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Gospelkonzert

07.10.2014

Ein Chor mit ausgeklügelter Mischung

Matthias Meyr, Herbert Kastner, Norbert Bobisch und Ulle Mayer (von links) bekamen viel Applaus für den Song „Caravan of Love“.
Bild: Michaela Krämer

Die Happy Wednesday Singers präsentieren in Zusmarshausen pure Emotionen

Ein volles Haus wartete in Zusmarshausen gespannt auf die Gastgeber: die Happy Wednesday Singers. Bereits beim offenen Einstieg mit „Hello Baby“ sprang der Funke des Zusmarshauser Chors über, und das Publikum klatschte begeistert mit. Geballte Gospelkraft lieferte der Chor in den Stücken wie „Let My Light Shine Bright“, „Clap Your Hands“, „Lollipop“ und „Sing to the Lord“ nach den Begrüßungsworten von Marco Schick ab.

Dass die Sängerinnen und Sänger auch ohne Instrumentalbegleitung auskommen, darüber wunderte sich im Saal niemand. Die variationsreichen Stimmen der Chormitglieder entfachten ein wahres Feuerwerk an Klang und Emotionen. Unter der Regie von Marco Schick spielte sich ein feines Ensemble die Bälle zu: Die Happy Wednesday Singers traten so beherzt wie kraftvoll auf, dass nicht nur eingefleischte Gospelfans mitmachten. „Gospel lebt von der Bewegung, er soll Freude ausdrücken“, sagte der Chorleiter zu Beginn des Konzerts. Die charmante, informative und teilweise humorvolle Moderation brachte die Inhalte der englischsprachigen Lieder nahe. Wie auch bei anderen musikalischen Veranstaltungen gewohnt, standen klassische Gospels bis hin zur Pop- und Jazzwelt auf dem umfangreichen Programmzettel. Und die ausgeklügelte Mischung traf mitten ins Herz der Zuhörer, die nach jedem Lied begeistert applaudierten, manchmal gar begeistert pfiffen und aufstanden.

Gelungen auch im zweiten Teil die Ausflüge zu den fesselnden Klangkulturen aus Afrika: Mit „Baba Yetu“, einer Hymne der Völkerverständigung, was so viel wie „Vater unser“ heißt, und „Nga Jojo“, bei dem das Publikum begeistert mitmachte, zeigte der Chor eine bunte Vielfalt. Knackig-beschwingt interpretierten die Sängerinnen und Sänger „Lift Your Head up High“, emotional und ergreifend „The Rose“. Hier wie auch bei anderen Gospels zeigte sich, dass der Chor über beeindruckende solistische Talente verfügt. Fast alle Lieder wurden von Klavier oder Gitarre begleitet, was den Interpretationen zusätzlich kraftvolle Weite verlieh. Gäste, die den Chor noch nicht kannten, wurden sehr schnell in den Bann der Gospelrhythmen gezogen. Mal temporeich und laut, mal emotional und ruhig – die 16 Sänger und Sängerinnen bewiesen, dass Gospel sehr vielfältig und facettenreich sein kann. Bewegung und Klatschen – ein unverzichtbares Stilelement des Gospels – trugen mit dazu bei. Die Darbietungen wurden mit Gestik und angedeuteten Bewegungen unterstützt. Bestes Entertainment und wunderbare Gesangskultur machten an diesem Abend regelrecht süchtig nach mehr. Wer so viel Leidenschaft versprüht wie die Happy Wednesday Singers, kommt um Zugaben selbstverständlich nicht herum. Und die forderte das Publikum mit Nachdruck.

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