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Langweid

14.02.2019

Drohne eröffnet neue Sicht aufs Wasserkraftwerk 

Wie ein altes Wasserschloss: Das Wasserkraftwerk in Langweid hat der Fotograf Christian Pitz aus einer ungewöhnlichen Perspektive festgehalten – aus der Luft mit einer Drohne.
Bild: Landkreis Augsburg

 Der Fotograf Christian Pitz hat in der Region im Auftrag des Landratsamtes einige Luftbilder geschossen. Was der Künstler bei seinen Touren erlebt hat.

  Von oben sieht es so aus, als ob das große rote Gebäude über dem Wasser schweben würde. Das Bild aus der Vogelperspektive zeigt das unter Denkmalschutz stehende Wasserkraftwerk in Langweid, das inmitten eines Seitenkanals des Lechs thront. Dieses und weitere beeindruckende Fotos, die in der Region entstanden sind, konnten vom 28. Januar bis zum 7. Februar im Foyer des Landratsamts in Augsburg bestaunt werden. Über 16 Bilder wurden im Rahmen der Ausstellung „Drohnenbilder: Der Landkreis aus der Luft“ im Auftrag der Wirtschaftsförderung gezeigt.

Christian Pitz ist Fotograf und fertigt normalerweise Auftragsarbeiten für Kommunen und Firmen an. In diesem Fall hat ihn das Landratsamt Augsburg beauftragt, für Dokumentationszwecke einige Orte in der Region mit seiner Drohne von der Luft aus in Szene zu setzen.

Für die Ausstellung habe der Auftraggeber dann die Rechte an den Bildern erworben. Ein Teil davon wurde dann ausgestellt. „Die Leute dort haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben, meine Bilder schön zu präsentieren. Sie wurden alle groß ausgedruckt und eingerahmt“, freut sich der Künstler. Dieser Auftrag war für Pitz der größte in dem Bereich. „Meine Heimatgemeinde Biessenhofen hat mich bereits öfter beauftragt, einige Drohnenbilder anzufertigen.

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Das war aber natürlich eine ganz andere Größenordnung“, erklärt Pitz. Auch bei Neubauten wie etwa Turnhallen oder Schulen, wird der Fotograf beauftragt, Bilder von oben zu machen.

Es gibt strenge Regeln

Doch bevor eine Drohne steigen gelassen wird, sollten einige Regeln beachtet werden. Die Fluggeräte dürfen nicht überall fliegen, vor allem nicht über privaten Grundstücken oder Autobahnen, Schulen, Kirchen oder Gewerbegebieten. „Dazu braucht man dann, wie ich für meine Dokumentationsaufnahmen, eine Genehmigung sowie eine Anmeldung beim zuständigen Ordnungsamt oder der Polizei“, erläutert Pitz. Zudem ist eine Haftpflichtversicherung für das Fluggerät gesetzlich vorgeschrieben. „Das kann bei einem Absturz sonst schnell mal teuer werden. Selbst wenn die Drohne nur aus einigen Metern abstürzt, kann sie großen Schaden anrichten“, erklärt der Profi.

Weiter gilt, dass eine Drohne ab einem Abfluggewicht von über zwei Kilogramm grundsätzlich eine Genehmigung zum Fliegen braucht. „Leider gibt es immer wieder Leute, die sich nicht an die Regeln halten und damit alle anderen Drohnenbesitzer schlecht dastehen lassen. Das geht dann zulasten der anderen, die sich benehmen“, erklärt Pitz. Für Unwissende gibt es einen Katalog, in dem erklärt wird, an welchen Orten man seine Drohne nicht steigen lassen darf. „Als Drohnenpilot sollte man sich allerdings vorher schon informieren“, so Christian Pitz.

Im Sommer ging‘s im Augsburger Land los

Den Auftrag vom Landratsamt hat der Fotograf in den Sommermonaten in Angriff genommen. Durch seine Drohne hat er sehr schöne und besondere Einblicke in den Landkreis gewinnen können. „Vor allem das Kloster Thierhaupten und das dazugehörige Klostermühlenmuseum haben mich sehr fasziniert. Ich wusste davor nicht einmal, dass da noch ein Museum ist“, erklärt er.

Die zwei Angestellten dort haben dem Fotografen dann auch noch eine kleine Führung gegeben. Auch bei seinen Fahrten durch den Landkreis hat Pitz viel gesehen und erlebt. „Ich habe einige Ecken kennengelernt, die ich vorher nicht kannte“, erklärt er. Vor allem das idyllische Örtchen Baiershofen bei Altenmünster ist ihm in Erinnerung geblieben.

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