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Gersthofen

13.05.2013

Drohne verschwunden: Signale aus Geheimanlage die Ursache?

Die über Gersthofen verschwundene Drohne ist wieder aufgetaucht. Offenbar hatte das Fluggerät eine Notlandung hingelegt.
Bild: Unternehmen

Auch nachdem die über Gersthofen verschwundene Drohne wieder aufgetaucht ist, bleiben Fragen bestehen. Zwangen Signale aus der Geheimanlage in Gablingen das Gerät zur Notlandung?

Die über Gersthofen verschwundene Drohne ist wieder aufgetaucht. Nach dem Bericht in unserer Redaktion meldete sich am Samstagvormittag eine Firma, die im Westen der Stadt ansässig ist – auf ihrem Parkplatz war der Flugroboter per Notlandeprogramm angekommen.

Wie berichtet, hatte ein Energieunternehmen aus Bobingen am Mittwoch eine Baustelle in der Nähe fotografieren und filmen wollen. Als der Flugroboter zurückbeordert werden sollte, geschah das, was eigentlich nicht möglich war : Die Drohne machte sich selbstständig und nahm Kurs in entgegengesetzter Richtung, der Funkkontakt brach sofort ab.

Der Finder vermutete eine Betriebsspionage

Sogar ein Peilsender, mit dem das Gerät gefunden werden sollte, schlug nicht an. Albert Kohl, der Geschäftsführer der Firma, weiß nun warum: „Nachdem die Drohne auf dem Parkplatz der Firma gelandet war, hat der Geschäftsführer gedacht, dass es sich um eine Betriebsspionage handelt. Daraufhin hat er die Drohne zu sich ins Büro gestellt.“

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Von dort aus war der Peilsender nicht mehr zu orten. Als sich der Finder wegen des Zeitungsartikels bei Kohl meldete, seien ihm gleich zwei Steine vom Herzen gefallen: Einerseits, weil das Fluggerät im Wert eines Neuwagens wieder heil aufgetaucht ist. Zum anderen, weil bei dem Vorfall niemand zu schaden gekommen ist: Als die Funkverbindung zu dem rund fünf Kilogramm schweren Gerät ausgefallen war, suchte sich die Drohne eine ebene Fläche für die kontrollierte Notlandung aus. „Zumindest dieser Teil des Programms hat funktioniert“, sagt Kohl.

Kam das Störsignal von der Gablinger Abhöranlage?

Warum aber der Flugroboter auf einmal verrückt spielte – das weiß Kohl bis heute nicht. Eine Vermutung hat er allerdings: „Wir glauben derzeit, dass der Kompass sich gedreht hat.“ Dies könnte nur durch einen heftigen Magnetfunk passiert sein. Woher dieser Impuls stammen könnte? „Da wären wir wieder bei der Anlage in Gablingen“, sagt Kohl.

Dass es einen Zusammenhang mit der dortigen Militäranlage gibt, hat der Unternehmer bereits bei der Suche nach der Drohne vermutet. Was dort genau passiert, ist geheim: Angeblich soll in Gablingen immer noch der Bundesnachrichtendienst (BND) seinen Dienst verrichten. Bei seiner Suche sprach Kohl mit einem Zuständigen für die Anlage – und biss schnell auf Granit: „Ab einem gewissen Punkt hat er mir aber gesagt, dass er mir keine Auskunft mehr geben darf.“ Sogar die Frage, ob überhaupt in der Anlage gearbeitet wird, blieb unbeantwortet.

So oder so: Nun freut sich die Belegschaft des Gersthofer Unternehmens über den von Kohl ausgesetzten Finderlohn in Höhe von 500 Euro. Dass mit den Aufnahmen private Daten aufgenommen werden, muss laut Kohl niemand befürchten: „Die Drohne ist nur für technische Untersuchungen gedacht.“

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