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Diedorf
22.09.2016

Freiwilligendienst: Vom Markt Diedorf in eine indische Millionenstadt

Der Rucksack ist gepackt, der Reiseführer liegt bereit: Am Sonntag startet die 18-jährige Lucia aus Langweid in ihr großes Abenteuer. Ein Jahr lang wird sie in einem Kinderheim in Indien arbeiten.
Foto: Andreas Lode

Elf Monate lang wird Lucia Leitner in einem Kinderheim in der westindischen Metropole Aurangabad arbeiten. Dabei wollte sie ursprünglich nach Kanada.

Den Schulabschluss hat Lucia in der Tasche, jetzt zieht es sie in die weite Welt. Ihr Leben im beschaulichen Markt Diedorf lässt die 18-Jährige für die nächsten elf Monate hinter sich. Aus der 10000 Einwohner-Gemeinde macht sie sich auf den Weg nach Indien – mitten hinein in eine Millionenstadt.

Lucia wird ein freiwilliges soziales Jahr im westindischen Aurangabad verbringen und dort in einem Kinderheim arbeiten. Die Kinder dort sind noch klein, von wenigen Tagen bis sechs Jahre alt. „Viele der Kinder werden adoptiert, oft auch ins Ausland“, sagt Lucia. „Neben meinen alltäglichen Aufgaben dort soll ich ihnen auch unsere westlichen Lebensgewohnheiten zeigen.“ Zum Beispiel, wie man mit Messer und Gabel umgeht.

Vorbereitungen auf Hochtouren

Der Plan, nach Indien zu gehen, ist erst vor zwei Monaten entstanden. Seitdem laufen Lucias Vorbereitungen auf Hochtouren. „Ursprünglich wollte ich nach Kanada, um mein Englisch zu verbessern“, erinnert sich Lucia lachend. Eine Organisation, die junge Menschen in Ausland sendet, schlug ihr dort einen Platz vor, bei dem sie mit behinderten Erwachsenen hätte arbeiten sollen. „Meine jetzige Organisation hat mir kurz danach einen Platz in einem indischen Kinderheim angeboten“, sagt sie. Nicht nur der Punkt, dass sie gerne mit Kindern arbeitet, hat sie die Entscheidung zugunsten Indien fällen lassen. „Ich habe außerdem keinen Führerschein“, sagt sie schmunzelnd. „Wer weiß, wo ich in Kanada gelandet wäre. Das Land ist so groß – da kann man ohne Führerschein ganz schön aufgeschmissen sein.“ Statt schneebedeckter Weiten in Nordamerika geht es jetzt also nach Asien, mitten hinein in eine indische Metropole.

„Aurangabad zählt in Indien als Kleinstadt“, erklärt Lucia. Dabei leben dort knapp 1,2 Millionen Menschen, also fast so viele wie in München. Doch im Land mit der zweitgrößten Bevölkerung weltweit ist alles ein bisschen anders. Auf der Liste der größten Städte in Indien liegt Aurangabad auf Platz 32.

Gleich drei neue Sprachen

Im westindischen Bundesstaat Maharashtra, wo Aurangabad liegt, sprechen die meisten Menschen Marathi. Die Sprache unterscheidet sich von Hindi, das neben Englisch offizielle Amtssprache Indiens ist. Lucia wird also nicht nur Englisch sprechen müssen, sondern nebenbei auch noch Hindi und Marathi lernen. „In Hindi möchte ich einen Sprachkurs machen“, sagt sie. „Und in Marathi werde ich wohl zumindest so viele Wörter lernen, dass es reicht, um mit den Kindern zu sprechen.“

Lucia wird sich also in einem fremden Land zurechtfinden müssen, dessen Sprache sie noch nicht spricht. „Ich bin schon ein bisschen nervös. Schließlich weiß ich gar nicht, was mich erwartet. Ich versuche, einfach nicht zu viel darüber nachzudenken.“ Nach ihrer Ankunft in Aurangabad muss sie sich gemeinsam mit einer anderen Freiwilligen zunächst eine Wohnung suchen. Was für viele 18-Jährige schon in Deutschland eine Herausforderung ist, muss Lucia also in Indien meistern. „Ich glaube, wir müssen uns einen Makler suchen, der uns dabei hilft“, erzählt sie und lacht.

Lucias erste große Reise

Und noch etwas ist unterschiedlich im Vergleich zu Deutschland: „Die Rolle der Frau ist in Indien ganz anders, daran werde ich mich erst gewöhnen müssen“, sagt die 18-Jährige. Ihre Beine müssen ständig bedeckt sein, ebenso ihre Schultern. „Im Top rumlaufen geht gar nicht.“

Lucias Abenteuer in Indien ist gleichzeitig auch ihre erste große Reise, wie sie lachend erzählt: „Bisher bin ich noch nicht über Italien hinausgekommen.“

Info: Ihr wollt Lucia unterstützen?

Für ihren Aufenthalt in Indien muss Lucia einen Helferkreis aufbauen, der die Arbeit ihrer Organisation bezuschusst. Wer ihr dabei helfen möchte, kann sich für weitere Informationen per E-Mail an luciatabea@gmail.com an sie wenden.

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