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Langweid-Achsheim

19.11.2019

Eggelhofkapelle: Sanierung mit Hindernissen

Über den Sanierungsbedarf in der Eggelhofkapelle informierte Kirchenpfleger Richard Merz (rechts) Georg Winter (links) und den Langweider Bürgermeister Jürgen Gilg. 
Bild: Sonja Diller

Seit Jahren ist bekannt, dass das Baujuwel im Schmuttertal in Gefahr ist. Doch bislang zieht sich sich die Rettung in die Länge. Ist nun Hilfe in Sicht?

Von außen ist sie ein Schmuckstück im Schmuttertal. Von innen ein Sanierungsfall, der schon lange auf Baufachleute wartet. Rund 600000 Euro wird es kosten, bis die Eggelhofkapelle wieder standsicher ihre Schätze zeigen kann. Das kann die Kirchenstiftung nicht aus Eigenmitteln stemmen. Die Gemeinde Langweid hat 120000 Euro Zuschuss bereits im Haushalt stehen. Für die Sanierung von Kirchen im Gemeindegebiet übernimmt die Kommune grundsätzlich 20 Prozent der Kosten, so Bürgermeister Jürgen Gilg. Der Anteil der Diözese beläuft sich auf gut 350 000 Euro, Landkreis und Bezirk steuern je 8000 Euro bei. 50 000 Euro könnten als Zuschuss von der Bayerischen Landesstiftung kommen. Darüber wird der Stiftungsrat Anfang Dezember beraten. In seiner Funktion als stellvertretender Stiftungsrat informierte sich der Landtagsabgeordnete Georg Winter (CSU) gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Gilg (CSU) vor Ort über das Ausmaß der Schäden.

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Eine Untersuchung im Dezember 2013 brachte ans Tageslicht, was im Verborgenen im Argen liegt. Der Dachstuhl und die Empore zeigten erhebliche Mängel. Die Erkenntnis: die Sanierung ist unumgänglich und sollte kurzfristig angegangen und bis 2016 abgeschlossen sein. Drei Jahre nach dem geforderten Sanierungsende stützt ein Gerüst den Altarraum der kleinen Kirche, in der sich junge Paare gerne trauen lassen und bei der Pilger auf dem Jakobsweg Halt machen. Der Statik ist nicht mehr zu trauen, weiß Kirchenpfleger Richard Merz, der sich seit 13 Jahren um das Denkmal kümmert.

Noch gibt es keinen festen Termin für den Beginn der Arbeiten

Er kann die „unendliche Geschichte“ einer Sanierung erzählen, die einfach nicht beginnen will. Die Kirchenverwaltung wollte nach Bekanntwerden der Schäden die Sanierung zügig angehen. Allerdings hatte sie die Rechnung ohne das Projektmanagement der Diözese gemacht. Eine lange und vor allem teure „Gutachten-Rallye“ begann, so Merz. Fresken, der Stuck, das Holz im Bauwerk und die Glocken wurden unter die Lupe genommen. Die Untersuchungen sind nun abgeschlossen.

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Doch noch gibt es keinen festen Termin für den Beginn der Arbeiten, denn nun müssen erst einmal fachlich geeignete Handwerker für das Vorhaben gefunden werden. Die Zusage der Förderung durch die Landesstiftung würde ein weiteres Standbein zur Bewältigung der hohen Kosten darstellen. Die Zeichen dafür stehen gut, so Stiftungsvertreter Georg Winter.

Die Kapelle Zur Schmerzhaften Muttergottes steht unter Denkmalschutz. Teile stammen aus dem 15. Jahrhundert. Das Gebäude ist Bestandteil des Gutes Eggelhof, der im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut worden ist. Vermutlich stand auf dem Gelände bereits vor 2000 Jahrren ein römisches Landhaus.

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