängig

Fischach/Langenneufnach Fallen bis zum Frühjahr Entscheidungen, könnten auf der Staudenbahn zwischen Gessertshausen und Langenneufnach im Jahr 2018 Personenzüge fahren. Das bestätigten Herwig Leiter und Ulrich Gerhardt von der Wirtschaftsförderung des Landkreisesauf Anfrage unserer Zeitung. Danach macht das Wirtschaftsministerium in München seine Zustimmung zu dem Projekt von zwei Punkten abhängig.

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Erstens muss das Fahrgastpotenzial noch einmal per Studie abgeklopft werden, zweitens sind noch Details in der Finanzierung klärungsbedürftig. Ältere Analysen bescheinigen der Staudenbahn ein Potenzial von weit mehr als 1000 Fahrgästen am Tag, weshalb Leiter den Ergebnissen der neuen zuversichtlich entgegen sieht. Erstens ist die Einwohnerzahl der Stauden seitdem gewachsen, zweitens gibt es mit dem Schmuttertal-Gymnasium von Diedorf ein zusätzliches Ziel, das für Kinder aus den Stauden interessant sein könnte. Der Schönheitsfehler: Vor Herbst und damit den Wahlen ist mit den Ergebnissen der neuerlichen Analyse nicht zu rechen.

Das dürfte Hubert Teichmann gar nicht schmecken. Der Staudenbahnchef kämpft seit Jahren vehement für die Wiederaufnahme der Personenbeförderung. Er sagt: „Wir brauchen zwingend noch vor der Wahl die Zustimmung von Herrn Staatsminister Zeil“, denn ohne diese könnten die weiteren Schritte nicht erfolgen. So müssen sich die betroffenen Gemeinden zur Frage des Busverkehrs äußern und einen Investor finden, der die ihnen gehörende Bahnstrecke erneuert. Zudem muss die Bedienung der Bahnlinie mit Zügen, für die der Freistaat bezahlt, ausgeschrieben werden.

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Für Teichmann aber ist es keine Frage, dass diese Investition lohnt: „Mit der Reaktivierung der Staudenbahn gibt es nur Gewinner und keine Verlierer. Jeder Zug wird nach Aussage des Landrats Martin Sailer einen Busanschluss erhalten.“ Mindestens sechs Kandidaten, die sich im Landkreis Augsburg um einen Sitz im Maximilianeum bewerben, diskutieren am morgigen Freitag über die Staudenbahn. „Öffentlicher Personennahverkehr für den ländlichen Raum, insbesondere Staudenbahn“ lautet der Titel der Podiumsdiskussion. Veranstalter ist der Verein Regionalentwicklung Stauden, dem insgesamt 13 Kommunen angehören.

Sechs Kandidaten sitzen auf dem Podium

Auf dem Podium sitzen Carolina Trautner (CSU), Monika Müller (FDP), Herbert Woerlein (SPD), Alexander Kolb (Grüne), Fabian Mehring (FW) und Andreas Herz (Piraten). Angefragt ist zudem Gabi Olbrich-Krakowitzer von der ÖDP. Moderator ist Christoph Frey (Augsburger Allgemeine). (cf)

Termin Die Podiumsdiskussion findet am morgigen Freitag, 2. August, um 19.30 Uhr in der Pausenhalle der Schule in Langenneufnach statt.

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