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Gemeinderat

03.09.2019

Ehemalige Schuhfabrik kann kein Wohnhaus werden

Für eine Umnutzung des Gebäudes in der Oehlstraße 2 sind zu wenig Stellplätze vorhanden

Zwei Themen lockten einige Besucher in die erste Sitzung des Gemeinderats nach der Sommerpause. Ein Punkt befasste sich mit dem Bauantrag zur Umnutzung des Gebäudes in der Oehlstraße 2 und die künftige Bebauung westlich der Schule.

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Der Eigentümer der ehemaligen Schuhfabrik, zuletzt genutzt als Massagepraxis und als Gitarrenwerkstatt, beantragt die Umnutzung in ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen, zwei Garagen und zwei Stellplätzen. Entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung lehnten die Räte dies einstimmig ab. Zwar sei die Errichtung eines Wohngebäudes zulässig. Laut Satzung sind für das Vorhaben jedoch neun Stellplätze erforderlich, von denen nur etwa vier nachgewiesen werden können. Außerdem erschien mit den geplanten Fenstern nicht für ausreichend Helligkeit gesorgt.

Eigentlich sollte auch über den Bauantrag für die Errichtung eines Deiches entlang der Schmutterstraße im Rahmen des Hochwasserschutzes und die notwendigen Retentionsraumausgleichsmaßnahmen abgestimmt werden. Die auch zur Vorbereitung des neuen Baugebietes „Sonniger Südwesten IV“ notwendige Maßnahme konnte jedoch nicht konkret behandelt werden, da die vom Planungsbüro zugesagten Unterlagen noch nicht vorlagen. Der Deich soll wie im angrenzenden Baugebiet bis zur bisherigen Ortsrandbebauung weitergeführt werden. Anstelle der Erhöhung der Straße am Ortseingang ist nun die Errichtung eines Dammbalkens vorgesehen. Die weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen obliegen dem Wasserwirtschaftsamt. Da das Gelände nach Norden hin abfällt, wäre dort eine Auffüllung von 1,25 Meter notwendig. Die anwesenden Anlieger fühlen sich nicht nur durch die erhöhte Lage des neuen Baugebietes gegenüber deren Grundstücken eingeschränkt, sondern fürchten auch um ihre bisherige rückwärtige Zufahrt zum Grundstück.

Bürgermeister Elmar Schöniger machte deutlich, dass die bisherige Zufahrt zur Schule auf jeden Fall erhalten bleiben und die Höhendifferenz durch eine niedrigere Bebauung im Norden abgemildert werden soll. Im Übrigen soll die komplette Auffüllung des Baugebietes möglichst vermieden werden. Die Ergebnisse der bisherigen Vorberatungen werden nun zusammengefasst, damit in der kommenden Sitzung ein erster Entwurf für das neue Baugebiet vorgelegt werden kann. In einer der nächsten Sitzungen sollen zudem vier Firmen über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Wärmeversorgung des Gebietes informieren. (nit)

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