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Bauprojekt

16.04.2015

Ein Fingerzeig für andere Gefängnisse

Franz Höfler, der stellvertretende Anstaltsleiter des Gablinger Gefängnisses, begrüßte gestern Gablingens Bürgermeister Karl Hörmann und seinen Amtskollegen Oliver Weigel (von links) aus Marktredwitz. Das Justizministerium – rechts im Bild der in Gersthofen wohnende Amtschef Frank Arloth – hatte eingeladen.
Bild: Andreas Lode

Eine Delegation aus Oberfranken und dem Ministerium besucht die Baustelle der Gablinger Justizvollzugsanstalt

Gut Ding will Weile haben. So zogen nach dem Beschluss, in Gablingen ein Gefängnis zu bauen, 20 Jahre ins Land. Doch nun nähert sich das Projekt mit Riesenschritten seiner Vollendung. Mehr noch: Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Augsburg-Gablingen – so der offizielle Name – ist schon jetzt das Vorzeige-Haus des bayerischen Justizministeriums. Gestern besichtigte Oliver Weigel, der Bürgermeister aus dem oberfränkischen Marktredwitz, das Gefängnis.

Zusammen mit dem Amtschef des Justizministeriums, dem Gersthofer Frank Arloth, Gablingens Bürgermeister Karl Hörmann und dem stellvertretenden Anstaltsleiter Franz Höfler sah sich das Stadtoberhaupt die neue JVA an. Hintergrund: Im Zuge der Behördenverlagerung wird Marktredwitz eine eigene Anstalt erhalten. Auf dem Areal nahe der B2 verschaffte sich die Gruppe nun einen Eindruck von einem modernen Gefängnis. Oliver Weigel sprach von einem „eindrucksvollen Bau“. Sein Amtskollege aus Gablingen, Karl Hörmann, unterstrich die Chancen für die Region und erklärte in Bezug auf Ängste in der Bevölkerung: „Wir bauen hier die neueste und sicherste Anlage Bayerns.“

Einiges haben sie schon vorzuweisen in Gablingen: Die Zäune nehmen Gestalt an, die Zimmer sind teilweise möbliert, und der Sportplatz ist begrünt. „Alles läuft nach Plan“, freute sich Christian Steib, Baureferent im bayerischen Justizministerium. Die Fortschritte sind von Außenstehenden durch die sechs Meter hohen Mauern abgeschirmt – doch dahinter wird emsig gearbeitet. Im Juli soll die JVA den Probebetrieb mit 100 Häftlingen aus der Teilanstalt Hochfeld aufnehmen. Ihre Kollegen aus der Karmelitengasse folgen im Herbst. Das Gefängnis hat Platz für 600 Insassen.

Vor rund 20 Jahren waren es übrigens die Gablinger, die sich bei einem Besuch des damals neu gebauten Gefängnisses in Weiden von der Sicherheit der Anlage überzeugt hatten. Damals war eine Delegation um den damaligen Bürgermeister Pius Kaiser in die Oberpfalz gefahren. Kurz danach fällte der Gemeinderat den Beschluss, dem Bauvorhaben zuzustimmen. (ardt)

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