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Kutzenhausen-Maingründel

03.07.2020

Dirgentenwechsel bei der Harmoniemusik Maingründel

Stabwechsel als Dirigenten bei der Harmoniemusik Maingründel von Manfred Übele (links) an Thomas Schneider.
Bild: Anne-Marie Wiedemann

Bei der Harmoniemusik Maingründel gibt Manfred Übele das Amt an Thomas Schneider weiter. Und es gibt weitere Neuigkeiten bei den Musikern.

Das Ende der 34-jährigen Ära von Manfred Übele als ehrenamtlicher Dirigent bei der Harmoniemusik Maingründel fand in kleinem Rahmen einer vereinsinternen Sitzung und unter Einhaltung der Hygieneregeln auf Abstand statt. Thomas Schneider übernahm die Nachfolge. Der Grund für die Stabübergabe liegt in der starken beruflichen Inanspruchnahme und der persönlichen Situation von Manfred Übele. Er bleibt weiterhin Organist und Chorleiter in der Pfarrei Horgau. Sein 86-jähriger Vater Karl Übele kann ihn aus Altersgründen nicht mehr in der bisherigen Form unterstützen.

Manfred Übele kam, wie sein Nachfolger Thomas Schneider, als aktiver Musiker aus den eigenen Reihen der Harmoniemusik. Es spielte unter seinem Vorgänger August Kastner Trompete. Am 1. Januar 1986 – mit nur 21 Jahren – übernahm er dessen Nachfolge. Damals umfasste das Blasorchester etwa 25 bis 30 Aktive, die bis heute auf 72 Frauen, Männer, Jugendliche mit einer umfangreichen Schülerausbildung angewachsen sind.

Corona-Pandemie verhinderte das Frühjahrskonzert

„Ohne dich wären wir nicht, was wir sind“, fasste Vorsitzender Martin Kopp seinen Dank an Übele zusammen. Die Corona-Pandemie verhinderte sowohl das Frühjahrskonzert in der Gemeindehalle Kutzenhausen als auch das Albanunsfest in Buch als die beiden großen Auftritte des Blasorchesters und würdigen Rahmen für eine Verabschiedung. Dies soll aber, sobald es möglich ist gebührend, nachgeholt werden, versprach Kopp: „Ein vergleichbarer Dienst mit so viel Energie und persönlicher Fortbildung ist nur schwer zu finden.“ Schneider stellte zur Übernahme fest: „Es sind wahnsinnige Fußstapfen, in die ich trete, und werde sie wohl kaum weitere 34 Jahre durchhalten.“ Er bleibt auch weiterhin Dirigent beim Musikverein Aretsried.

Dirgentenwechsel bei der Harmoniemusik Maingründel

Ein wenig Wehmut hörte man aus dem heraus, worüber sich die Musiker bei diesem außergewöhnlichen Treffen austauschten. Hubert Hillenbrand zollte der musikalischen Leistung von Übele auf so lange Zeit und „komplett im Ehrenamt“ hohen Respekt. Er habe beispielsweise mit dem Bläser-Quintett und seiner beständigen Vorbildung auf eigene Kosten die Harmoniemusik weiterentwickelt und vorangebracht. Auch Georg Schütz unterstrich, mit seinen bald 50 aktiven Jahren als Klarinettist bei der Harmoniemusik unter nur zwei Dirigenten dort gerne zu spielen.

Wolfgang Krettenauer kümmert sich um das Vororchester der Schüler

Schneider stellte mit Blick in die Zukunft fest, dass der Probenraum für die noch nötigen Abstandsregeln zu klein sei. Aber sein Ziel ist es, bald wieder feste Termine, möglichst am Freitag, für die Gesamtproben des Orchesters in der Gemeindehalle Kutzenhausen zu finden. Damit es auf gewohntem Niveau weitergehe, bat Schneider seine Musiker, wie bisher mitzuziehen und kleine Registerproben der einzelnen Instrumente und Stimmen zu übernehmen. Wolfgang Krettenauer kümmert sich um das Vororchester der Schüler, das Schneider aufgebaut und lange dirigiert hat.

Die Harmoniemusik Maingründel wurde 1951 gegründet und kann im nächsten Jahr 70-jähriges Bestehen feiern. Unter Berücksichtigung der Pandemielage hofft die Harmoniemusik, dieses Jubiläum mit der Ausrichtung des ASM-Bezirksmusikfestes vom 7. bis 9. Mai 2021 feiern und ein erfolgreiches musikalisches wie geselliges Wochenende in Maingründel bieten zu können.

Neuigkeiten aus der Harmoniemusik Maingründel

Die Corona-Pandemie habe die Harmoniemusik in eine schwierige Situation gebracht, und sie fühle sich von den Entscheidungen der Politik als nicht ganz realistisch erfasster Bereich vergessen, so die erfahrenen Musiker. Die Mitglieder zusammenzuhalten benötigte viele Telefongespräche und immer neue Herausforderungen in der Organisation.

Vor vier Wochen konnte der Einzelunterricht unter erschwerten Bedingungen im Musikerheim in Maingründel mit drei Metern Abstand begonnen werden. Lehrer und Schüler müssen dabei in die gleiche Richtung schauen. Seit vergangener Woche überschlügen sich die Änderungen, so Vorsitzender Martin Kopp. Hoffnung machte eine kürzlich veröffentlichte Meldung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes und der bayerischen Staatsregierung, die nun wieder den Probenbetrieb mit maximal zehn Personen unter Einhaltung der Hygieneregeln erlaubt.

Zusammen mit seiner Stellvertreterin Lena Misof gratulierte Vorsitzender Martin Kopp Simon Reiser zur bestandenen D2-Prüfung und Teresa Jungbauer zur D1-Prüfung. Die Neuaufnahmen ins Orchester der Schwestern Magdalena und Theresa Däubler, von Lucia Mairhörmann, Teresa Jungbauer und Isabella Harnisch fand ohne den üblichen persönlichen Handschlag aller Orchestermitglieder auf Abstand nur im kleinen Kreis statt. Darüber hinaus konnte sich der Vorstand beim Baufortschritt der Garagen über die Eigeninitiative einzelner Mitglieder für die Beleuchtung und das Pflastern des Vorplatzes freuen.

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