1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Drei neue Ampeln für Dinkelscherben?

Dinkelscherben

02.10.2019

Drei neue Ampeln für Dinkelscherben?

Drei neue Ampeln könnten nach dem Willen der SPD-Ortsgruppe in Dinkelscherben entstehen. Unter anderem an dieser Stelle an der Einmündung der Schützenstraße in die Hauptsraße. 
Bild: Marcus Merk

In der Marktgemeinde wird über neue Signalanlagen und Fußgängerüberwege diskutiert. Was nötig ist, damit die Anlagen gebaut werden.

Gleich drei neue Ampeln oder Zebrastreifen könnten in Dinkelscherben entstehen. Das zumindest ist der Wunsch der SPD-Ortsgruppe. Sie brachte bei jüngsten Sitzung des Gemeinderats einen entsprechenenden Antrag ein. Grundsätzlich sprach sich die Gemeinde für den Vorschlag aus. Ob die neuen Ampeln aber tatsächlich kommen, ist noch unklar. Es ist nicht das erste Mal, dass in Dinkelscherben darüber diskutiert wird.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Durch den zunehmenden Verkehr sei es „dringend erforderlich“ Querungshilfen für Kinder, ältere und behinderte Menschen zu schaffen, heißt es im Antrag der SPD, den Reinhard Pentz vorstellte. Besonders Kinder könnten schwer einschätzen, ob ein Fahrzeug anhält, beziehungsweise überhaupt noch stoppen kann. Wegen der zunehmenden Verdichtung innerhalb des Ortes sei außerdem mit mehr Fahrradfahrern zu rechnen. Deshalb solle nun geprüft werden, ob sich Fußgängerampeln an Überwegen für Kinder und Bahnreisende realisieren lassen.

Zustimmung des Landkreises ist notwendig

Bislang gibt es nur am Marktplatz eine Querungshilfe in Form eines Zebrastreifens. Diesen durchzusetzen, sei nicht leicht gewesen, erklärte Pentz. Doch damit sei es nicht getan. Bürgermeister Edgar Kalb erklärte, dass das Thema Ampeln in Dinkelscherben in der Vergangenheit immer wieder diskutiert wurde. Letztlich seien die Versuche der Gemeinde aber gescheitert, weil für den Bau einer solchen Anlage die Zustimmung des staatlichen Bauamts, beziehungsweise des Landkreises zuständig ist. Konkret geht es im Antrag der SPD um mögliche Ampeln an der Kreuzung Krumbachstraße-Ferrumstraße, an der Kreuzung Marktstraße-Schützenstraße-Bahnweg sowie an der Augsburger-Straße, Ecke Mödishofer-Straße.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Als entscheidend dafür, ob der Landkreis einer Querungshilfe zustimmt gilt zum Beispiel, ob es sich bei der betreffenden Stelle um einen Gefahrenschwerpunkt handelt. Außerdem sind das Verkehrsaufkommen und auch die Zahl der Fußgänger, die dort unterwegs sind, Ausschlaggeber. In der Regel sehen sich Vertreter der betroffenen Behörden den möglichen Standort an, dann wird entschieden, ob eine Ampel oder ein Zebrastreifen tatsächlich notwendig sind.

Zebrastreifen oder Ampel? Gemeinderat ist sich uneinig

Gemeinderat Tobias Mayr (CSU) dankte der SPD für den Antrag. Die CSU halte Querungshilfen grundsätzlich für richtig, allerdings nicht in Form von Ampeln. Die Ortsgruppe setze sich stattdessen für Fußgängerüberwege an den betroffenen Stellen ein. Zum einen seien Zebrastreifen deutlich günstiger als Ampeln, betonte Mayr. Zum anderen müsse man weniger lange warten und die „Akzeptanz in der Bevölkerung“ sei höher als bei Ampeln. Willibald Gleich (CSU) merkte außerdem an, dass man die Menschen in gewisser Weiße „erziehen“ müsse, damit sie die Zebrastreifen auch nutzen. In anderen Ländern, wie Österreich oder Frankreich, funktioniere das Prinzip schon deutlich besser als hierzulande.

Arthur Guggemos (UW14) sprach sich für den Antrag der SPD aus. Er sah allerdings eine Gefahr in möglichen Zebrastreifen, weil die oft übersehen würden. „Da fährt man einfach drüber“, sagte Guggemos. Wie gefährlich die angesprochenen Kreuzungen aber tatsächlich sind, könne nur eine Besichtigung vor Ort zeigen. Die Chancen für neue Ampeln in Dinkelscherben seien ziemlich gering, meinte Peter Kraus (Freie Wähler). Er sehe keine „signifikanten Änderungen“ der Rahmenbedingungen. Deshalb gehe er nicht davon aus, dass der Antrag bestand haben werde. „Der Verkehr hat sich in den vergangenen Jahren wahrscheinlich nicht so so sehr verändert“, erklärte Kraus. Falls überhaupt, schätzte er die Chancen für neue Zebrastreifen in der Gemeinde für höher ein. Deshalb schlug er vor, den Antrag so zu formulieren, dass sowohl Ampeln als auch Zebrastreifen gebaut werden könnten.

Klare Entscheidung für neue Querungshilfen in Dinkelscherben

Bürergemeister Kalb machte noch einmal klar, dass die Entscheidung über neue Querungshilfen letztlich nur mit Zustimmung des Landkreises möglich ist. Außerdem müsse klar sein: „Wenn wir den Antrag stellen, kann es sein, dass wir den Geldbeutel aufmachen müssen“, sagt Kalb. Letztlich einigte sich der Gemeinderat auf den Vorschlag von Peter Kraus den zu folgen und den Antrag so zu formulieren, dass sowohl Ampeln als auch Zebrastreifen denkbar sind. Der Beschluss dazu war einstimmig.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren