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Aktion

08.10.2012

Die richtige Kleidung und die nötige Konzentration

Viel Spaß haben die Jugendlichen beim Anprobieren der Schießkleidung und bei der Suche nach der richtigen Größe. Von links: Matthias Hammerl, Julia Hilble, Jugendleiter Michael Stiglmeir und Julia Berchtenbreiter.
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Viel Spaß haben die Jugendlichen beim Anprobieren der Schießkleidung und bei der Suche nach der richtigen Größe. Von links: Matthias Hammerl, Julia Hilble, Jugendleiter Michael Stiglmeir und Julia Berchtenbreiter.

In Allmannshofen stellen die Schützen beim Tag der offenen Tür ihren Verein, den Schießsport und die neuen Räumlichkeiten vor

Allmannshofen Gut gelaunt ist Julia Hilble, als sie am Sonntag in Allmannshofen zusammen mit Matthias Hammerl, Julia Berchtenbreiter und Jugendleiter Michael Stiglmeir die Schießjacken anprobiert. Obwohl das Kleidungsstück, das sie genommen hatte, noch viel zu groß ist, strahlt sie über das ganze Gesicht. Mit zwölf Jahren darf sie zu den Schützen, darauf freut sie sich.

Wie Julia Hilble nutzten viele Interessierte die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür anlässlich der Aktion „Ziel im Visier“ (siehe Infokasten) bei den „Gemütlichkeitsschützen“ Allmannshofen vorbeizuschauen. Die Besucher schlenderten durch das umgebaute Vereinsheim, sahen sich die Präsentation über das Vereinsgeschehen an und genossen Kaffee und Kuchen. „Wir hoffen, dass vielleicht das ein oder andere Mitglied neu hinzukommt oder dass einer sich wieder mehr am Vereinsgeschehen beteiligt, der länger nicht mehr so aktiv war“, erklärt Vorsitzender Wilhelm Abt.

Für die Ausbildung ist Jugendleiter Michael Stiglmeir zuständig: „Wir zeigen den Jugendlichen nicht nur, wie sie das Gewehr richtig halten, wir geben ihnen auch Tipps zum richtigen Stand und sie lernen viel über Sicherheit im Umgang mit dem Gewehr.“ Zweiter Vorsitzender Richard Stiglmeir meint außerdem: „Wir würden uns auch über Neubürger freuen, die Anschluss suchen.“

Wer zum Schützenverein kommt, müsse sich keine Sorgen über hohe Ausgaben für das Gewehr und die Schießkleidung machen, betonen die Verantwortlichen. „Die Ausrüstung wird gestellt. Wir haben zehn vereinseigene Gewehre, die auf dem neuesten Stand der Technik sind, für Rechts- und Linkshänder. Und Schießjacken und -hosen“, ergänzt Wilhelm Abt.

Werbung ist wichtig. Im vorigen Jahr habe der Verein rund 70 Jugendliche am Ort angeschrieben, 15 seien zum Schnuppern gekommen, sieben davon seien geblieben, erzählt Michael Stiglmeir. „Jeden Mittwoch findet das Training statt. Wichtig dabei ist, dass die Jugendlichen ruhig werden. Nur dann haben sie beim Schießen Erfolg.“ Um die Gemeinschaft zu fördern, finden während des Jahres Aktionen statt wie eine Radlrallye oder Kino-Besuche. Für die Erwachsenen wird ein Dorfpokalschießen organisiert. „Viele nutzten die Gelegenheit und sind begeistert“, weiß Abt.

Über 100 Mitglieder hat der Schützenverein im Dorf mit 840 Einwohnern. Regelmäßig zu den Wettkämpfen fahren durchschnittlich zwölf bis 14 Schützen. Sie trainieren an den zehn Schießständen im Untergeschoß des Bürgerhauses, in dem die Schützen seit 1991 ihr Vereinsheim haben. Im Sommer des vergangenen Jahres haben sie es erweitert. „Wir brauchten mehr Platz zum Umkleiden und Ablagemöglichkeiten für die Gewehre“, sagt Kassierer Daniel Hilble. Wenn eine Gastmannschaft – womöglich mit 20 Leuten – zum Schießen kam, war es zuvor zu eng.

Nachdem der Rohbau erstellt war, haben die Schützen den Ausbau in Eigenleistung durchgeführt. Zur Finanzierung hätten sie einen Zuschuss von der Gemeinde und eine Spende von einer Bank erhalten“, ist Wilhelm Abt froh über die Unterstützung. Und vor allem über die neu geschaffenen guten Voraussetzungen für den Schießsport in Allmannshofen.

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