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Zusmarshausen

09.06.2019

Die größte Stromtankstelle der Welt steht bald an der A8

So soll der Sortimo-Innovationspark zur Elektromobilität an der A8 bei Zusmarshausen einmal aussehen. Im Herbst kommenden Jahres sollen hier die ersten Elektroautos tanken können. 
Bild: eLoaded

Plus Die Baustelle an der A8 bei Zusmarshausen ist ein millionenschweres Zukunftsprojekt. Die Arbeiten schreiten voran. Doch noch ist viel zu tun.

Im Herbst kommenden Jahres sollen Elektrofahrzeuge ihre Energie bei einem Zwischenstopp in Zusmarshausen tanken können - an der größten Stromtankstelle der Welt. Bis dahin muss auf der Baustelle an der Autobahn aber noch eine Menge getan werden. Noch immer ist man dort mit Bodenarbeiten beschäftigt. Im September soll mit dem Bau des Zentralgebäudes des Innovationsparks des Zusmarshauser Unternehmens Sortimo begonnen werden.

Dafür hat die Marktgemeinde jetzt grünes Licht gegeben. In dem zentralen Gebäude sollen auch Büros, Konferenz- und Ausstellungsräume sowie Gastronomie mit einem Großbäcker Platz finden. Der rund 70 Meter lange wie breite, futuristisch wirkende Bau mit weit ausholender Attika stellt die größte Komponente des „Campus Elektromobilität“ des Bauherrn und Fahrzeugausstatters Sortimo dar.

Im März wurde mit dem Bau begonnen

Mit dem Bau ist bereits im März vergangenen Jahres begonnen worden. Wegen des schwierigen Bodenuntergrundes dauern die Arbeiten länger als geplant. Hintergrund sind das angrenzende Überschwemmungsgebiet von Roth und Zusam sowie das Schichten- und Oberflächenwasser aus der Hanglage. Es mussten etwa 40.000 Kubikmeter Erdreich auf dem Grundstück aufgeschüttet werden. Nun soll die Baustelle Fahrt aufnehmen: Robert Wiest vom Marktbauamt stellte den Mitgliedern des Bau-, Umwelt- und Energiesauschusses die detaillierte Planung des Architekten Eberhard Wunderle vor, der wie Projektleiter Frank Steinbacher das bedeutende Vorhaben mit einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern vorantreibt. Die Kosten dazu liegen im zweistelligen Millionenbereich.

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Zunächst sollen 42 Ladestationen in Betrieb gehen

Die auch als Innovationspark bekannte Tankstelle im Norden der Zusamgemeinde nimmt langsam Gestalt an: Im September sollen die Arbeiten für den Hochbau, die Zufahrtsstraßen und Stellflächen für die Ladesäulen starten. Von den geplanten 112 Andockpositionen für Elektroautos sollen zunächst 42 Stationen in Betrieb gehen und später bis auf 112 ausgebaut werden. Sie stehen sowohl auf der 1000 Quadratmeter umfassenden Vordachfläche des Hauptgebäudes als auch dem freien Areal nördlich davon.

Zum ersten Bauabschnitt gehören das Anlegen einer Versorgungsstruktur für Wasser und Abwasser sowie der Aufbau von Technikstationen und Löschmöglichkeiten im Brandfall.

Das Gebäude in der Mitte ist das geplante Zentralgebäude. Neben Ladestationen soll es Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten geben.

Bepflanzte Dächer und moderne Form

Projektbetreiber wie Architekten waren von Anfang an bemüht, dem Campusareal einen grünen Stempel mit ganzheitlichen Ansätzen aufzudrücken. Das zeigt sich etwa durch bepflanzte Dächer, aber auch durch die moderne Form der gesamten Anlage. „Durch aufwendig gestaltete Grünanlagen und eine geschwungene Straßenführung sowie Terrassenplanung wird die Gesamtanlage in die Landschaft der Roth-Aue eingebettet“, heißt es vonseiten des Antragstellers. Vorerst dominiert jedoch die Farbe Grau bis Braun an einer der zurzeit größten Baustellen der Gemeinde.

Mit einer normalen Raststätte soll die Stromtankstelle an der A8 einmal wenig gemein haben. Bis zu 4000 Elektroautos am Tag sollen hier einmal geladen werden können – so die Vision für die Zukunft. Der Strom soll in Zusmarshausen aus regional erneuerbaren Energien kommen. Zusätzlich soll auf dem Gelände ein Energiespeicher mit 1,2 Megawattstunden entstehen, in dem Strom aus Photovoltaikanlagen umliegender Unternehmen und Haushalte gespeichert werden könne, kündigte Steinbacher an.

In der Vergangenheit betonte Sortimo-Geschäftsführer Klaus Emler, dass die Zukunft des Areals auch davon abhänge, wie sich die Zulassungszahlen von Elektroautos entwickeln.

Mehr Hintergründe zu dem Riesenprojekt lesen Sie hier.

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