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Ausstellung

21.11.2019

Die Werke der Neusässer Topkünstler im Rathaus

„In Neugier vereint“ heißt das Acrylbild von Manuela Röben.
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„In Neugier vereint“ heißt das Acrylbild von Manuela Röben.
Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Mit der Schau zum Kunstpreis der Stadt wird die Verwaltung zum Museum

Eine fesselnde Ausstellung anlässlich der Verleihung des 20. Neusässer Kunstpreises ist noch bis zum 2. Januar im Rathaus zu sehen. Diesjährige Preisträgerin ist Maria Mayer für ihr Objekt „Bilanz“ aus Terrakotta. „Gänsehautfeeling“ habe sie gehabt, als sie davon erfahren hatte, erzählt Maria Mayer. Sie stellt mit ihrem Kunstwerk eine Art Tagebuchführen dar, eine Art Bilanz eines Lebensabschnitts. Sie arbeitet stets sehr persönlich: „Das, was mich gerade bewegt, bewegt auch meine Hände.“

Der Sonderpreis der Kreissparkasse Augsburg ging in diesem Jahr an die Künstlerin Ottilie Leimbeckk-Rindle für ihr Objekt „Zeitensprung/in Mixed Media. „Man hoffe ja immer, dass man einen Preis erhalten würde, letztendlich sei es aber doch eine große Überraschung und ein aufregendes Gefühl gewesen“, so die Künstlerin. Mit ihrer Arbeit verdeutlicht sie den Sprung von einer vergangenen in die heutige Zeit, indem sie eine Seilspule aus etwa 100-jährigem Eichenholz mit Metallhalterung eine Verbindung mit zeitgenössischen Techniken eingehen lässt.

Insgesamt 35 Künstler aus der Region bereichern die aktuelle Ausstellung mit ihren Werken, die von einer hohen Qualität künstlerischen Schaffens zeugen. Die Ausstellung bietet für Kunstinteressierte ein Wiedersehen mit einigen früheren Kunstpreisträgern wie etwa Gerald Bauer oder Ines Mösle sowie Werke zahlreicher weiterer Künstler mit überraschenden Werken in Mischtechniken, Arbeiten in Öl, Acryl, Collagen, Aquarelle und Holzschnitte.

Ebenfalls zu sehen sind elf Plastiken in Bronze, Aluguss, Travertin, Block-Intarsie, Holz, Terrakotta, Keramik sowie Materialassemblagen.

Ines Mösle etwa, deren Werkstoff Bronze ist, zeigt mit zwei Bronzefiguren unter dem Thema „Viechereien“, „Des Menschen bester Freund“ und „Schnapsdrossel“, die so manchen Ausstellungsbesucher schmunzeln und gerne ein wenig zur näheren Betrachtung verweilen lassen.

Zwei kleine Jungen hielt Johanna Schreiner auf ihrem Acrylbild „Brüder“ fest. Möglicherweise hat hier eine Großmutter mit liebevollem Blick ihre Enkel gemalt, die selbstvergessen in ihrer ganz eigenen Spielwelt zu sein scheinen.

Etwas länger möchte man auch bei Romuald Grondés Collage stehen bleiben und das Werk auf sich wirken lassen. „Freundschaft ist wie Heimat – Tucholsky“ hat er es betitelt. „In Neugier vereint“, so heißt das Acrylbild von Manuela Röben, das auf blauem Grund unter vier schwarzen Schafen ein weißes Lamm zeigt. Erinnerungen an Süden und den vergangenen Urlaub beschwört Gabriele Bittner mit ihrem Bild in Mischtechnik „La porta“ bei so manchem Betrachter hervor. Ein ganz besonderes Werk bietet auch Ingrid Olga Fischer mit ihrer bunten Hinterglasmalerei. Mit „Hommage à ma grand-mère“, erinnert sie in besonderer Weise an ihre Großmutter.

Insgesamt eine höchst abwechslungsreiche, interessante Ausstellung mit hoher Qualität, die einen schönen Überblick über die Kunstlandschaft Neusäß gibt und das Rathaus Neusäß für eine Zeitlang in ein Kunstmuseum verwandelt.

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