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Städtebau

07.09.2018

Dorferneuerung: Jetzt sind Bürger gefragt

Informationsveranstaltung für den Stadtteil Hirblingen. Es werden keine Ausbaubeiträge mehr fällig

Gersthofen-Hirblingen „Runderneuerung“ oder Schwerpunkt Projekt? Seit mehreren Jahren plant die Stadt Gersthofen schon eine Dorferneuerung im Stadtteil Hirblingen. Die Stadt Gersthofen arbeitet dabei mit dem Amt für ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach zusammen. Nun geht es an die Vorplanung, bei welcher die Bürger selbst mit Vorschlägen mitwirken können. Das Gute daran: Werden Maßnahmen umgesetzt, werden die Anwohner nicht mehr finanziell daran beteiligt. Dies ist eine Folge der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge durch die bayerische Staatsregierung.

Ziel ist unter anderem die Verschönerung des Ortes und eine bessere Aufenthaltsqualität. Dazu findet nun am Dienstag, 11. September, ab 18.30 Uhr im Vereinsstadel Hirblingen die Auftaktveranstaltung statt. Zum Projektstart informieren die Partner Amt für ländliche Entwicklung, das Planungsbüro Steidle & Felgentreu sowie Vertreter der Stadt Gersthofen interessierte Bürger darüber, was alles möglich wird.

„Schwabens ländlicher Raum ist lebenswert und soll es bleiben.“ Unter diesem Motto betreut das Amt für ländliche Entwicklung 230 Projekte im schwäbischen Raum. Bei allen Überlegungen steht die Schaffung attraktiver Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Fokus, so nun auch in Hirblingen.

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Bereits Ende Mai wurde nach Angaben von Rathaussprecherin Ann-Christin Joder der erste symbolische Schritt zur Dorferneuerung getan: Direkt am Ortseingang wurde gemeinsam mit engagierten Bürgern eine Blumenwiese angesät, die Gäste und Bewohner bunt blühend in Hirblingen begrüßt.

Mit dem Planungsbüro Steidle & Felgentreu aus München wurde für alle weiteren Schritte ein erfahrener Partner zur Projektbegleitung gefunden, gemeinsam wurde nun ein Pflichtenheft mit zugehörigem Terminplan erarbeitet.

Alle Informationen zu aktuellen Terminen, Projekten und Informationen zum Stand der Planungen erhalten Interessierte stetig unter www.dorferneuerung-hirblingen.de und können sich so jederzeit auf dem Laufenden halten.

In den letzten Wochen wurde bereits jedem Haushalt eine Bürgerbefragung zugestellt, um die Bedürfnisse, Wünsche, Probleme und Anregungen zu identifizieren. Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet.

Für das gegenseitige Kennenlernen aller beteiligten Projektpartner und den ersten Austausch dient nun die Auftaktveranstaltung am Dienstag, 11. September, an welcher sich alle Bürger Hirblingens aktiv beteiligen können. „Dabei geht es am Dienstag noch nicht um konkrete Projekte“, betont Andreas Pardun, der beim Amt für ländliche Entwicklung für die Vorplanung in Hirblingen zuständig ist. „Wir wollen vielmehr herausfinden, was die Bürger wollen und was die Stadt – und diese Wünsche möglichst in Einklang bringen.“

Weiter ist ein Seminar für verschiedene Arbeitsgruppen geplant, damit nach und nach Ideen gesammelt und in eine konkrete Planung für Einzelmaßnahmen umgemünzt werden können. „Diese sollen dann, soweit die Vorhaben auf Zustimmung der Politik treffen, nach und nach umgesetzt werden“, sagt Pardun. „Denn die Stadt muss ja auch einen Anteil an den Maßnahmen mitfinanzieren.“ Der Startschuss dafür soll im Jahr 2019 fallen. Wichtig ist: „Für die Anlieger fallen nach der neuen Regelung keine Ausbaubeiträge mehr an“, so Pardun. Wie berichtet hatten einige Hirblinger bei einer ersten Informationsveranstaltung bereits befürchtet, dass sie für Verschönerungen im Ort kräftig zur Kasse gebeten werden.

In diesem Vorplanungsstadium hat das Amt für ländliche Entwicklung noch nicht entschieden, welche Methode der Dorfentwicklung für Hirblingen angemessen sein wird. Eine „umfassende Dorfentwicklung“ betrifft Maßnahmen im ganzen Ort. Eine „einfache Entwicklung“ betrifft einen begrenzten Bereich im Ort. „Das kann zum Beispiel der Bau eines Bürgerhauses mit Gestaltung eines Platzes davor sein“, so Andreas Pardun. Bei einem „ELA-Projekt“ – ebenfalls eine einzelne besondere Maßnahme – kommen die Förderungen dann von der EU.

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