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Fischach/Langenneufnach

20.12.2019

Drogen-Razzia in den Stauden: Polizei durchsucht fünf Objekte

43 Polizisten waren bei einer Razzia in den Stauden im Einsatz.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbol)

43 Polizisten durchsuchen bei Fischach und Langenneufnach drei Einfamilienhäuser, einen Bauernhof und eine Wohnung. Der Einsatz ist erfolgreich.

Ein Großaufgebote der Polizei durchsuchte am Donnerstagmorgen im Bereich Fischach und Langenneufnach drei Einfamilienhäuser, eine Wohnung und einen Bauernhof. Im Visier hatten die Ermittler fünf Männer. Der Leiter der Polizeiinspektion Zusmarshausen, Raimund Pauli, zog nach der Razzia Bilanz: „Neben Betäubungsmittelutensilien konnten natürliche und chemische Drogen sowie Kriegswaffenmunition sichergestellt werden. Letzteres stellt einen Verbrechenstatbestand nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz dar.“

Auf die Männer war die Polizei gekommen, nachdem sich aus anderen Ermittlungen im Milieu neue Hinweise ergeben hatten. Für die große Durchsuchungsaktion waren richterliche Beschlüsse nötig. Mit ihnen konnten 43 Beamten der Polizei Zusmarshausen, der Bereitschaftspolizei sowie vom Einsatzzug und der Diensthundestaffel der Polizeiinspektion Augsburg Ergänzungsdienste am Morgen gleichzeitig die Anwesen nehmen. Die Leitung der Razzia hatte die Polizei Zusmarshausen, die den Bereich als einen von mehreren auffälligen Schwerpunkten im Dienstbereich sieht. Genaue Angaben zu gefundenen Drogen machte die Polizei nicht – es handelte sich offenbar aber nur um geringe Mengen.

Vor vier Jahren wurden 80 Kilogramm Kokain entdeckt

Spektakulärer war eine Aktion der Drogenfahnder vor vier Jahren: Der Zoll in Hamburg hatte 80 Kilogramm Kokain in einem Container entdeckt – Grillkohle, die für die Stauden bestimmt war. Die Drogen wurden heimlich ausgeräumt, der Container aber in die Stauden geschickt. Dort wurde er dann observiert – die Falle schlug zu.

Drogen-Razzia in den Stauden: Polizei durchsucht fünf Objekte

Das Kokain hatte nach Angaben der Zollfahnder einen Straßenverkaufswert von rund fünf Millionen Euro. Wegen des hohen Wirkstoffgehalts von etwa 90 Prozent hätte es auch gestreckt und damit zum dreifachen Preis verkauft werden können. 2016 fällte das Hamburger Landgericht das Urteil: Der 62-jährige Hauptangeklagte aus den Stauden wurde zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt, sein 49 Jahre alter Mitangeklagter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. (mcz)


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