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Heretsried

30.01.2018

Doppeltes Jubiläum für den etwas anderen Chor

Sieglinde Kazemiyeh leitet seit 25 Jahren den Kirchenchor Emersacker-Heretsried.

Sieglinde Kazemiyeh leitet seit 25 Jahren den Kirchenchor Emersacker-Heretsried, der 40 Jahre besteht. Was an der Gruppe besonders ist.

Kirchenchor – was sich etwas angestaubt anhört, ist in der Pfarreiengemeinschaft Emersacker-Heretsried-Lauterbrunn alles andere als eine langweilige Angelegenheit. Personalmangel wie andernorts gibt es nicht. Heuer kommen noch weitere Gründe zur Freude dazu: Der Chor feiert sein 40-jähriges Bestehen. Und Sieglinde Kazemiyeh ist seit 25 Jahren die Leiterin des Chors.

25 Jahre sind eine lange Zeit – der charismatischen Heretsriederin kommt das aber gar nicht so lange vor. Das liege an der harmonischen Singgruppe, meint sie und zählt ihre persönlichen Höhepunkte als Chorleiterin auf: die „Tango-Messe“ von Martin Palmeri, die gleich mehrfach aufgeführt wurde, das geistliche „Die Heilige Elisabeth“ und das Musikspiel „Wirklich“ über das Leben und Wirken des heiligen Franz von Assisi. Auch die Wallfahrt zum Kloster Andechs war ein Erlebnis für sie.

Wichtig ist die Freude

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Sieglinde Kazemiyeh hat in Augsburg Klavier und Gesang studiert und gibt heute Privatstunden. Auf ihren Chor ist Kazemiyeh ziemlich stolz: „Das ist ein richtig guter Chor!“, lobt sie. Wer mitsingen will, braucht deshalb aber kein Profi sein. „Einige sind zu uns gekommen, weil ihnen unsere Konzerte gut gefallen haben“, erzählt die Chorleiterin. „Wenn man nicht gänzlich falsch singt, stört das überhaupt nicht. Wichtig ist die Freude.“

Gesungen wird für alle kirchlichen Feste, für Beerdigungen und Hochzeiten. Jedes Jahr gibt es außerdem ein Konzert, für das mehrere Wochen lang und an einem Probenwochenende geübt wird. Neben kirchlichen Liedern gehören auch viele moderne Stücke zum Repertoire. Das Jubiläumskonzert am 22. Juli soll den Titel „Zwischen Himmel und Erde“ tragen, dabei wird unter anderem „Tears in Heaven“ von Eric Clapton zu hören sein.

40 Jahre Chorerfahrung

Einer, der von Beginn an dabei ist, ist Sebastian Bernhard aus Heretsried. Trotz seiner 40 Jahre Chorerfahrung lerne er nie aus, meint er. Und seine Frau Marlies, die seit 30 Jahren mitsingt, sagt: Die Chorleiterin finde immer wieder herausfordernde Stücke, mit denen sie dann das Beste aus der Gruppe heraushole. Sie schätzt das bunte Programm des Chors. „Es gibt klassische Sachen, aber auch moderne, die eine hohe Qualität haben.“

Ob dem Chor ein Stück gefällt, hört Sieglinde Kazemiyeh gleich heraus: „Man merkt unglaublich stark, ob die Sänger dahinterstehen“, erzählt sie. „Die Heilige Elisabeth“ zum Beispiel stieß zunächst auf wenig Gegenliebe bei den Sängern. „Es hat sich so antiquiert angehört“, erinnert sich Marlies Bernhard. Am Ende waren aber doch alle mit großer Begeisterung dabei, und die Aufführung war ein großer Erfolg. Sieglinde Kazemiyeh hat immer strahlende Augen und ein Lachen im Gesicht. „Schimpfen kann sie nicht“, gesteht Sebastian Bernhard. Ihr Glöckchen, das bei Proben für Ruhe sorgen soll, braucht sie deshalb meist nicht nur einmal. „Amtsmüde“ sei sie noch lange nicht, betont Kazemiyeh.

Auch junge Leute sind dabei

Auch junge Leute sind bei der Probe des Kirchenchors dabei. Lisa Eckl ist 26 Jahre alt und kommt jede Woche aus Nordendorf. „Aus Freude am gemeinschaftlichen Singen“, erzählt sie, bevor die Chorprobe mit „Ü – I – A“ und „Babababababa- baaaa“ mit dem Einsingen losgeht.

 Mitsingen: Chorprobe ist donnerstags um 19.30 Uhr im Rathaus Heretsried. Interessierte können jederzeit zum Schnuppern kommen oder sich bei Sieglinde Kazemiyeh, Telefon 08293/1011, informieren.

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