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Engagement

16.11.2018

Die heimliche Baumeisterin von Gersthofen

Landrat Martin Sailer (links) und Reinhold Dempf, Dritter Bürgermeister von Gersthofen, freuten sich mit Maria Reißner über die hohe Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten.
Bild: Simone Graßler

Maria Reißner erhält das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

Im CSC Batzenhofen-Hirblingen ist Maria Reißner definitiv keine Unbekannte. Seit Jahrzehnten prägt sie dort durch ihr ehrenamtliches Engagement das gesellschaftliche Leben des Vereins mit. Landrat Martin Sailer händigte ihr nun das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Männer und Frauen aus. „Durch Ihre Arbeit sind Sie zu einer unverzichtbaren Stütze beim CSC Batzenhofen-Hirblingen geworden“, fasste der Landrat seine Laudatio zusammen.

Seit 1973 ist Maria Reißner Mitglied des CSC und war ab 1980 37 Jahre lang bis Anfang 2018 die Kassierin. Zu Beginn konnte sie dabei noch nicht auf Computer- und Finanzverwaltungsprogramme zurückgreifen. Die Mitgliedsbeiträge kassierte sie deshalb noch persönlich von jedem einzelnen Vereinsmitglied ein und ging dafür von Haus zu Haus. „Dieser enorme Zeitaufwand ist heute nicht mehr vorstellbar“, lobte Landrat Martin Sailer das überdurchschnittliche Engagement der Rettenbergerin.

Während ihrer Zeit als Kassierin war sie stets eine treibende Kraft, beispielsweise beim Bau von drei Tennisplätzen und einem Vereinsheim, beim Bau des Tennisheims, der Renovierung des Trainingsfeldes sowie 2014 beim Umbau und der Erweiterung des Sportheimes oder beim Bau des Beach-Soccer-Feldes. Die genannten Maßnahmen wurden von Maria Reißner als Kassierin finanziell abgewickelt. Sie hat den gesamten Schriftverkehr eigenverantwortlich bearbeitet und kompetent abgeschlossen. So gingen im Laufe der Jahre Millionensummen durch ihre Hände. Der Name Maria Reißner ist untrennbar mit dem CSC Batzenhofen verbunden. Sie wurde, wie berichtet, deshalb auch zum Ehrenmitglied des CSC Batzenhofen ernannt. „Menschen wie Sie sind in unserer Gesellschaft sehr wichtig – jedoch werden sie leider immer weniger. So ein Vereinsgelände ist nur durch tatkräftige Hände wie Ihre möglich. Dafür ein großes vergelts Gott“, sagte Gersthofens Dritter Bürgermeister Reinhold Dempf, der bei der Feierstunde im Landratsamt ebenfalls anwesend war.

Maria Reißner freute sich sehr über die Anerkennung. Sie habe die ihr übertragenen Aufgaben stets gerne erfüllt und auch sehr viel zurückbekommen. Aus familiären Gründen übergibt sie ihr Amt nun in jüngere Hände.

Doch Maria Reißner und ihr Ehemann Andreas sind nicht wegen der Buchführung bis heute dem CSC treu. „Der Fokus in unserer Familie war immer der Sportverein“, sagt die Mutter zweier erwachsener Kinder und Großmutter von drei Enkeln. „Oft haben mich die Leute im Dorf gefragt: ,Wie geht’s denn Deinem Sportverein?‘.“ Maria Reißner spielte selbst aktiv Tennis, ihr Mann war viele Jahre Jugendbetreuer im Verein und lange stellvertretender Vorsitzender. Diese Sportbegeisterung steckt der Familie offenbar im Blut: Ihre Tochter leitete 20 Jahre die Gymnastikabteilung. Und ihr Sohn spielte zunächst bei den Fußballern, wurde Abteilungsleiter; heute pfeift er Spiele. (AL, lig)

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