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Welden

11.08.2019

Ein Blick von ganz oben aufs Marktfest-Treiben in Welden

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2 Bilder
30 Meter über dem Boden Fotos zu machen, war schon ein besonderes Vergnügen. Von oben sehen die Einsatzwagen wie Spielzeuge aus. Schwindelfrei muss man auch sein. Aber mit Kommandant Markus Poll gab es nichts zu befürchten. 
Bild: Michaela Krämer

Feuerwehr und andere Helden des Alltags stehen in Welden im Mittelpunkt. Welche Attraktionen noch zum Treiben dazu gehören und was es zu bestaunen gab.

Viele Attraktionen, ein großes Rahmenprogramm, Musik und tolle Schmankerln und Leckereien erwarteten die Besucher am Sonntag. Der Markt Welden und der Heimatverein waren wieder perfekte Gastgeber eines tollen Sommerfests. Ausgefallene Dinge gab es zu bestaunen, regionalen Wein zu probieren oder im Museum einen Blick auf das „Rote Kreuz in Welden“ zu werfen. Oder wollten die Besucher vielleicht doch lieber beim Entenrennen auf der Laugna der Erste sein? Die Anfeuerungsrufe waren überall zu hören. Beim Gartenbauverein war wieder Grips angesagt. Diesmal galt es, die Zahl der Heidelbeeren in der Schüssel zu erraten. Gar nicht so einfach! Nicht mehr wegzudenken ist auch die Vereinsolympiade der Musikvereinigung Welden. Die große Frage war: Wer hat bei der Hitze noch Kraft?

Durch Marktstände schlendern, gemütlich ratschen, bei Musik der Marktkapelle oder im harmonischen Biergarten gut essen und trinken – all das war in Welden möglich und alles passte. Langeweile kam jedenfalls nicht auf.

Löschen, Retten, Bergen, Schützen

„Löschen, Retten, Bergen, Schützen“ hieß es bei der Freiwilligen Feuerwehr Welden. Anlässlich des Marktfests hatten die Feuerwehrler noch das alte Fahrzeug, einen Mercedes Kugelschnauzer, aus dem Winterquartier geholt und auf Hochglanz poliert. „Heute sind die Fahrzeuge ganz anders eingerichtet. Viel Technik ist dazugekommen“, erklärte Kommandant Markus Poll. Doch die Feuerwehr ist nicht nur da, um Brände zu löschen. „Es gibt nichts, was so abwechslungsreich ist, wie die Feuerwehr. Man weiß nie, was passiert und wird immer mit neuen Situationen konfrontiert“, erklärt Poll seine eigene Begeisterung. Das kennen auch das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz, die Wasserwacht und die Helfer vor Ort.

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Sie alle sind „Helden des Alltags“ und beantworteten geduldig die Fragen der neugierigen Kinder. Wie verhält man sich bei einem Brand? Wie wird eine Unfallstelle abgesichert? Wie hilft man Menschen aus einem brennenden Fahrzeug? Wie wird ein Herzinfarkt erkannt? Wie versorge ich an der Unfallstelle die Verletzten?

Apropos kleine Besucher: Die hatten wirklich viel zu tun beim Marktfest. In ein Feuerwehrauto steigen, einen imaginären Brand löschen oder Suchhunde streicheln – da war richtig viel los. Die Erwachsenen hatten eher fachliche Fragen und so manch einer staunte nicht schlecht, wie viel die Feuerwehr leistet, wie oft die Helfer vor Ort ausrücken und wie die Wasserwacht schon den Kleinsten das Schwimmen beibringt.

Hoch hinaus auf der Drehleiter

Nicht minder spektakulär waren die vierbeinigen Retter mit ihrer guten Nase. Sie demonstrierten, sehr zur Freude der kleinen Besucher, wie sie Hindernisse überwinden. Richtig hoch hinaus ging es mit der Drehleiter aus Neusäß. 30 Meter Höhe ist erstaunlich. „Was macht ihr denn da?“ wollte ein neugieriger Junge wissen, der zugesehen hatte, wie Rettungsmann und Einsatzhund hinaufgezogen wurden. Antwort: So wurde ein Rettungseinsatz demonstriert. Dem Hund mache das nichts aus, ist sein Führer sicher.

Hoch hinaus ging es für den Einsatzmann mit seinem Hund auf der Drehleiter der Feuerwehr Neusäß. „Dem Hund macht es überhaupt nichts aus“, verriet er.
Bild: Michaela Krämer

Der Sonntag ist traditionell der Höhepunkt des Marktfests in Welden. Viel los war jedoch bereits am Freitagabend im harmonischen Biergarten – ein wichtiger Bestandteil des Marktfests. Miteinander ein kühles Getränk unter freiem Himmel bei guter Musik und fröhlicher Stimmung zu genießen, ließen sich die wenigsten nehmen. Man versteht es wieder in Welden, gemütlich miteinander zu feiern. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer würde es das Marktfest nicht geben“, sagte Marcus Stempfle, Vorstand des Heimatvereins. „Sie alle haben zum Gelingen beigetragen.“

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