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Landkreis Augsburg

17.10.2018

Die zwei Neulinge im bayerischen Landtag

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Max Deisenhofer kommt als Neuling in den bayerischen Landtag.
Bild: Marcus Merk

So bereiten sich Fabian Mehring und Max Deisenhofer auf den Start als Abgeordnete in München vor.

Seit Dienstagmittag steht fest, welche acht Kandidaten aus dem Augsburger Land in den bayerischen Landtag nach München kommen. Von der CSU haben Carolina Trautner aus Stadtbergen, Georg Winter aus Höchstädt und Johannes Hintersberger aus Augsburg die meisten Stimmen erhalten. Mit dabei sind außerdem Johann Häusler aus Biberbach (Freie Wähler), Simone Strohmayr aus Stadtbergen und Harald Güller aus Neusäß (beide SPD). Für zwei Kandidaten ist es das erste Mal, dass sie als Abgeordnete nach München gehen: von den Freien Wählern Fabian Mehring aus Meitingen und Maximilian Deisenhofer von den Grünen.

Alles soll zackig vorangehen

Wer Fabian Mehring am Dienstagnachmittag gratulieren wollte, der traf ihn mit Sektglas im Wertinger Parteibüro. „Wir wollten alle gemeinsam noch mal auf unseren Erfolg anstoßen.“ Nach sechs Wochen Wahlkampf kam der 29-Jährige aus Meitingen das erste Mal zum Luftholen. „Das war wie nach einer Uniklausur. Man hat alles gegeben, jetzt ist es erst mal vorbei und man kann die kurze Ruhe genießen.“

Trotzdem bleibt ihm nicht viel Zeit, um zu verschnaufen. Einen Tag nach dem Wahlsonntag leitete er eine Fraktionssitzung im Augsburger Kreistag, am Dienstag ging es nach München zu ersten Fraktionssitzung der Freien Wähler. „Nachdem wir jetzt in der Regierung mitverhandeln, wollen wir, dass alles zackig vorangeht. Für mich ist das ein Privileg, dass ich mit dabei sein darf“, sagt Mehring.

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Als Grüner natürlich nur mit dem Zug pendeln

Offiziell geht es für Fabian Mehring am 5. November mit der Landtagsarbeit los. Dafür wird er in der Region ein eigenes Stimmkreisbüro einrichten und Mitarbeiter einstellen. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wird er zu den Sitzungen nach München pendeln, den Rest der Woche verbringt er im Landkreis. „Das ist mir sehr wichtig. Denn ich will meine ehrenamtlichen Mandate genauso wie die Arbeit im Verein unbedingt behalten.“

Ähnlich hat es auch Max Deisenhofer – der zweite Landkreis-Neuling im Landtag – von den Grünen geplant. „Ich will nicht meinen gesamten Lebensmittelpunkt nach München verlagern. Schließlich bin ich hier in der Region verwurzelt.“ Deshalb wird der 31-jährige Augsburger die drei Tage in den Landtag pendeln, „aber als Grüner natürlich nur mit dem Zug von Augsburg aus“.

Das Gefühl wie am ersten Schultag

In den kommenden drei Wochen, bis die Arbeit richtig losgeht, hat er genau wie Mehring einen vollen Terminplan: Abgeordnetentreffen, Klausur- und Fraktionssitzungen. „Ich bin super gespannt auf die neue Arbeit. Man fühlt sich bestimmt wie am ersten Schultag.“

Der Berufsschullehrer aus Augsburg feierte seinen Wahlerfolg am Sonntag auf der Grünen-Wahlparty, am Montag ging es für ihn ganz normal ins Klassenzimmer. Dort freute er sich mit seinen Schülern über den Erfolg und besprach mit ihnen die Ergebnisse der Landtagswahlen. „Wir hatten alle ein lachendes und ein weinendes Auge. Einerseits haben die Schüler es mir gegönnt, andererseits sind sie traurig, dass ich gehe – und ich auch. Denn mein Job hat mir viel Spaß gemacht.“

Deisenhofer hofft jetzt, dass ihm die neue Arbeit genauso viel Freude bereitet wie die alte an der Berufsschule. In den nächsten Wochen will er sich innerhalb der Grünen-Fraktion ein Themengebiet suchen, auf das er sich spezialisieren kann. „Ich bin Sportler durch und durch. Ich würde mich gerne für die Ehrenamtlichen im Sport einsetzen. Aber auch Medien und politische Bildung halte ich für wichtige Themen.“

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