Newsticker

Corona-Zahlen in Deutschland: Rund 11.000 Neuinfektionen gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Die jungen Storchenfamilien sind komplett

Landkreis Augsburg

27.05.2015

Die jungen Storchenfamilien sind komplett

Wohl versorgt und bislang prächtig gedeihend: So beschreibt Sieghart Muthsam den Zustand des Zusamzeller Einzelkinds im Storchennest. Es ist etwa vier Wochen alt.
3 Bilder
Wohl versorgt und bislang prächtig gedeihend: So beschreibt Sieghart Muthsam den Zustand des Zusamzeller Einzelkinds im Storchennest. Es ist etwa vier Wochen alt.
Bild: hart Muthsam

In elf Nestern gibt es Junge. Die nächsten Wochen sind entscheidend, wie es weitergeht.

Wenn Thomas Wurschy, der Storchenhorstbeauftragte von Dinkelscherben, gerade schlechte Laune hat, genügt ein Blick auf das Dach der Kirche St. Anna um seine Stimmung aufzuhellen. Denn dort tummelt sich ein Storchenpaar mit drei Jungen. „Zwei davon sind richtige Wonneproppen“, freut sich Wurschy. Selbst den starken Regen der vergangenen Tage hat die Familie überstanden. So wie in Dinkelscherben ist die Lage fast überall – in elf Nestern im Landkreis ist das Gezwitscher von Jungtieren zu hören. Lediglich in Westendorf und Gennach bei Langerringen bleiben die Tierpaare ohne Nachwuchs..

Was dort passiert ist, kann sich Storchenexperte Anton Burnhauser nicht erklären. Ansonsten gibt es aber kaum Grund zu Klagen. Burnhauser spricht von einem „besonders hohem Niveau“ bei der Storchenbrut: „Vor allem wenn man das mit der Situation vor einigen Jahren vergleicht.“ Und es könnte sogar noch besser werden: „Wir haben einige Jungtiere gesichtet, die noch herumreisen und noch nicht gebrütet haben.“ Thomas Wurschy berichtet zum Beispiel, dass in Dinkelscherben noch ein zweites Storchenpaar auf der Suche nach einem Nest war: „Wir haben für die keine Bleibe gehabt, sonst hätten wir heuer vielleicht sogar zwei Storchenpaare beherbergt.“

Ein Luxus, den sonst nur Diedorf hat: Dort sind neben dem bisherigen Storchenpaar wie berichtet nun auch die aus Gessertshausen hergezogenen Tiere zuhause. Dass die Storchenfamilien gut miteinander auskommen, grenzt für Burnhauser an ein kleines Wunder: „Das ist schon sehr ungewöhnlich. Aber offenbar liegt das daran, dass die Störche, die aus Gessertshausen stammen, sich immer noch sehr in diese Richtung orientieren.“ Und damit wiederum kommen sich die Tiere weder bei der Nahrungsbeschaffung noch im Revier in die Quere – Pendeln als Erfolgsrezept sozusagen.

Das einzige, was noch für Schwierigkeiten sorgen könnte, ist das Wetter. „Wenn jetzt noch kalter Regen kommt, wird es schwierig“, sagt Burnhauser. Schließlich ist der Storchennachwuchs bald zu klein, um von den Eltern wie bisher noch mit den Schwingen beschützt zu werden. Der Vorteil der Regenfälle der vergangenen Wochen liegt wiederum darin, dass es nun genügend Futter gibt: In den saftigen und gemähten Wiesen tummeln sich nun die Regenwürmer als Beute.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren