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Westendorf

07.08.2019

Die Westendorfer Kita sieht künftig ziemlich schräg aus

Die Kubus-Planung, die zunächst vorgestellt wurde, scheinen die Gemeinderäte ad acta gelegt zu haben. Stattdessen heimste dieser Entwurf, der eine angeschrägte Fassade beinhaltet, ein positives Feedback im Gemeinderat Westendorf ein. 
Bild: stöcklearchitekten

Die Planungen für eine Aufstockung der Kindertagesstätte geht weiter. Im Gemeinderat kommt die neue Gestaltungsidee der Architekten gut an.

Dass die Katholischen Kindertagesstätte St. Georg in der Riedstraße in Westendorf aufgestockt wird, um Platz für weitere Kinder zu schaffen, ist spätestens seit der vorvergangenen Sitzung des Gemeinderats offiziell. Mitte Juli stellte das Architekturbüro Stöcklearchitekten die ersten Planungen vor (wir berichteten). Mit den Anmerkungen aus dem Gremium, aus der Kindertagesstätte und aus der Gemeinde im Gepäck präsentierte Architekt Michael Hosang nun die überarbeitete Planungsvariante.

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Die neuen Planungen griffen diverse Anregungen auf: Der Kubus, der zunächst vorgestellt wurde, hat sich insofern weiterentwickelt, dass die neuen Planungsskizzen nun eine Fassade zeigen, die durch ihren schrägen Schnitt auch den Anforderungen an eine bessere Verschattung Rechnung tragen soll. Architekt Hosang sprach von einem „neuen Gesicht“ des Kindergartens, das das Haus in Richtung Straße zeigen könnte. Das ist mitunter die optisch auffälligste Änderung der Planung. Im Gemeinderat kam die neue Gestaltungsidee der Architekten gut an.

Der Elternwarteraum wird zum „Elterncafé“

Inhaltlich geblieben ist die geradlinige Erschließung des Erdgeschosses, die dem offenen Konzept der Einrichtung Rechnung trägt. Im Erdgeschoss hat sich die Raumplanung nur marginal geändert: Anstatt die fehlende Krippengruppe neben dem Haus anzuschließen, werden die benötigten Räume hinterhalb des Hauses geschaffen. Der Elternwarteraum, dem die Architekten den einladenden Namen „Elterncafé“ gegeben haben, soll im Erdgeschoss flexibel genutzt werden können.

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Größere Veränderungen zur ersten Planung gab es hingegen im Obergeschoss. Hier wechselten die Räume für die Kinder und die Räume fürs Personal quasi die Seiten. Der Speiseraum und die Küche werden mit Blick auf den Garten im Obergeschoss platziert. Der Mehrzweckraum sowie ein Therapieraum werden an der Seite des Gebäudes platziert, der zur Riedstraße zeigt. Durch die geplante Fassade soll die Verschattung reguliert werden.

Bis Ende August soll der Förderantrag gestellt werden

Im hinteren Teil des Obergeschosses ist Platz für den Personalraum, von dem auch der zweite bauliche Rettungsweg abzweigen wird, sowie für einen weiteren Intensivraum. Auch Lager, Umkleiden und Sanitäranlagen finden im Obergeschoss Platz. Mit diesem inhaltlichen Konzept und der dazugehörigen Planung soll nun bis Ende August der Förderantrag gestellt werden. Dieser wird zeigen, mit wie viel Zuschüssen die Gemeinde für die Ausbaumaßnahme zu rechnen hat.

Auch im vorübergehenden Provisorium, das im ehemaligen Gebäude der VR-Bank in der Hauptstraße 29 gerade entsteht, wird weiterhin mit Hochdruck gearbeitet. Der Umbau kommt gut voran. Die Möbel fehlen noch. Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter erklärt: „Wir sind gut im Zeitplan.“ Das heißt, dass im günstigsten Fall ab September eben dort eine Krippengruppe betreut werden kann. Bei den Außenanlagen müssen sich Kinder und Erzieher allerdings noch etwas gedulden. Bis der Außenbereich steht, müsse die Gruppe flexibel auf den Dorfplatz oder den Pfarrgarten ausweichen, so Richter.

  • Kriegerdenkmal Pünktlich zum Volkstrauertag soll das kirchliche Kriegerdenkmal wieder in Westendorf stehen. So ist der aktuelle Zeitplan, sagt Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter. Ein Steinmetzbetrieb aus Meitingen soll noch verschiedene Arbeiten ausführen.
  • Tiny House Unter dem Motto „Maximillian Eller will Westendorfer werden“ reichte der Inhaber des Street-Food-Truck-Unternehmens „Jims Große Klappe“ eine Bewerbung bei der Gemeinde ein, die nun von den Gemeinderäten auf der letzten Sitzung vor der Sommerpause diskutiert wurde. Sein Wunsch: Er möchte sein mobiles Tiny House, ein etwa 33 Quadratmeter großes Häuschen (wir berichteten), auf Westendorfer Flur stellen. Möglich ist das in dem Gemeindebereich, an dem es keine Bebauungspläne gibt. Seitens des Bauamts gab es grünes Licht für Dorf- und Wohngebiet, allerdings wird das Bauvorhaben nicht verfahrensfrei errichtet werden können. Der Beschluss der Gemeinderäte fiel einstimmig: Wenn Eller ein passendes Grundstück findet und sich an die Regularien hält, darf er Westendorfer werden.
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