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Zusmarshausen

28.01.2019

Discounter will sich vergrößern

Die Aldi-Filiale in Zusmarshausen kann erweitert werden.
Bild: Marcus Merk

Ausschuss stimmt der Erweiterung der Aldi-Filiale in Zusmarshausen zu. Kritik gibt es allerdings am befürchteten Aldi-„Leuchtturm“

Eine größere Verkaufsfläche, mehr Lagerraum und Platz zum Backen. An der Melanderstraße in Zusmarshausen soll sich was tun, denn Aldi will ausbauen. Und hat jetzt für seine Ausbaupläne auch grünes Licht von der Kommune bekommen.

Die Marktgemeinde hat mit der Entscheidung eines Ausschusses ihren Willen signalisiert, dem Einzelhandel im Ort kräftige „Entwicklungshilfe“ zukommen zu lassen.

Bereits beim Neujahrsempfang in diesem Monat hatte Bürgermeister Bernhard Uhl auf das Bemühen des Gemeinderats verwiesen, dem Gewerbe die Möglichkeit zur Erweiterung und Modernisierung zu bieten. Gemeint waren dabei die Einkaufseinrichtungen südlich der Roth und westlich der Staatsstraße 2027. „Wichtig wäre auch, dass sich ein Drogeriemarkt dort ansiedelt.“ Diese positive Grundhaltung von Rathauschef und Bürgervertretung kommt jetzt auch dem Discounter im Osten zugute. Ein Standort, über den der Betreiber laut einem Ratsmitglied „nicht glücklich“ zu sein scheint. Dieser Umstand sollte im Verlauf einer längeren Debatte im wichtigen Bau-, Umwelt- und Energieausschuss eine Rolle spielen.

Die Verkaufsfläche soll auf rund 1050 Quadratmeter wachsen

Geplant sind zwei Anbauten im Osten und Süden des bestehenden Gebäudes. Die gesamte Verkaufsfläche soll dadurch von 850 Quadratmeter auf rund 1050 Quadratmeter wachsen. Im größeren Bereich sollen zum Beispiel Pfand- und Backräume einziehen, im kleineren unter anderem ein Lager. Wann im Gewerbegebiet Steineberg gebaut wird, wurde noch nicht bekannt. Der weitere Weg beim Genehmigungsverfahren schon: Das mit Mehrheit beschlossene Erweiterungskonzept, das Robert Wiest von der technischen Bauverwaltung vorstellte, landet im Landratsamt. Es traf bei den Mitgliedern des Bürgergremiums unter anderem deshalb auf Zustimmung, weil man mit den Plänen auch den Hinweis auf eine Standortfestigung sieht. Darauf wies etwa Hubert Kraus hin, der dabei ein „positives Zeichen für uns alle“ sehen wollte.

Der Werbe-Pylon sorgt für Diskussionen

Negativ stieß Gremiumsmitglied Thomas Günther dagegen eines der von Robert Wiest aufgezählten Plandetails des Antragsstellers auf. So erschien dem Rat der vorgesehene Werbe-Pylon mit einer Höhe von siebeneinhalb Metern viel zu groß, zumal er eine Störung des gesamten Ortsbildes befürchtete. Bisher sind nur 5,50 Meter zulässig. „Ich appelliere an alle, das nicht zuzulassen, sonst haben wir eines Tages lauter solche Riesenschilder bei uns – Beleuchtung inklusive.“ Damit hatten aber weder Sitzungsleiter Bernhard Uhl Probleme: „Die Firmen leben von dieser Werbung.“ Noch Hubert Kraus: „Wir sollten dem Unternehmen so ein Mittel gönnen.“ Schließlich wolle Zusmarshausen das Gewerbe.

Und Zweiter Bürgermeister Robert Steppich wollte die großzügig ausgelegte Werbetafel gar als eine Art „Dreingabe“ anerkennen, zumal der Konzern über die Positionierung im Gemeindegebiet unglücklich sei: „Es ist gut, dass man dieses Projekt jetzt anpackt.“ In diese Richtung marschierte Harry Juraschek ebenfalls: „Wenn der Discounter schon bei uns bleibt, sollte man ihm das auch irgendwie schmackhaft machen.“

Zu den weiteren „Zuckerln“ des Ausschusses gehörten daher etwa das Ja zur Überschreitung der Baugrenze, die Ausweitung der einst vorgesehenen Verkaufsfläche sowie die Verringerung der ursprünglich festgelegten Satteldachneigung.

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