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Oberschönenfeld

10.12.2012

Ein Engel mit Weihnachtsbotschaft

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Die Decke in Oberschönenfeld ist fertig renoviert, das Gerüst ist abgebaut und der Altarraum gereinigt. Gestern gab es einen Dankgottesdienst.
Bild: Marcus Merk

Die Renovierung der Decke in der Marienkirche in Oberschönenfeld ist abgeschlossen.

Zeit, Danke zu sagen: Mit einem Festgottesdienst und einer Feier beging das Kloster Oberschönenfeld gestern offiziell den Abschluss der Deckensanierungsarbeiten, die seit dem Frühjahr angedauert hatten. In ihrem Grußwort vergaß Äbtissin Gertrud Pesch keinen, der dazu beigetragen hatte, dass die Sanierung, nur fünf Jahre nach der letzten großen Renovierung der Marienkirche in Oberschönenfeld, erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Ihre Worte galten Kirchenmalermeister Reinhard Binapfel genauso wie allen anderen Handwerkern und freilich auch den vielen Sponsoren und Spendern, die mitgeholfen hatten, die Kosten der Renovierung von 505000 Euro aufzubringen.

Einer von ihnen war Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald, der gestern einen Scheck aus dem Präsidium des Bundestags in Höhe von 15000 Euro an das Kloster übergeben konnte. Außer dieser Spende hatten sich an der Sanierung unter anderem die bischöfliche Finanzkammer, das bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die Gemeinde Gessertshausen, der Landkreis Augsburg und der Bezirk Schwaben beteiligt sowie der Freundeskreis der Klosters Oberschönenfeld mit einem Beitrag in Höhe von 40000 Euro und auch private Geldgeber. „Die Zahl der Spender zeigt, wie viele Freunde das Kloster von heute hat, aber auch die Kirche von heute“, kommentierte Eduard Oswald. Weihbischof Florian Wörner sprach in seiner Festrede von den vielen verschiedenen Facetten des Muts, die der Alltag immer wieder einfordere. So gehöre auf der einen Seite Mut dazu, sich auf Gott einzulassen und Berge der Gleichgültigkeit aus dem Weg zu räumen und Gott den Weg in die Herzen der Menschen zu bereiten. Es sei aber genauso ein mutiger Entschluss gewesen, die Sanierung der Kirchendecke in die Hand zu nehmen und durchzuführen.

Begonnen hatte alles vor gut zwei Jahren, als ein Stuckengel aus der Kirchendecke zu Boden gestürzt und in viele Teile zersprungen war. Am Anfang habe das fast wie eine Katastrophe gewirkt, so Gertrud Pesch. Dann jedoch hätte sich der gefallene Engel zu einer Chance für alle Beteiligten entwickelt. „Der gefallene Engel hat uns Gott und auch einander näher gebracht“, fasste sie die vielen Begegnungen rund um die Deckenrenovierung zusammen. Und das sei doch die wahre Weihnachtsbotschaft: Gott und einander näher zu kommen.

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