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Gersthofen

26.09.2019

Drei Parteien setzen in Gersthofen auf Michael Wörle

Stießen auf den eindeutigen Vertrauensbeweis von knapp 97 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen für Michael Wörle (Parteilos, Zweiter von rechts) an: (von links) Reinhold Dempf (FW), Janine Hendriks (SPD) und Günter Eikelmann (Grüne).
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Amtsinhaber Wörle wird mit Traumergebnis als erster Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2020 nominiert.  Freie Wähler, SPD und Grüne unterstützen ihn.

Er will weitermachen: Es gelte, die angefangenen Projekte voranzutreiben, sich aber auch den großen Herausforderungen zu stellen, verdeutlichte der amtierende Rathauschef Michael Wörle. Diekündigte er bei der gemeinsamen Nominierungsversammlung von Freie Wähler (FW), SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Strasser-Bürgersaal an. Mit einem deutlichen Vertrauensbeweis wurde der parteilose Wörle zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 nominiert.

„Von den 66 gültigen Stimmen votierten 64 mit Ja“, verkündete Wahlleiter Josef Dick. Das entspricht 96,97 Prozent.

Engagement für sozial Schwache

Vor der Wahl begründeten die Vorsitzenden der drei Parteien ihre Unterstützung für den parteilosen Bewerber. FW-Chef Reinhold Dempf verwies auf Wörles Bürgernähe und sein Engagement für sozial Schwache in der Stadt. Als Beispiele führte er unter anderem die Neubauten von Bahnhof, Mittelschule und Haus der Musik an, die Schaffung von Plätzen in Kindergärten und -tagesstätten, die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen, die Errichtung eines Bürgerservicezentrums und die Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs.

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SPD-Ortsvorsitzende Janine Hendriks hob die Familienpolitik hervor, so die Senkungen der Kindergartengebühren, aber auch ein „gutes und offenes Miteinander“. Sie sprach von einer Erfolgsgeschichte, die in die zweite Runde gehen müsse.

Gersthofen muss noch „grüner“ werden

Ähnlich Grünen-Ortsvorstandssprecher Günter Eikelmann: „Michael Wörle macht einen guten Job.“ Die bisherige Ortspolitik sei in dieser Form nur mit ihm fortzusetzen. Gleichzeitig merkte er aber an, dass Gersthofen noch „grüner“ werden müsse. „Vor uns liegen große Herausforderungen und Themen, die es zu bewältigen gibt“, sagte Wörle in seiner Bewerbungsrede und fasste diese in einem Drei-Punkte-Paket zusammen.

Ganz oben standen für ihn Mobilität und Klima. In diesem Kontext seien nicht nur Nachhaltigkeit, Vergünstigungen und Ausbau des Nahverkehrs notwendig, sondern auch die Einrichtung der notwendigen Infrastruktur. Notwendig sei ein komplett neues Klima-Abc.

„Wir müssen günstigen Wohnraum schaffen“

Ebenso wichtig sei die Lebensqualität in Gersthofen: „Wir müssen günstigen Wohnraum schaffen, die Innenstadtgestaltung forcieren sowie Bildung und Integration nachhaltig fördern.“ Außerdem müsse die Politik „zeigen, dass wir die Bürger ernst nehmen, dass wir professionell arbeiten und etwas für die Bevölkerung tun.“ Gleichzeitig mahnte Michael Wörle den respektvollen Umgang untereinander an. Und mit Blick auf die AfD sagte der Bürgermeister: „Wir haben im Stadtrat genügend politische Farben, da brauchen wir keine neue.“

Dass Michael Wörle der Richtige sei, bekundeten auch die Landtagsabgeordneten Simone Strohmayr (SPD), Fabian Mehring (FW) und Cemal Bozoglu (Die Grünen). Sie hatten von Moderator Stefan Blumtritt, der etliche Jahre als Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Gersthofen wirkte und durchs Programm führte, das Mikrofon erhalten. In teils leidenschaftlichen Appellen forderten die Politiker die Mitglieder auf, sich bei der anschließenden Wahl geschlossen hinter den Bürgermeisterkandidaten zu stellen. „Wow“, lautete Wörles erster Kommentar zum Vertrauensbeweis. „Ein Wahnsinnsergebnis.“

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