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27.05.2015

Die neue Volksschule

Warum eine Schulart besonders in ländlichen Regionen so beliebt ist

Der Diplom-Statistiker Christian Rindsfüßer bringt es auf den Punkt: „Die neue Volksschule in Bayern ist die Realschule“, sagte er jetzt bei einem Pressegespräch anlässlich der jüngsten Sozialraumanalyse für den Landkreis Augsburg. Die dort aufgeführten Zahlen rund um das Bildungsverhalten bestätigen den Trend, den die Anmeldungen an Realschulen und Gymnasien vermuten lassen: Diese Schulen bleiben noch stabil trotz rückläufiger Schülerzahlen. Denn immer mehr Kinder besuchen die höheren Schularten. Gerade in ländlichen Regionen Bayerns, so Rindsfüßer, sei die Realschule inzwischen sehr beliebt – was wohl oft auch mit einer guten Erreichbarkeit zusammenhänge.

Bleibt, rein rechnerisch, eine Schulart, die mit immer weniger Schülerinnen und Schülern kalkulieren muss: die Mittelschulen. Sie sind, den Schülerzahlen nach, im gesamten Landkreis in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel kleiner geworden. „Nur noch zwei von sieben Kindern bleiben auf der Mittelschule“, erläutert Hannes Neumeier, Leiter der pädagogischen Jugendhilfe im Landratsamt und Auftraggeber der Sozialraumanalyse. Im Schuljahr 2003/04 besuchten 6424 Kinder aus dem Landkreis die damalige Hauptschule, zehn Jahre später waren es nur noch 4583. Zugenommen haben die Gymnasiasten in absoluten Zahlen im gleichen Zeitraum von 4309 auf 4851.

Der absolute Gewinner, wie vor allem in den anderen ländlichen Regionen Bayerns, ist aber die Realschule. Ihre Schülerzahlen stiegen im gesamten Landkreis von 4399 im Schuljahr 2003/04 auf 5201 im Schuljahr 2013/14. (jah)

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