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Neusäß

09.03.2019

Durz fordert intelligente Verkehrssteuerung für die A8

Der CSU-Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz spricht über die Mobilität in der Region.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz will den Landkreis besser vernetzen und durch den Ausbau des Schienennetzes den Verkehr entlasten.

Beim Kässpatzenessen der CSU-Ortsverbände Neusäß sprach Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz neben dem geplanten Aus- und Neubau der Bahnstrecken entlang der A8 auch weitere Themen der Mobilität an.

Die Region sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen, sagte Durz. Besonders in den Städten und deren Randgebieten gebe es immer mehr Zuzug. Bayern könne in den vergangenen Jahren einen Zuwachs von rund 900.000 Menschen verzeichnen – das entspricht in etwa der Bevölkerung des Saarlands.

Zugleich ist das Mobilitätsbedürfnis der Menschen gestiegen: Der Flugverkehr boomt und immer mehr Autos werden gekauft. Um der Entwicklung Herr zu werden, müssten Mobilitätsmaßnahmen getroffen werden, um die Region besser vernetzen zu können, fordert Durz.

Verstopfte Straßen und ein steigendes Unfallrisiko

Denn die Folgen des Wachstums sind im Landkreis bereits spürbar: Immer mehr Menschen verstopften mit ihren Autos die Straßen und das Unfallrisiko steigt. Durz sagt: „Die Region hat sich stark entwickelt, aber die Infrastruktur ist überlastet.“ Denn viele Straßen, sagt er, wurden gebaut, als noch weniger Leute in der Region wohnten. Heute könnten die Straßen den Verkehr nicht mehr stemmen. Als gelungenen Lösungsansatz nannte Durz den Ausbau der B300 zwischen Dasing und Aichach, der im vergangenen Frühjahr nach jahrelangen Baumaßnahmen fertiggestellt wurde. Zuvor passierten auf der stark befahrenen Verbindungsstraße viele Unfälle.

Allerdings können die Anforderungen der Menschen in Ballungsgebieten und im ländlichen Raum nicht über einen Kamm geschert werden, betont Durz. In Städten helfen gegen das Verkehrsaufkommen Carsharing-Angebote und E-Bikes. Auf dem Land komme dieses Angebot allerdings nicht an.

Investition in den Fern- und Nahverkehr ist wichtig

Umso wichtiger ist für den Bundespolitiker die Investition in den Fern- und Nahverkehr. Um sowohl ländliche Gebiete in der Region in den Nahverkehr besser einzubinden, wie auch den Fernverkehr auszubauen. Entscheidend sei dafür laut Durz die West-Ost-Strecke zwischen München und Stuttgart. Der Umbau des Kopfbahnhofes in Stuttgart bis 2021 hat darin für ihn eine Schlüsselrolle. Er lobte die bereits bestehende Verbindung zwischen München und Augsburg sowie Ulm und Stuttgart. Das Problem sieht Hansjörg Durz vielmehr im Nadelöhr zwischen Augsburg und Ulm.

Der Ausbau der Strecke zwischen Augsburg und Dinkelscherben ist für Durz, wie berichtet, ein wichtiges Anliegen, um den Personennahverkehr zu stärken. Ebenso bedeutend ist der Ausbau des Schienennetzes für den Fernverkehr , um die Städte besser zu vernetzen – und den Verkehr auf den Straßen zu entlasten.

„Die Unfallzahlen auf der A8 sind kritisch“

Durz fordert als intelligente Maßnahme Telematik auf den Straßen, um den Verkehr zu entlasten und das Unfallrisiko zu mindern. Er sagt: „Die Unfallzahlen auf der A8 sind kritisch.“Auch würden die Unfälle immer heftiger. Die intelligente Verkehrssteuerung lösten seiner Ansicht nach das Problem. „Man muss die Geschwindigkeit situationsbedingt anpassen“, sagt Durz. Starre Verkehrsschilder seien bei schlechter Sicht beispielsweise nicht sinnvoll. So könne Staus entgegengewirkt und auch das klimafeindliche Stop-and–Go-Fahren vermieden werden. Als Weg in die Zukunft für die Automobilwirtschaft sieht er Elektromobilität und Autonomes Fahren, wie es in China bereits erfolgreich umgesetzt wird. (mells)

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11.03.2019

„Die Unfallzahlen auf der A8 sind kritisch.“ Auch würden die Unfälle immer heftiger. Die intelligente Verkehrssteuerung lösten seiner Ansicht nach das Problem. „Man muss die Geschwindigkeit situationsbedingt anpassen“, sagt Durz. Starre Verkehrsschilder seien bei schlechter Sicht beispielsweise nicht sinnvoll.

Das Anpassen sollte eigentlich der FAHRER machen ... oder muss man jetzt auf jeder Landstraße auch Telematik einführen?
Gerade weil viele Fahrer "Probleme" haben Ihre Geschwindigkeit anzupassen und die Fahrzeuge immer leistungsstärker werden, ist ein Tempolimit (egal bei 120 oder 180 kmh) sinnvoll. Wäre auch billiger als lauter Schilder oder eine ausgeklügelte teure elektrische Anzeigen zu installieren, die dann mangels Kontrolle nur eine "Empfehlung" darstellen.

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