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Ehingen

24.04.2018

Ehingen stellt sich auf Zuwachs ein

Die ersten Häuser stehen schhon: Die Plätze im Baugebiet „Ehinger Höhe“ sind begehrt.
Bild: Monika Matzner

Die Bauplätze sind begehrt und im Kindergarten wird es schon wieder eng. Wie die kleine Gemeinde im Lechtal darauf reagiert, erklärt der Bürgermeister.

71 Bürger nutzten bei der Bürgerversammlung die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Entwicklung Ehingens zu informieren. Zum Auftakt gab es von Bürgermeister Franz Schlögel Informationen zum Baugebiet „Ehinger Höhe“: Das Areal am nördlichen Ortsrand in Höhe des Rathausplatzes weist 33 Plätze aus. „Wie zu erwarten war, ist die Nachfrage hoch.“ 20 Plätze sind verkauft, die ersten Bauherren zogen bereits ein. Fünf Kaufverträge sind in Vorbereitung. So verbleiben acht Plätze, wobei drei als Reserve zurückgehalten werden sollen. Demnächst wird das Baugebiet „noch mehr Gesicht bekommen“ durch das Bepflanzen und Einsäen der Grüninseln.

Die Kostenschätzung liegt bei 3,95 Millionen Euro

Auch beim Thema Dorferneuerung tut sich etwas: Der Bauplan für das Dorfgemeinschaftshaus samt Halle und barrierefreiem Eingang zum Kinderhaus liegt derzeit zur Genehmigung im Landratsamt vor. „Um sich für Fördermittel aus dem ELER-Programm zu bewerben, ist ein genehmigter Bauplan notwendig“ erklärte Schlögel den Sachverhalt. Nach intensiver Beratung, Bedarfsermittlung, drei Infoveranstaltungen für Bürger sowie der Meinungsbildung in breiten Kreisen wurde der Plan auf den Weg gebracht. Die Vereine hatten einen deutlichen Platzbedarf signalisiert. Auch das Kinderhaus müsse beim Raumangebot nachlegen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Kostenschätzung liegt bei 3,95 Millionen Euro.

Zum Thema Kindergarten gab es noch weitere Informationen: Seit dem 1. September 2017 betreibt die Gemeinde das Kinderhaus Ringelreihen in eigener Trägerschaft (vorher ASB). Das Personal wurde komplett übernommen und noch aufgestockt, da die Erweiterung um eine dritte Gruppe notwendig war. Derzeit stehen 50 Kindergartenplätze (mit Altersöffnung), 15 Krippen- und 10 Hortplätze zur Verfügung - nach den Anmeldezahlen für Herbst 2018 ist die Kapazität fast ausgeschöpft. „In die Zukunft geblickt wird der Bedarf weiter steigen“ vermutet die Gemeinde, und Schlögel verwies dabei noch einmal auf die Planungen des Dorfgemeinschaftshauses, wo dieser Entwicklung Rechnung getragen werden kann.

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Ausführlicher ging es dann noch um die geplante Errichtung eines Mobilfunkmasten, den die Telekom errichten will. Die Überprüfung der kommunalen Gebäude ergab, dass das Rathaus funktechnisch geeignet wäre. Von einem „zweischneidigen Schwert“ sprach Schlögel.

Die Grenzwerte liegen danach bei einem bis acht Prozent des gesetzlichen Grenzwerts

Das Ergebnis einer von der Gemeinde in Auftrag gegebene Berechnung über eine mögliche Strahlenbelastung lag wenige Stunden vor der Bürgerversammlung vor: die Grenzwerte liegen danach bei einem bis acht Prozent des gesetzlichen Grenzwerts. „Unter dem Gesichtspunkt, dass die Sendeanlage nicht genehmigungspflichtig ist und jederzeit mit einem privaten Partner realisiert werden kann, würde eine Kooperation eine gewisse Einflussnahme bieten“, so der Bürgermeister in einem ersten Statement.

Weitere Themen: Bürgerhaus Ortlfingen: Sanierungsarbeiten wie die Rodung des Hangs hinter dem Gebäude sowie Trockenlegung des Mauerwerks wurden durchgeführt. Freiwillige Helfer unterstützten die Arbeit tatkräftig. Urnengräber: Im Herbst wurden im Friedhof zehn Erd-Urnengräber mit Parzellen von bis zu vier Urnen angelegt. In einem weiteren Schritt sollen noch Urnengräber unter Stehlen geschaffen werden, die für die Grabinhaber einmal keinen Pflegeaufwand erfordern. Die Friedhofssatzung muss angepasst und die Gebühren neu berechnet werden.

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