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Die Sünden der Vergangenheit

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Kommentar Von Matthias Schalla
22.08.2018

Es gab Zeiten, da schwamm im Rhein der Lachs, in der Donau der Huchen, und die Wertach war voller Äschen und Bachforellen.

Doch irgendwann unterbanden Kraftwerke die Wanderungen der Salmoniden, Kanäle wurden gebaut und Uferstreifen gerodet. Maßnahmen, die heute jeden Naturschützer nur noch den Kopf schütteln lassen. Im 18. Jahrhundert waren Lachse das Arme-Leute-Essen. Heute sind sie eine Delikatesse. Doch nicht nur in Sachen Ernährung hat mittlerweile ein Umdenken eingesetzt.

Fleißig werden Fischtreppen gebaut, Flüsse werden aus ihren Betonbetten befreit, und Kiesbänke bieten wieder Platz für die Laichablage. Bis die Sünden aus der Vergangenheit gesühnt sind, wird es aber noch Jahre dauern. Falls überhaupt. Denn Flächenfraß und wirtschaftliche Überlegungen stehen oft im Gegensatz zu Nachhaltigkeit und Naturschutz. So fällt beispielsweise der fürs Überleben der Fische so wichtige Uferschutzstreifen immer wieder der Motorsäge zum Opfer, nur um ein paar Quadratmeter mehr landwirtschaftliche Fläche zu bekommen.

Die Arbeit der Fischereivereine kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ohne deren Engagement wäre schon längst der letzte Fisch gegessen. Zum Artikel

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