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Mulitvisions-Schau in Gersthofen

02.03.2009

Die Ultra(tor)tour des Christian Rottenegger

Die Abmagerungskur des Christian Rottenegger ist niemandem zu empfehlen, nicht mal in der Fastenzeit. 13 Kilo runter, das ist beachtlich, zumal es sich bei dem 37-Jährigen um einen höchst durchtrainierten Sportler handelt. "Es war erfolgreich, weil wir leben", gestand er jetzt in der Gersthofer Stadthalle.

Weil wir leben? Ja, Rottenegger und seine Kameraden haben die "Ultratour" überlebt. Die 13 Kilo hat er 2007 abgenommen. Da ist er zusammen mit anderen Verrückten von Augsburg ins Karakorum-Gebirge geradelt. 8000 Kilometer waren vor dem Start grob durchgerechnet worden, die es da auf dem Stahlesel zu überstehen galt. Auf der Fahrt über den Brenner, durch Italien, Griechenland und die Türkei, durch den Iran ("da sind die Menschen unvorstellbar gastfreundlich") und dann die Seidenstraße bis Samarkand, Usbekistan, Kirgisien, China, über die hohen Pässe des Pamir-Gebirges (Stundenschnitt fünf Kilometer), auf dem Karakorum-Highway ("die beeindruckendste Gebirgsstraße der Welt") nach Pakistan und dann endlich in Skardu: nach 9320 Kilometern und 532 Stunden im Fahrradsattel.

Das entlockt den vielen, vielen Besuchern spontanen Applaus. "Bravo" ruft eine Frau. Doch weil die "Ultratour" im Untertitel auch "8000 Kilometer weit, 8000 Kilometer hoch" heißt, geht es jetzt nach oben. Das Ziel: der Gasherbrum II. Der ist 8037 Meter hoch. Rottenegger schafft es bis auf 7700 Meter. Dann verschlechtern sich die Wetterbedingungen so sehr, dass es nur nach unten gehen kann, will man hinterher noch sagen: "Wir waren erfolgreich, weil wir überlebt haben." Sechs Tage später geht eine gewaltige Lawine zwischen Lager I und II nieder, zwei deutsche Bergsteiger einer anderen Expedition bleiben für immer am Berg. Christian Rottenberger mit seinem Team präsentiert den perfekten Vortrag in einer sehenswerten Mischung aus allen Facetten der modernen Medienwelt. Das begeistert, macht Lust auf mehr. "Abenteuer Eishölle" ist in Vorbereitung, sagt Rottenegger zum Schluss.

Zu Beginn waren Michael Beuter von der Bergsporthütte und Bernd Kullmann von Deuter Sport Gersthofen auf die Bühne geklettert. Beide Unternehmen hatten die Expedition unterstützt und jetzt den Vortrag ermöglicht. Beuter wie Kullmann wissen, was Rottenegger geleistet hat: Beide haben schon Achttausender bestiegen - aber ohne vorher 94 Tage lang ins Gipfelgebiet zu radeln.

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Im Internet unter

www.christianrottenegger.de

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