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Gemeinderat

30.09.2019

Ehemaliger Getränkemarkt in Thierhaupten soll weichen

Keime im Trinkwasser von Gersthofen / Wasser / Wasserträger / Getränkemarkt / Minerlawasser /
Bild: Marcus Merk

In der Ortsmitte von Thierhaupten ist ein Haus für sechs Familien geplant. Diese Pläne müssen aber jetzt erneut auf den Prüfstand.

Ein Gebäudeabriss im Ortskern, ein abgelehnter Bürgerantrag und ein aufgefrischtes Energiekonzept für das Kloster: Diese Themen wurden in der jüngsten Sitzung des Thierhauptener Marktgemeinderates diskutiert.

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Das leer stehende Gebäude des ehemaligen Getränkemarktes am Marktplatz 2 soll abgerissen werden. Stattdessen wollen die Grundstücksbesitzer hier ein neues Sechs-Familien-Haus errichten lassen, wie Bauamtsleiter Ion Simon erklärte. In der Bauvoranfrage ist von einem Gebäude mit drei Vollgeschossen und Pultdach die Rede, für jede Wohnung sollen zwei Stellplätze zur Verfügung stehen. Da es sich im Ortskern um einen „städtebaulichen Entwicklungsbereich“ handele, empfahl das Bauamt den Bauträgern, ihre Voranfrage zurückzuziehen und gemeinsam mit dem Planungsbüro neu zu überarbeiten: „Zum Dorfcharakter passt eher ein Gebäude mit zwei Vollgeschossen und einem Satteldach.“

Die Planungen für das Baugebiet „Sonnenhang“ werden weitergeführt

Mit der Planung für das Neubaugebiet „Am Sonnenhang“ geht es wieder voran: Der Antrag der Bürgerinitiative „Pro Thierhaupten“, den Bebauungsplan vorerst einzustellen, wurde vom Gremium abgelehnt. In ihrem Schreiben vom April hatte die Initiative verlangt, die Bauleitplanung des neuen Wohngebiets zu stoppen, bis die Ergebnisse eines von der Gemeinde in Auftrag gegebenen „integralen Konzepts zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ vorliegen. Die Unterzeichner des Bürgerantrags fürchteten massive Schwierigkeiten mit wild abfließendem Wasser aufgrund der steilen Hanglage. In den vergangenen Monaten habe man das Schreiben der Bürgerinitiative nun sachlich überprüft, wie Thomas Hübler als geschäftsführender Beamter dem Gremium mitteilte. Daraus folgte: „Wenn wir die Ergebnisse des Risikomanagements abwarten, ist mit keinen neuen Erkenntnissen zu rechnen.“ Die Gemeinde habe bereits zahlreiche Maßnahmen berücksichtigt, wie zum Beispiel eine Ableitungsmulde für das Regenwasser. Die Mitglieder des Marktgemeinderates entschieden sich demnach dafür, die Planungen für das Baugebiet „Sonnenhang“ weiterzuführen.

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