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Diedorf

03.09.2019

Diedorfer Maschinen gehen in die ganze Welt

David Rosas und Anita Rosas Wolf verkaufen Maschinen zum Druck und zur Weiterverarbeitung von Papier. 
Bild: Marcus Merk

Plus Das Ehepaar Rosas Wolf führt in Diedorf die Rosas Maschinenbau GmbH. Wieso es ihnen wichtig ist, ein familiäres Unternehmen zu bleiben.

Die Vereinigten Staaten, Chile und Südafrika: In all diesen Ländern stehen Produkte aus Diedorf. Das Unternehmen Rosas Maschinenbau verkauft seine Maschinen zum Druck und zur Weiterverarbeitung von Papier und Folie in die gesamte Welt, natürlich auch innerhalb Deutschlands und des Landkreises Augsburg.

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Geschäftsführer David Rosas Wolf beschreibt stolz die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Im Jahr 2000 habe man die weltweit schnellste Streifenklebemaschine entwickelt, diese werde zur Fertigung von Brettspielen genutzt. Seit 2008 gebe es die RSB-Bogenstanzmaschine. Mit dieser können 500 Millionen Etiketten im Jahr für Lebensmittelverpackungen produziert werden. Außerdem fertige das Unternehmen sichere Verpackungen für die Pharmaindustrie, erklärt Rosas Wolf den Tätigkeitsbereich seines Betriebs.

Seit dem Jahr 2000 ist man eine GmbH

Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1980. Damals habe der Vater von Rosas Wolf, Alfredo Rosas, das Maschinenbauunternehmen gegründet. Der Sohn und heutige Geschäftsführer, David Rosas Wolf, sei nach dem Studium und einer Ausbildung bei Erhardt + Leimer in den Betrieb eingestiegen. Seit dem Jahr 2000 sei man nun eine GmbH, und seit 2007 befinde sich das Unternehmen an seinem heutigen Standort in der Keimstraße in Diedorf, skizziert Rosas Wolf die Geschichte.

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Seine Frau, Anita Rosas Wolf, ist hingegen Quereinsteigerin. Sie ist ursprünglich Erzieherin gewesen und hat einen Kindergarten geleitet. Zunächst hat sie halbtags in der Firma mitgearbeitet. In dieser Zeit habe sie sich viel angeeignet und sich weitergebildet, erzählt Anita Rosas Wolf. Mittlerweile sei sie voll in dem Unternehmen beschäftigt und für die administrativen Aufgaben verantwortlich. Ihr Mann schildert, wie ein Geschäft typisch ablaufe: Zunächst erstelle er dem möglichen Kunden ein Konzept, wenn dieser zufrieden sei, gebe es ein erstes Budgetangebot. Bei erneuter Einigung komme es zum konkreten Angebot und am Ende stehe der Auftrag. Die Dauer des sich anschließenden Entwicklungsprozesses kann variieren, dauert aber Monate.

Die familiäre Komponente ist sehr wichtig

Aktuell beschäftigt das Diedorfer Unternehmen zwölf Mitarbeiter, hauptsächlich Maschinenbauer und Elektrotechniker. Die relativ kleine Betriebsgröße sieht Geschäftsführer Rosas Wolf als Vorteil: „Wir sind schneller und effizienter als andere Unternehmen in unserer Branche“, erklärt er. Und fügt hinzu: „Außerdem ist die familiäre Komponente sehr wichtig.“ In einem kleineren Unternehmen habe man engere Bindungen untereinander, es könne ein Mitarbeiter eher aufgefangen werden oder diesem eine zweite Chance gegeben werden.

Erst letztes Jahr habe er einen syrischen Flüchtling als Auszubildenden in seinem Betrieb beschäftigt. Dieser sei ein sehr motivierter und fleißiger Mitarbeiter gewesen. Rosas Wolf habe ihn aber aus der ersten Funktion rausnehmen müssen, die sprachlichen Hürden seien einfach zu groß gewesen. Anschließend habe er ihn in einem anderen Anstellungsverhältnis jedoch wieder in die Firma aufgenommen. Landrat Martin Sailer machte sich jüngst zusammen mit Bürgermeister Peter Högg ein Bild von dem Unternehmen. Sailer bedankte sich bei Rosas Wolf, dass die Firma offen für Menschen mit einer schwierigeren Biografie sei.

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