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Landkreis Augsburg

01.07.2020

Diese Dienstwagen fahren die Bürgermeister im Augsburger Land

Nach einer hitzigen Debatte bekommt Aystettens Bürgermeister einen neuen Dienstwagen. Einige Kollegen nutzen private Autos, andere das Fahrrad. Das sind die Regeln.
Bild: Holger Hollemann, dpa (Symbolbild)

Plus Nach einer hitzigen Debatte bekommt Aystettens Bürgermeister einen neuen Dienstwagen. Einige Kollegen nutzen private Autos, andere das Fahrrad. Das sind die Regeln.

Der Wunsch nach einem Dienstwagen führte zu einer hitzigen Debatte in Aystetten. Nun ist klar: Bürgermeister Peter Wendel bekommt ein neues Elektroauto. Stellt sich die Frage: Wie erledigen die anderen Bürgermeister im Augsburger Land ihre Dienstreisen?

Laut Gesetz hat ein Bürgermeister Anspruch auf einen Dienstwagen oder eine monatliche Pauschale. Dafür wird drei Monate lang Buch geführt. Für jeden Kilometer erhält er dann 35 Cent. Für gewöhnlich ist eine Pauschale für die Stadt günstiger und für die Verwaltung einfacher als die Anschaffung eines Dienstwagens. In Kühlental, dem kleinsten Ort unseres Landkreises, fährt Bürgermeisterin Iris Harms einen Mitsubishi Outlander. Damit bestätigt sie diese Regel. Sie ist mit ihrem privaten Auto unterwegs und bezieht dafür eine monatliche Pauschale von 110 Euro.

Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle fährt Mercedes

Den anderen Regelfall findet man in der größten Stadt unseres Landkreises: Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle fährt einen Dienstwagen. Momentan ist er in einem Mercedes unterwegs, bald steht aber ein Wechsel an. Der Stadtrat beschließt, ob und welches Auto gefahren wird. Gersthofen legt dabei viel Wert auf die Umwelt: Bisher wird ein Hybridwagen gefahren, der nächste soll auch ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug werden, wie alle Autos in der Flotte des Ortes.

Diese Dienstwagen fahren die Bürgermeister im Augsburger Land
Die Kommunen setzen auch bei Dienstwagen immer mehr auf Elektrofahrzeuge.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Andere Politiker wiederum verzichten auf beides und zahlen aus der eigenen Tasche. Bürgermeister Paulus Metz aus Stadtbergen hat weder einen Dienstwagen, noch bezieht er die Pauschale. Privat ist Metz auf eigene Kosten in seinem Mercedes unterwegs. Nur anfallende Parkgebühren übernimmt die Stadt.

Die Stadt Bobingen hat zwei Dienstfahrräder

Für Bobingens neuen Bürgermeister Klaus Förster ist bisher unklar, ob ein Dienstwagen oder eine Fahrtenpauschale besser wären. Zu Beginn seiner Amtsperiode wolle er sich zunächst um „wichtigere Angelegenheiten“ kümmern. Bisher hat die Stadt Bobingen zwei Dienstfahrräder, die von Förster genutzt werden können.

Königbrunns Bürgermeister Franz Feigl soll am liebsten mit dem Fahrrad fahren, sagt ein Sprecher Stadt. Zwar hat der Bürgermeister einen Mercedes zur Verfügung, doch der stehe die meiste Zeit in der Garage. Nur für weit entfernte Termine greife Bürgermeister Feigl auf den Dienstwagen zurück.

Eine ganze Flotte an Autos für die Abgeordneten im Bundestag

Sportlich unterwegs war – nach eigenen Angaben – auch Hansjörg Durz während seiner Zeit als Bürgermeister von Neusäß. Bevorzugt habe er Termine in der Gegend zu Fuß erledigt, sagt er. Im Bundestag kann er jetzt den Fahrdienst nutzen. Zwar verfügen die Abgeordneten nicht über eigene Dienstwagen, verschiedene Dienstleister bieten aber auf Abruf jederzeit einen Fahrservice. In Spitzenzeiten muss dieser bis zu 120 Fahrzeuge gleichzeitig einsetzen können. Das ist vertraglich festgelegt. Die Flotte besteht aus verschiedenen Audi-, BMW- und Mercedes-Modellen, von denen einige elektrisch betrieben sind. 2019 kostete dieser Fahrdienst den Bundestag über sieben Millionen Euro.

Fuhrpark im Landratsamt kostet monatlich rund 20.000 Euro

Im Vergleich dazu ist das Landratsamt geradezu günstig. Monatlich kostet der Fuhrpark um die 20.000 Euro. Das Landratsamt verfügt über eine Flotte von 60 Leasingfahrzeugen. Zum Großteil handele es sich dabei aus finanziellen und praktischen Gründen um Kleinwagen, teilt die Behörde mit. Seit Frühjahr 2019 gibt es das erste E-Auto. Bald soll es aber mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge geben. Auch drei Dienstfahrräder gibt es, von denen zwei E-Bikes sind. Im Einzelfall beziehen einige auch eine Fahrtkostenpauschale, was für das Landratsamt in der Regel die günstigere Variante ist.

Für Landrat Martin Sailer steht übrigens ein geleaster BMW zur Verfügung. Für längere Dienstreisen nutze er aber den öffentlichen Fernverkehr, teilt einer seiner Sprecher mit.

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