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Stadtbergen

13.05.2015

Ein Feuerwerk aus Farbe, Licht und Tanz

Farben und Tänze vermischten sich zu einem betörenden Gesamtgemälde auf der Bühne.
Bild: Thomas Hack

 „Fantasia Arabica“ entführt im Stadtberger Bürgersaal mit sinnlichen Darbietungen ins Morgenland. Und das hat mehr zu bieten als Bauchtanz

Von Thomas Hack

Säbel und Schleier, Feuer und Rauch - Die orientalische Tanzshow „Fantasia Arabica“ hat im voll besetzten Bürgersaal ein regelrechtes Feuerwerk an Emotionen entzündet und ist weit über die Grenzen herkömmlicher Bauchtanzvorführungen hinausgegangen. Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Bewegungskünstlerinnen Kalila und Amira el Amar fegte wie ein heißer Wüstenwind über die Bühne und präsentierte dabei ein farbenprächtiges Kaleidoskop an Tanzästhetik, Akrobatik und Schauspielkunst.

Und wie vielseitig orientalische Ausdrucksformen sein können, zeigte bereits der erste Teil des Abends, der den einzelnen Solokünstlern und Gruppen vorbehalten war: Das Ensemble Layali begann die sinnliche Reise ins Morgenland mit einem betörenden Rocktanz in blutroten Gewändern und ließ sogleich einen mystischen Hauch orientalischer Exotik aufflammen. Im feurigen Ambiente ging es weiter mit Gastgeberin Kalila und ihrer Tanzbalance mit dem Kerzentablett. Was daraufhin folgte, war eine aufregende Reise in die Gefilde von 1001 Nacht, die sämtliche Rhythmen und Ausdrucksformen des Genres in sich aufgesogen hatte: Schwebende Schleier, rasselnde Zimbeln und hypnotisierende Trommelklänge bestimmten abwechselnd das Bühnengeschehen, wobei auch sehr ungewöhnliche Darbietungen zu sehen waren. Von temperamentvoller Eleganz war der orientalische Tango geprägt, der von Tänzerin Zaiba als originelle Solodarbietung inszeniert wurde.

Gemeinsam mit Kalila bot sie dann sogleich eine weitere Überraschung mit einer Interpretation, bei welcher golden leuchtende Stockschleier zu den dunklen Klängen der Gothic-Gruppe Nightwish durch die Dunkelheit tobten. Rundum überzeugt hat auch Amira el Amar, die ihre anmutigen Bewegungen mit gekonnter Schauspielkunst und Körpersprache vervollkommnete.

Der zweite Teil der Bühnenshow verwandelte den Abend dann schließlich in ein ganz besonderes Erlebnis: Sämtliche Tänzerinnen vereinten ihre Künste noch einmal bildgewaltig zu einem musikalischen Gesamtgemälde und präsentierten ein mystisches Tanzmärchen, dem es weder an Pathos noch an düsteren Spezialeffekten mangelte: Im zwielichtigen Spiel von Licht und Schatten öffneten die wirbelnden Wüstendamen hierbei die Tore zu einer Bühnenwelt, die durchaus auch in ein großes Opernhaus passen könnte. Zu monumentalen Orchesterklängen und sphärischen Gesängen hatten die Tänzerinnen eine wunderschöne Geschichte in Szene gesetzt und diese gemeinsam als farbenprächtiges Tanzmärchen choreografiert: Fern im Lande „Irgendwo“ gibt es eine Blume, die Kraft und Energie spenden kann. Damit sie nicht erlischt, wird sie von den Farben der Welt genährt. Doch nicht nur gute Kräfte trachten nach dieser Zauberblume…

Die Umsetzung dieser musikalischen Erzählung über Gut und Böse erfolgte von den einzelnen Gruppen auch auf der Bühne mit unterschiedlich farbigen Gewändern und Tanzstilen, wobei solch unheimliche Gestalten wie Die Schwarzen Seelen oder geheimnisvolle Zauberinnen ebenfalls nicht fehlen durften.

Besonders unterhaltsam: Der tänzerische Kampf der Hexen mit ihren dunklen Besen. Am Ende hatte diese faszinierende Show den lautstarken Beifall und die zahlreichen Jubelrufe der Besucher wahrlich verdient.

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