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Neusäß

22.11.2019

Diese Investitionen plant Neusäß für die kommenden Jahre

Das Feuerwehrhaus soll einen Anbau bekommen.
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Das Feuerwehrhaus soll einen Anbau bekommen.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Die Stadt Neusäß nimmt in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro in die Hand. Auch wenn die Gewerbesteuer bei Weitem nicht so hoch wie in Gersthofen ist.

Der Neubau der Schule und der Turnhalle in Westheim ist der dickste Brocken, den die Stadt Neusäß in den nächsten Jahren stemmen will. Mehrere Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Die Stadt will die Grundschule mit Halle und das benachbarte Feuerwehrhaus nicht sanieren, sondern neu bauen, inklusive Ausweichgebäude in der Nachbarschaft. Ein Blick in den Vermögenshaushalt und den Investitionsplan für die nächsten Jahre zeigt die weiteren größeren Posten:

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Die Akustik im Sitzungssaal des Rathauses soll besser werden

Immer wieder gibt es von Bürgern Beschwerden, dass die Akustik bei Sitzungen schlecht ist und sie wenig verstehen. Der neue Stadtrat soll über den Umbau des Saales im Rathaus entscheiden. Neben einer besseren Akustik geht es um die technische Ausstattung, eine Klimaanlage und den Fußboden. 100.000 Euro stehen dafür im Jahr 2021 zur Verfügung.

Feuerwehr Neusäß erhält neue Geräte und Maschinen

Die Feuerwehr Neusäß bekommt Geräte und Maschinen im Wert von 90.000 Euro. Der größere Posten ist allerdings der für die Planung des Umbaus und Anbaus für das Feuerwehrhaus (900.000 Euro). Die Baumaßnahme wird in den folgenden Jahren noch geschätzt sechs Millionen Euro kosten.

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Das Feuerwehrhaus soll einen Anbau bekommen.

Eine halbe Million Euro für das Feuerwehrhaus in Westheim

Eine halbe Million Euro ist im nächsten Jahr für den Bau des Feuerwehrhauses in Westheim eingestellt. Die drei folgenden Jahre dann jeweils noch einmal 700.000 Euro. Westheim bekommt auch eine neue Sirene. Eine die auf beiden Seiten der Bahnlinie zu hören sein wird, erklärte Bürgermeister Richard Greiner.

Die Neusässer Schulen erhalten Glasfaseranschluss

Die Neusässer Schulen werden alle ans Glasfasernetz angeschlossen. Am teuersten kommt dies wegen der langen Wege in Täfertingen. Hier wird die Stadt zu dem staatlichen Zuschuss einen Betrag drauflegen. 125 Tablets werden an die Schulen verteilt. Bevor weitere angeschafft werden, wolle man in Rücksprache mit den Lehrern erst einmal schauen, wie sich das Ganze bewährt, so Greiner.

Alle Schulen erhalten einen Glasfaseranschluss.

In der Ägidiusschule bekommt der Essensraum für die Mittagsbetreuung eine Lüftung. Auch wird die Gartenhütte ersetzt.

Die Grund- und Mittelschule erhält neue Garderoben. Eine halbe Million kostet im nächsten Jahr der Beginn des Baus für die Offene Ganztagsschule.

Beim Stereoton soll es überdachte Plätze geben.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Die Besucher des Jugendkulturhaus Stereotons in Neusäß können sich künftig auf überdachte Plätze im Außenbereich setzen.

Konzept für neuen Spielplatz soll im Stadtrat vorgestellt werden

FW-Stadtrat Wolfgang Weiland erkundigte sich nach einem zweiten Spielplatz in Westheim. Bürgermeister Greiner sagte, dass im Zusammenhang mit der Neuen Mitte auch an einen Spielplatz gedacht werde – allerdings mit Geräten für alle Generationen. Das Konzept werde den Stadträten dann vorgestellt.

Neuer Kindergarten kostet fast zwei Million Euro

Der neue städtische Kindergarten in der Oskar-von-Miller-Straße kostet im nächsten Jahr noch einmal 1,7 Millionen Euro, dann sei der Bau fertig finanziert, sagte Stadtkämmerer Ulrich Zillner.

Die in die Jahre gekommene Spielekombination für den Kindergarten in der Westheimer Straße wird erneuert (30.000 Euro) und die Sandspielfläche neu eingefasst (6000 Euro). Der Kindergarten in der Ulmer Straße in Steppach bekommt für 7500 Euro ein Spielgerät für die Krippenkinder.

Für die Grünanlage an der Bgm.-Madlener-Allee sind 20.000 Euro eingeplant. Im Schmutterpark soll im Jahr 2021 der Steg saniert werden (100.000 Euro). Der Bau des Bienenparks soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden.

Untersuchung für Radweg entlang der Bahnlinie in Westheim dauert bis 2025

Der Radweg Hauserinsel-Krautgartenweg soll im nächsten Jahr gebaut werden (180.000 Euro). Bürgermeister Greiner machte wenig Hoffnung, dass es mit einem Radweg entlang der Bahnlinie in Westheim in Kürze etwas werden wird. Die Bahn habe ja mehrfach mitgeteilt, dass die Untersuchungen für den Ausbau der Strecke Augsburg-Ulm erst im Jahr 2025 fertig sein würden. Greiner: „Bis dahin wird es für uns rechts und links der Bahnlinie keinen Millimeter geben.“

Die Planung für den Umbau in der Landrat-Dr.-Frey-Straße (unter anderem neue Busspur) soll 2021 starten. Genauso wie die Planung der Sanierung der Täfertinger Straße und der Westheimer Straße.

Die Querungshilfe wird in der Daimlerstraße ausgebaut.

30.000 Euro kostet nächstes Jahr der Ausbau der Querungshilfe für Fußgänger in der Daimlerstraße. In der Ulmer Straße wird ein Buswartehäuschen gebaut (22.000 Euro). Die Schulbus-Haltestelle in der Dr.-Rost-Straße wird umgebaut. Eine Querungshilfe und eine barrierefreie Bushaltestelle bekommt auch die von-Rehlingen-Straße.

Die Planung und die Gelder für die Brücke „Kirchenweg“ in Hainhofen sind da. Laut Stadtbaumeister Dietmar Krenz warte man jetzt nur noch auf Genehmigungen des Naturschutzes und des Wasserrechts.

Das Geld für den Umbau des Steppacher Dreiecks ist im Haushalt eingeplant.

370.000 Euro ist für neues Gewerbegebiet-Nord eingeplant

Mit 370.000 Euro wird die Erschließung des neuen Gewerbegebiets-Nord abgeschlossen. Dazu gehören unter anderem auch Bepflanzungen.

Lichter werden an folgenden Wegen angebracht: Geh- und Radweg zwischen Piechler-straße und Seb.-Kneipp-Straße, Geh- und Radweg zwischen Oskar-von-Miller-Straße und Westheimer Straße, Schillerstraße, Hainhofer Straße, Gehweg zwischen Am Eichenwald und Egerstraße sowie Sonnenstraße.

Für 78000 Euro werden im nächsten Jahr Geräte für den Winterdienst angeschafft. Dazu gehören Schneepflüge und Streufahrzeuge.

der Bau des Entlastungssammlers in Alt-Neusäß geht ab 2021 ins Geld: Über vier Millionen Euro werden dafür als Ausgaben geschätzt. Krenz schilderte den Stand der Dinge: Die Verträge seien fertig, die Genehmigung da. Jetzt fehle allerdings noch die Unterschrift eines Privatmanns wegen der Dienstbarkeiten. Krenz: „Dann können wir ausschreiben.“

Am Friedhof Neusäß wird neu gebaut

Auf dem Westheimer Friedhof gibt es weitere Urnenstelen.

Am Friedhof Neusäß werden Bänke am Columbarium gebaut. Für den Friedhof in Steppach wird die neue Aussegnungshalle geplant und in Westheim wird mit zusätzlichen Urnenstelen erweitert.

Fünf Millionen Euro sieht der Haushalt im nächsten Jahr für Grunderwerb (bebaut und unbebaut) vor. Greiner erklärte die hohe Summe: „Damit sind wir für die Entwicklung in der Stadtmitte handlungsfähig und könnten Grundstücke kaufen.“ Dies sei ein Grund, warum nächstes Jahr an die eisernen Reserven gegangen werde, ergänzte Kämmerer Zillner. Insgesamt rund 13 Millionen Euro wird die Stadt nach aktuellem Stand aus den Rücklagen entnehmen, die sich derzeit auf etwa 27 Millionen Euro belaufen.


Das kommt in die Kasse der Stadt Neusäß:

Steuerkraft Der Kämmerer Ulrich Zillner betonte, dass die Steuerkraft von Neusäß für eine Kommune in dieser Größe unter Durchschnitt liege. Statt rund 20 000 Euro pro Einwohner betrage die Steuerkraft in Neusäß nur 629 Euro pro Einwohner. „Mit dem Geld müssen wir auskommen, die Lage ist anders als in Gersthofen.“

Gewerbesteuer Neusäß rechnet laut Kämmerer mit rund acht Millionen Euro Gewerbesteuer im nächsten Jahr, Gersthofen habe rund 30 Millionen Euro. Die größte Einnahmequelle in Neusäß ist die Einkommenssteuer: rund 18 Millionen Euro. Über die Grundsteuer B kommen 2,6 Millionen Euro rein. (kar)

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