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Kühlenthal

13.08.2020

Dorfgemeinschaftshaus Kühlenthal soll Anfang 2021 fertig sein

Das Dorfgemeinschaftshaus Kühlenthal nimmt Formen an.
Bild: Steffi Brand

Plus Das Dorfgemeinschaftshaus in Kühlenthal nimmt Formen an. Die Gestaltung zeigt eine Handschrift, die die verschiedenen Nutzer im Gebäude berücksichtigt.

In der August-Sitzung des Kühlenthaler Gemeinderats haben die Räte die Planung für die Freiflächen rund um das Dorfgemeinschaftshaus abgesegnet. Damit haben sie das Mammutprojekt in der Dorfmitte auf die Zielgerade gebracht, denn bis Ende Januar 2021 soll das Werk vollbracht sein.

Begonnen haben die ersten Planungen bereits im Jahr 2017 mit einem zweitägigen Workshop in Thierhaupten und der Erkenntnis: „Wir haben keinen größeren Raum in der Gemeinde.“ Verschärft habe sich das Problem laut Kühlenthals Bürgermeisterin Iris Harms, als die Gaststätte im Ort geschlossen wurde und jegliche Option dahin war, größere Veranstaltungen in der Gemeinde stattfinden zu lassen.

Dorfgemeinschaftshaus entsteht in der Ortsmitte von Kühlenthal

Dass das kein Dauerzustand sein konnte, war schnell klar und so begann die Planungsphase in den Arbeitskreisen. Die Ideen, die dort besprochen wurden, verpackten die Architekten in Planungsskizzen – bis das entstanden ist, was nun bereits deutlich zu sehen ist. Das Gebäude entsteht samt Freiflächen auf dem Areal zwischen Hauptstraße und Am Anger und damit direkt in der Ortsmitte von Kühlenthal.

An vielen Stellen trägt das Dorfgemeinschaftshaus nun die Handschrift einer Ortsgemeinschaft, die ein Haus für viele verschiedene Nutzergruppen geplant hat. Im Untergeschoss befinden sich das Büro der Rathauschefin, das „Stüble“ sowie Garderobe, Lager- und Sanitärräume. Im Obergeschoss gibt es einen Mehrzweckraum für Vereine sowie einen Jugendbereich. Dieser zweistöckige Bereich des gesamten Gebäudekomplexes hat ein Satteldach; die Dachbalken sind innen liegend sichtbar und sorgen für ein gemütliches Ambiente.

Der Jugendbereich erhält einen eigenen Zugang

Bereits beim Blick auf diesen Gebäudetrakt fällt auf: Bei der Konzeption der Zugänge wurden die verschiedenen Nutzer berücksichtigt. Zum Jugendbereich mit Jugendraum, Küche, WC und Chillraum führt ein extra Zugang. Das „Stüble“, das im Plan als Generationentreff vermerkt ist, hat ebenfalls einen extra Eingang, zu dem unter anderem ein Weg von der Hauptstraße aus über das Freigelände führt. Dieser Raum soll gemütlich eingerichtet werden, einen Getränkekühlschrank und eine Theke erhalten sowie Platz für 20 bis 25 Personen bieten.

Im Februar zeigte sich das Dorfgemeinschaftshaus in Kühlenthal noch als Baustelle.
Bild: Steffi Brand

Auch die Ausrichtung des Gebäudes ist ungewöhnlich. Parallel zur Straße Am Anger befindet sich der zweistöckige Teil des Gebäudes. Dahinter liegend befindet sich das eigentliche „Vorzeigeobjekt“, wie Iris Harms den Bürgersaal mit knapp 150 Quadratmetern nennt. Diese Platzierung zeige bereits die Priorisierung, verrät die Rathauschefin, denn von „ihrem“ Saal aus wollten die Kühlenthaler einen Zugang zu den Außenanlagen haben. Das war ihnen wichtiger, als diesen Teil des Gebäudekomplexes gut sichtbar an der Straße zu platzieren. Im Bürgersaal ist Platz für 100 bis 120 Personen, für Veranstaltungen der Gemeinde, aber auch für private Feiern von Kühlenthaler Bürgern. Eine Schiebetür im Saal ermöglicht die Verkleinerung bzw. die Vergrößerung des Raums je nach Bedarf. Neben dem Saal befindet sich eine Küche. Dieser Teil des Dorfgemeinschaftshauses hat ein Flachdach, das begrünt werden soll.

Keine Probleme mit der Finanzierung

Mit dem Förderbescheid in Höhe von 1,08 Millionen Euro, der am 21. Januar 2019 in Kühlenthal eintraf, war klar: Im Herbst kann es mit dem Zwei-Millionen-Projekt losgehen. Dass der Bau nicht zu 100 Prozent planmäßig verlief, sei vor allem der Corona-Pandemie und den Maßnahmen zur Eingrenzung des Infektionsgeschehens geschuldet, denn den Hebauf konnten die Kühlenthaler nicht gemeinsam zelebrieren. Auch kam es hier und da zu Lieferschwierigkeiten. Probleme mit der Finanzierung gäbe es nicht, erklärte die Bürgermeisterin.

Auch die Planung der Freiflächen hat nicht mehr in der großen Runde stattfinden können, sondern musste auf die Planung im Kreis von Vereinsvorständen und Gemeinderäten begrenzt werden.

Auf der Freifläche könnte auch der Weihnachtsmarkt stattfinden

Die Freiflächenplanung, die auf 527.000 Euro berechnet wurde, beinhaltet den Platz für den Maibaum an der Ecke Hauptstraße/Am Anger, einen kleinen Biergarten in der Nähe des Stübles, den Weg dorthin, ein Trampolin, Betonblöcke zum Sitzen, Hängematten, Parkplätze, ein Müllhäuschen, die Begrünung der Freifläche und eine große, befahrbare Schotterrasenfläche. Dort können die Dorfvereine Zelte aufstellen; auch der Weihnachtsmarkt könnte dann dort stattfinden, erklärt Iris Harms.

Die Planung sei beim Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben eingereicht worden – mit der Hoffnung auf eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der Gesamtkosten, erklärt die Rathauschefin den aktuellen Status quo.

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