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Zusmarshausen

17.04.2018

Diese Stimmen brauchen keine Instrumente

"Greg is back" begeisterte in Zusmarshausen.
Bild: Bernhard Nalles

Der A-cappella-Chor „Greg is back“ begeistert in Zusmarshausen. Dabei kommt auch Stoibers bekanntestes Rede als Rap auf die Bühne.

Ein Geheimtipp ist das A-cappella-XXL-Ensemble „Greg is back“ schon lange nicht mehr. Wo es auch auftritt, füllen sie Konzertsäle. Wenn diese fantastischen 30 Sänger die Bühne betreten, begeistern sie das Publikum – so auch an diesem Abend, als sie die rund 300 Zuhörer im Schlossgasthof Straßer in Zusmarshausen in Stimmung brachten. Da stimmte alles! Die Outfits der Akteure, die gute Laune, der super Klang und die ausgewählten Musiktitel mit Highlights aus den 70er und 80er Jahren.

Die viel prämierte Gruppe rockte den Saal mit Songs wie „Jukebox hero“ und „Stressed out“ und einem Hip-Hop-Medley, „auch wenn dieses Lied niemanden gefällt“, wie Chorleiter Martin Seiler verkündete. Er sang und rappte mit. Bestens gelaunt, gewohnt schlagfertig und humorvoll führte er durchs Programm und bewies seine Entertainer-Qualitäten. Unterhaltsam und locker führte er durchs Programm und brachte die Zuhörer mit seinen Anekdoten immer wieder zum Lachen.

Die Auswahl der Lieder hatte Seiler wohl ganz dem Publikum angepasst. Und so ließ sich mitsummen gar nicht vermeiden, wenn „Greg is back“ traditionelle Gassenhauer, beliebte Ohrwürmer und schwungvolle A-cappella-Stücke, die wirklich (fast) jeder kennt, zu Gehör brachte. „Greg is Back“ riss die Leute mit seiner Stimmgewalt und seinen Klangfarben förmlich von den Sitzen.

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„Secrets of love“ ist ein Pflichtstück

Keine Mühen wurden gescheut. Selbst der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber wurde als Pappfigur auf die Bühne geholt. Seine unsterbliche Transrapid-Rede wurde in einer Rapp-Version „Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten...“ rhythmisch ganz toll umgesetzt. Ein Riesenspaß fürs Publikum. Und dennoch durften „Olle Kamellen“ wie das „Halleluja“ nicht fehlen. Ein bisschen Romantik gehört schließlich in jedes Konzert.

Ein Pflichtstück, wie es Martin Seiler bezeichnete, war „Secrets of love“, das einzige Stück, das Seiler mit Noten dirigiert. Was dann folgte, war das Godzilla-Medley. „Dramaturgisch haben wir uns das so vorgestellt, dass jeder ein bisschen deprimiert in die Pause geht“, verkündete der gut gelaunte Seiler.

Raffinierte Rhythmusgeräusche, die ein ganzes Schlagzeug ersetzen, die verschiedenen Klangbilder, die die viel prämierten Sänger aus ihren Hüten zaubern: Der Sound, der dabei entsteht, ist atemberaubend. „Und wenn man alles Überflüssige mal weglässt“, wie Seiler süffisant erklärte, „dann entsteht sogar auch ein Männerchor“. Der glänzte dann mit „Good Girl“. Riesenbeifall nach dem Schlussakkord „Music“ von John Mails. Am Ende eines sehr vielseitigen und höchst unterhaltsamen Abends mit zwei erklatschten Zugaben war sich das Publikum einig: Der Abend war klasse!

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