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Bobingen

07.01.2016

Die Technik weicht der Muse

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2 Bilder
Florian Baindl ließ im Inneren die Trennwände des Trafohäuschens entfernen und will auch die Decke zum kleinen Türmchenaufbau öffnen.
Bild: Ingeborg Anderson

Das ehemalige Trafohäuschen an der Brauerei in Bobingen wird zur Musikschule. Dafür ändert sich so Manches.

Von Ingeborg Anderson

  Fast wäre das alte Trafohäuschen beim Umbau des ehemaligen Kirchbräugebäudes abgerissen worden. Denn noch vor einem Jahr hatte sich keine neue Verwendung gefunden. Doch nun ist es eingerüstet. Nach der Entkernung im Inneren wird es nun saniert und sieht einer ganz neuen Bestimmung entgegen.

Ein Abriss wäre bedauerlich gewesen, denn die Trafostation prägt zusammen mit dem imposanten Brauereigebäude seit rund 90 Jahren das Straßenbild im Zentrum. So sahen es auch die Verantwortlichen der Stadt, und deshalb wurde Ende 2014 der Aufruf, Vorschläge für ein Nutzungskonzept einzureichen, veröffentlicht. Dazu Stadtbaumeister Rainer Thierbach: „Es gab acht bis zehn Interessenten, vier haben ein Konzept eingereicht. Die Ideen dazu reichten von der Nutzung als Wohnraum über Büro- und Praxisräume bis hin zu einer Musikschule.“

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Florian Baindl aus Bobingen war es, der den Vorschlag zur privaten Musikschule einbrachte und der dafür die meiste Zustimmung fand. Wie berichtet, will Barbara Burann dort mit ihrer Musikwerkstatt einziehen und Unterricht mit Streichinstrumenten geben.

Florian Baindl bietet den Platz dafür: „Ich habe eine Leidenschaft für historische Gebäude“, begründet der Inhaber eines Bauinstallationsgeschäftes seinen Einsatz für das 1924 errichtete Trafohäuschen. Er erwarb es und gemeinsam mit Architekt Ronald Beck ging es an die Planung: „Äußerlich soll die typische rustikale Fassade mit den horizontalen Kanten erhalten werden. Allerdings werden die Metalltüren durch Fenster ersetzt“, erklärt er.

Der Eingang wird sich seitlich gegenüber dem Eingang der ehemaligen Brauerei befinden. Im Inneren sieht man noch die Ansätze der Mauern, die entfernt wurden. Die Decke zum Turm ist offen und Metallstützen sorgen für die nötige Stabilität.

Florian Baindls Enthusiasmus ist spürbar, wenn er erklärt, wie es hier später einmal aussehen wird: „Das Gebäude wurde entkernt, sodass ein großer Raum entstand. Es wird einen Empfangsbereich, einen Sanitärbereich und eine Küche geben. Eine Wendeltreppe aus Stahl wird zu einer zweiten Ebene im Turm führen. Insgesamt sind es dann 65 Quadratmeter Nutzfläche.“

Schon im nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann soll das Trafohäuschen zusammen mit dem ehemaligen Brauereigebäude nicht nur zum historischen Schmuckstück im Stadtbild, sondern überdies zur weiteren Belebung des Zentrums von Bobingen beitragen.

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