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Landkreis Augsburg

13.01.2020

Drittes Gleis: Ausbau im Norden hängt in der Luft

Die Pläne zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Donauwörth bleiben unkonkret. 
Bild: Wolfgang Widemann (Symbol)

Mit einem baldigen Planungsbeginn des dritten Gleises von Augsburg nach Donauwörth ist nicht zu rechnen. Das sind die Hintergründe. 

Schlechte Karten für den seit Jahrzehnten geforderten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Donauwörth: Auf eine Anfrage von Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle antwortete das Bundesverkehrsministerium, dass mit einem baldigen Planungsbeginn des dritten Gleises von Augsburg nach Donauwörth nicht zu rechnen sei. Derzeit könne laut Antwortschreiben noch keine Angabe darüber gemacht werden, wann überhaupt ein Planungsauftrag an die DB Netz AG erteilt werden kann.

„Das ist deprimierend.“ Während Kommunen wie die Stadt Gersthofen ihre Hausaufgaben machen und Mobilitätskonzepte zur Entlastung von Straßen erstellen, sind andere politische Ebenen inaktiv“, so die Freie-Wähler Landratskandidatin Melanie Schappin. „Wir erleben es jeden Tag auf der B 2, B 17 und B300 wie morgens der Verkehr zusammenbricht. Es war nie wichtiger, die Straßen zu entlasten und den Schienenverkehr attraktiver zu machen.“ Der Freie-Wähler-Kreisvorsitzende Tobias Kunz verwiest darauf, dass es bereits seit mehr zehn Jahren in berlin bayerische Verkehrsminister gibt, ohne dass beim dritten Gleis etwas vorangeht.

Knapp eine halbe Milliarde für den Ausbau der Bahnstrecke

Das dritte Gleis durch den nördlichen Landkreis seit November 2018 im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans, ohne dass dies die Planungen beschleunigt hätte. Für den Ausbau der Bahnstrecke gibt es eine grobe Kostenschätzung von knapp einer halben Milliarde Euro.

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Ein wenig weiter sind die Ausbaupläne im westlichen Landkreis zwischen Augsburg und Ulm. Dort hat die Bahn immerhin mit den Vorarbeiten für die Planungen begonnen – allerdings steht noch nicht einmal fest, welcher Trasse der Ausbau überhaupt folgen soll, sodass das dritte Gleis durch den Kreis zwischen Augsburg und Dinkelscherben am Ende sogar völlig auf der Strecke bleiben könnte.

Der Ausbau der Gleise durch den nördlichen und westlichen Landkreis gilt als Grundvoraussetzung für einen verlässlichen Viertelstunden-Takt für die regionale S-Bahn. Diese nahm im Raum Augsburg Ende 2007 allmählich Fahrt auf. Die vollständige Umsetzung scheitert aber an den Engpässen auf der Schiene. (AL/cf)

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