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Heretsried

25.02.2019

Die meisten Temposünder gibt es in Heretsried

Alle 3,2 Minuten hat es während der Kontrollen „geblitzt“. Die Gemeinde Heretsried hofft nun, dass die Temposünder etwas lernen. 

Bürgermeister Heinrich Jäckle zieht eine positive Bilanz der Blitzaktionen seit September und gibt Auskunft über seine Zukunft als Gemeindechef.

Baugebiet, Hundetoiletten und Finanzen – viele Themen wurden bei der Bürgerversammlung in Heretsried angesprochen, obwohl im Sportheim einige Plätze leer geblieben waren. Bei der Veranstaltung ging es auch um die Frage, ob Bürgermeister Heinrich Jäckle bei den nächsten Kommunalwahlen wieder kandidieren werde. Diese Frage hatte Altbürgermeister Helmut Schuster gestellt. Jäckle sagte daraufhin: „Wenn nichts dazwischenkommt und der Gemeinderat dies auch befürwortet, mache ich das.“

  • Geschwindigkeitskontrollen Seit September führt die Gemeinde regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durch. 428 Verstöße seien seitdem festgestellt worden – alle 3,2 Minuten habe es demzufolge während der Kontrollen „geblitzt“. Die meisten Temposünder würden wider Erwarten nicht in Lauterbrunn, sondern in Heretsried festgestellt. „Wir machen das nicht, weil wir Geld verdienen wollen. Ziel ist, dass die Leute vernünftig fahren“, sagte Jäckle. Es sei bereits feststellbar, dass die Verstöße weniger würden.
  • Staatsstraße Zur Staatsstraße 2036 Richtung Holzhausen stellte Jäckle die überarbeiteten Planungen vor. Statt dem Einschnitt ins Gelände habe die Straße nun eine Steigung von acht Prozent. Der Radweg kann somit erhalten bleiben, ist aber nicht barrierefrei. Das wäre bei einer Steigung von sechs Prozent der Fall. Er hoffe, dass das weitere Verfahren auf sachlicher Basis ablaufe.
  • Wasser Nach Problemen am Hochbehälter Lauterbrunn läuft die Wasserversorgung jetzt wieder normal. Der Hochbehälter soll demnächst für rund eine Million Euro saniert werden.
  • Kläranlage Zur Kläranlage Heretsried erläuterte der Rathauschef, dass Anfang April mit den Bauarbeiten begonnen werden solle. Die Investitionen seien nötig, weil vom Gesetzgeber die Grenzwerte verschärft wurden. Die Kosten betragen etwa 800000 Euro. Die Frage der Finanzierung ist noch nicht geklärt. Es können entweder Ergänzungsbeiträge erhoben werden oder die Abwassergebühren erhöht werden. Der Wasserpreis, der alle vier Jahre kalkuliert werde, werde zukünftig wieder ansteigen.
  • Hundetoiletten Die Hundetoiletten waren auch ein Thema der Versammlung. Einzelne Hundehalter würden sich nicht daran halten, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu entfernen. Andere würden die Kotbeutel in der freien Flur liegen lassen oder im Mülleimer am Spielplatz entsorgen. Jäckle appellierte an die Hundehalter, die Beutel daheim in der Mülltonne zu entsorgen. Dank galt den Ehrenamtlichen, die sich um die Hundetoiletten kümmern.
  • Baugebiet Das Baugebiet Steinriesel II liegt derzeit auf Eis, nachdem vom Bund Naturschutz eine Feldlerche in diesem Gebiet vermutet wird. Ferner ist in Lauterbrunn am ehemaligen Sportplatz ein Gewerbemischgebiet geplant, für das es bereits zwei Bewerber gibt.
  • Bienen Fraglich sei, wie sich das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ auf solche Projekte und Vorhaben auswirke. Die von der Gemeinde geplante Blumenwiese könne nach den Vorgaben des Volksbegehrens beispielsweise nicht eingesät werden, da man die Fläche zunächst in einen Acker umwandeln müsse und dann – nach dem 15. März – walzen müsse, erklärte Jäckle.
  • Hochwasserschutz Weiterhin große Verzögerungen gibt es bei den Planungen für den Hochwasserschutz. Diese seien durch das Ingenieurbüro bedingt, sagte Jäckle.
  • Spiel- und Sportmöglichkeiten Am neuen Gemeindestadel ist geplant, den Vorplatz mit Spiel- und Sportmöglichkeiten auszustatten. Dies soll mit den Jugendlichen gemeinsam geplant werden.
  • Jugendarbeit Jugendbeauftragte Ulrike Wiedemann referierte über die Jugendarbeit der Gemeinde. Ein Vorzeigeprojekt sei wieder das Ferienprogramm gewesen. Wiedemann lobte außerdem die hervorragende digitale Ausstattung der Grundschule. „Wir haben nicht so lange geschlafen“, meinte sie.
  • Kindergarten Eine Bürgerin fragte, ob im neuen Kindergartenjahr alle neu angemeldeten Kinder aufgenommen werden können. Hintergrund ist, dass drei Flüchtlingskinder – darunter ein Vorschulkind – derzeit nicht betreut werden können. Der Bürgermeister antwortete, dass er die exakten Zahlen nicht kenne und hier keine Auskunft geben könne.
  • Helferkreis Eine Bürgerin bat außerdem um Unterstützung für den Helferkreis. Sie erklärte, dass es schön wäre, wenn jemand einmal wöchentlich einen Fahrdienst übernehmen könne oder mit den Kindern eine Stunde spielen würde.
  • Straßenausbau Franz Unmann erkundigte sich nach dem Ausbau der Straße zwischen Heretsried und Lauterbrunn. Dieser werde auf jeden Fall erst nach dem Ausbau nach Holzhausen stattfinden, sagte Bürgermeister Jäckle.
  • Einwohnerzahlen Heretsried wächst. Wurden im Jahr 2017 984 Einwohner gezählt, waren es im vergangenen Jahr 1004.
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