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Diedorf

09.10.2018

Diedorf: Trinkwasser ist wieder sicher

Das Wasser ist somit für die Gesundheit vollkommen unbedenklich und hat Trinkwasserqualität.
Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Mit sofortiger Wirkung hebt das Gesundheitsamt das Abkochgebot auf. Die Chlorung geht jedoch weiter. Jetzt werden die Hausanschlüsse geprüft.

Spätestens seit heute morgen sollten die Diedorfer Bescheid wissen. Ein gelber Zettel im Briefkasten verkündet das Ende des Abkochgebots. Bürgermeister Peter Högg erklärt, dass am Dienstagmorgen die Zustimmung aus dem Gesundheitsamt kam: Die Chlorwerte im Diedorfer Wassernetz sind stabil zwischen 0,1 und 0,4 Milligramm pro Liter. Trotzdem hat das Rathaus nicht die Korken knallen lassen: „Das ist nur ein Etappenziel“, erklärt Bürgermeister Högg.

Die Chlorung des Diedorfer Wassers wird weitergehen

Die vom Gesundheitsamt angeordnete Sicherheitschlorung ist nun erfolgreich. „Die zugesetzte Chlorkonzentration entspricht den gesetzlichen Werten der Trinkwasserverordnung“, erklärt die Gemeinde auf ihrer Homepage. Das Leitungswasser ist somit „für die Gesundheit vollkommen unbedenklich und hat Trinkwasserqualität.“ Die einzige Ausnahme könnte eine Chlorallergie sein, die aber nur in den seltensten Fällen bestehen, so die Meldung. Nur für Aquarien und ähnliche Anlagen eignet sich das gechlorte Wasser nicht, „da dies gegebenenfalls für die Tiere nicht verträglich ist.“

Die Chlorung des Diedorfer Wassers wird nun weitergehen, so lange das gesamte Leitungsnetz „auf dem Prüfstand steht“, sagt der Bürgermeister. Auch in einer Mitteilung aus dem Landratsamt heißt es, dass die Sicherheitschlorung notwendig sei, „damit auch während der Sanierungsarbeiten eine mögliche Gesundheitsgefährdung der Bürgerinnen und Bürger ausgeschlossen werden kann.“

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Bürgermeister Peter Högg, der gestern Nachmittag gerade von einem Ortstermin zurückgekommen ist, erklärt: „Wir brauchen jetzt die Mithilfe der Bürger.“ Er habe zusammen mit seinem Wassermeister mit Anwohnern in Anhausen gesprochen, bei denen eine Leitung umgebaut werden muss. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Abkochgebot und der Chlorung. Es sollen „erste Verbesserungen am Leitungsnetz vorgenommen werden“, so Högg. Das Gespräch mit den Anhausern beschreibt der Bürgermeister als „entspannt und sehr verständnisvoll.“

Spätestens im Frühjahr 2019 will die Gemeinde alle privaten Anschlüsse und Leitungen überprüft haben

Das gesamte Wassernetz der Gemeinde muss jetzt überprüft werden. Das gilt auch für Hausanschlüsse und private Installationen. es darf zum Beispiel kein Wasser aus dem heimischen Netz zurück in die öffentlichen Leitungen fliesen. Auch die Verbindungen zu privaten Brunnenanlagen oder Zisternen könnten laut Gemeinde ein Problem darstellen, ebenso die Leitungen zur Versorgung von Heizungsanlagen. Bürgermeister Högg warnt außerdem vor „Totleitungen“, aus denen über einen längeren Zeitraum kein Wasser entnommen wurde. Diese müssten gegebenenfalls zurückgebaut werden.

Spätestens im Frühjahr 2019 will die Gemeinde alle privaten Anschlüsse und Leitungen überprüft haben. „Wie wir es bereits in Biburg und Willishausen getan haben, werden wir von Haus zu Haus gehen“, sagt Peter Högg. Schon heute soll es losgehen. Wo Mängel festgestellt werden, ist der Besitzer für die Reparatur verantwortlich.

Erleichtert ist man in Diedorf trotzdem nicht nur in der Verwaltung

Damit das Gesundheitsamt grünes Licht für den Stopp der Chlorung gibt, reicht die Überprüfung der Leitungen allerdings nicht aus. Die Gemeinde Diedorf muss unter anderem eine Risikoanalyse und Gefährdungsbewertung vorlegen, deren Erstellung einige Monate dauern kann. Auch Tiefbrunnen und Hochbehälter müssen im Rahmen der Sofortmaßnahmen ertüchtigt werden. Im Werkausschuss der Gemeinde war von einem Ende der Chlorung frühestens im dritten Quartal 2019 die Rede.

Erleichtert ist man in Diedorf trotzdem nicht nur in der Verwaltung: „Wir sind froh wieder die gewohnte Bequemlichkeit bieten zu können“, sagt die Pressesprecherin des Kursana Pflegeheims. Ähnlich geht es den Erziehern der Kindertagesstätte in Lettenbach: Über Monate mussten sie jeden morgen große Töpfe voll Wasser vorbereiten (wir berichteten). Das ist jetzt vorbei. Nur für das Planschbecken, das die Villa Kunterbunt im Sommer eigentlich immer im Garten stehen hatte, ist es jetzt zu spät.

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