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Gersthofen

15.06.2019

Die Stecknadel im Heuhaufen finden - TSV Gersthofen sucht neue Führung

Die Mitglieder der Findungskommission sind zuversichtlich, ein neues Präsidium für den TSV Gersthofen zusammenstellen zu können: (von links) Hermann Romankiewicz, Josef Lauber, Sonja Kahl, Michael Reithmeir, Sabine Häubl, Klaus Assum und Sandro Lobina.
Bild: Oliver Reiser

Im Frühjahr 2020 stehen Neuwahlen an und nur einer tritt noch an. Wie eine Findungskommission ein neues Präsidium für den Sportverein sucht.

Unter den knapp 4000 Mitgliedern des TSV Gersthofen ist mit Sicherheit jemand, der Präsident des größten Sportvereins im Landkreis Augsburg werden möchte oder im Präsidium mitarbeiten will – da ist sich die Findungskommission einig. Und auch wenn sich die Suche nach einer neuen Führungsriege beim TSV wie die berühmte Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gestaltet – sie war schon vor fünf Jahren erfolgreich. Bereits 2014 stand der TSV Gersthofen vor der Mammutaufgabe, sieben neue Präsidiumsmitglieder zu finden. Und trotz der misslichen finanziellen Lage, in der sich der Verein damals befand, ist es gelungen. Mit Hinrich Habenicht fand sich ein Mann, der die Nachfolge von Jürgen Treffler antrat und den TSV durch schwierige Zeiten wieder in ruhiges Fahrwasser zurück manövrierte. In seiner Amtszeit hat sich der Verein weitgehend konsolidiert.

Verein steht finanziell gut da

„Finanziell ist wieder alles in Ordnung. Der Verein steht auf soliden Beinen. Selbst die Schulden der Fußballer sind weitgehend getilgt“, sagt Josef Lauber. Zusammen mit Vizepräsidentin Sonja Kahl, Ehrenmitglied Waltraud Böving, Sabine Häubl (Volleyball), Sandro Lobina (Volleyball), Michael Reithmeir (Turnen), Michael Reithmeir (Basketball), Klaus Assum (Fußball) und Hermann Romankiewicz (ehemaliger Abteilungsleiter Turnen) gehört er einer generationenübergreifenden Findungskommission an. Diese will nun in den kommenden Wochen und Monaten aktiv auf Vereinsmitglieder oder Personen des öffentlichen Lebens zugehen, um Nachfolger für die im Frühjahr ausscheidenden Präsidiumsmitglieder zu generieren. Hinrich Habenicht, seine Stellvertreter Sonja Kahl und Jürgen von Willert sowie Präsidiumsmitglied Franz Schwab, zuständig für die Hallenverwaltung, stehen aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Lediglich Uli Meitinger tritt erneut an.

Wer will das Ehrenamt übernehmen?

„Den Verein zu übernehmen ist kein Problem. Jemanden zu finden, ist das Problem“, so Romankiewicz. Ihm und dem Gremium ist klar, dass sich die Suche nach einem neuen Präsidium nicht einfach gestalten wird. „Die Bereitschaft, ein Ehrenamt zu übernehmen, ist gewaltig zurückgegangen.“ Zudem entspreche es dem Zeitgeist, keine Verantwortung zu übernehmen. Und ein 4000-Mitglieder-Verein erfordere doch einen bestimmten Aufwand. „Die großen Ämter wirken zunächst einmal abschreckend. Deshalb wollen wir die Aufgabengebiete neu zuschneiden. Jeder kann sich mit den Ressourcen einbringen, die er hat“, stellt Sandro Lobina klar. Sollte kein neues Präsidium gefunden werden, ist das bisherige verpflichtet, im Amt und Würden zu bleiben. Sollte sich auch bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung niemand finden, müsste vom Amtsgericht ein Notvorstand eingesetzt werden. Ein Horrorszenario. „Wer mit dem Verein verbunden ist, möchte den Verein nicht sterben sehen“, so Lauber. Er ist sich sicher, dass die Kommission die berühmte Stecknadel im Heuhaufen finden wird. „Das neue Präsidium kann finanziell und organisatorisch ein gut bestelltes Haus übernehmen“, versichert Romankiewicz.

Wer Interesse hat, kleinere oder auch größere Aufgaben im TSV Gersthofen zu übernehmen, kann sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: findung@TSV-Gersthofen.de

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