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Nordendorf

03.11.2019

Ein Gourmet-Tempel in der Dorfkirche?

Ein Gourmet-Tempel in der Dorfkirche? Dieser Frage geht der Theaterverein Nordendorf in der diesjährigen Spielsaison nach in der Komödie „Die fromme Helene“ von Cornelia Willinger.
Bild: Monika Matzner

Der Theaterverein Nordendorf startet mit viel Wortwitz in die Spielsaison. Und die „fromme Helene“ lässt es am Ende noch einmal ganz schön krachen.

Ein Gourmet-Tempel in der Dorfkirche? Dieser Frage geht der Theaterverein Nordendorf in der diesjährigen Spielsaison nach in der Komödie „Die fromme Helene“ von Cornelia Willinger. Am Samstagabend wurde eine erfolgreiche Premiere gefeiert bei bester Stimmung und begeistertem Publikum. „Unser Bestreben ist es, jedes Jahr in eine andere Theaterwelt zu entführen“ begrüßte Vorsitzender Frank Leib die Gäste, und so bringen die Theaterspieler heuer die Kirche auf die Bühne des Bürgersaals - und spenden einen Euro jeder verkauften Eintrittskarte für die Kirchenrenovierung der örtlichen Christkönigskirche.

Viel Wortwitz und Situationskomik

Denn: „D‘Kirch‘ muss im Dorf bleiben“, so der Vorsitzende humorvoll. Viel Wortwitz und Situationskomik bietet das Stück unter der Regie von Lydia Biener und Frank Leib, das durchaus auch hintergründige und aktuelle Themen wie ein juristisches Doppelleben von Kirchenglocken oder die Beichte per Computer streift.

Die Charaktere sind bestens besetzt und die maskenbildnerischen Ideen wurden hervorragend umgesetzt. Dafür erntete die Theatercrew immer wieder Zwischenapplaus und am Ende viele Komplimente aus den Besucherreihen.

Ein Gourmet-Tempel in der Dorfkirche?

Ein starkes Team im Hintergrund

Damit die Spieler auf der Bühne glänzen, sorgt ein starkes Team im Hintergrund: Elke Stimpfle (Soufleuse), Brigitte Kessinger mit Team (Maske), Petra Flatscher (Inspizientin), Andreas Sulek mit Team (Bühnenbau), Michael Weglehner (Bühnenbild), Malte Kloß mit Team (Technik) und nicht zuletzt Catrin Sailer und das Catering-Team.

Zum Inhalt: Nach dem Tod des alten Pfarrers muss die alte Pfarrhaushälterin Helene Salvermoser (Beate Sailer) in Rente gehen, um Nachfolger Pfarrer Rutzmoser (Michael Hödl) und seiner Haushälterin und Nichte Peggy (Verena Kloß), Platz zu machen.

Die eigene Beerdigung geplant

Diese Tatsache kann Helene „Leni“, schwer akzeptieren. Sie möchte Anerkennung und plant derweil ihre eigene Beerdigung mit dem Wunsch, „es noch einmal richtig krachen zu lassen“, denn so ganz fromm ist die Helene dann doch nicht. Dem „schwach-nervigen“ Wirt und Bürgermeister Hans Steiger (Michael Tauch) gefällt der Wechsel ebenso wenig - allerdings nicht aus christlichen Gründen. Dabei merkt er nicht, wie sich seine besonnene Frau Emmi (Tanja Sulek) immer weiter von ihm entfernt, sehr zum Leidwesen des Sohnes Wolfgang (Georg Bürger). Dem smarten Geschäftsmann Josef Heiss (Elmar Leib) missfallen die Beerdigungspläne von Leni. Dafür mag er sie lebend viel zu gerne.

Als dann die Nachricht durchsickert, die Kirche stehe zum Verkauf und Fernseh-Koch Rudi Reiter (Manfred Gundel) plane dort einen Gourmet-Tempel, sind alle auf ihre Weise entsetzt. Der Wirt fürchtet um seine Existenz und will mit Lenis Hilfe das Dorf zum frömmsten der Umgebung machen. Fast zum Burnout bringt dieses Vorhaben den neuen Gemeindepfarrer. Lässt sich die Dorfkirche doch noch retten oder gibt es dort bald Spinatgeruch statt Weihrauchduft?

Weitere Vorstellungen Wie es ausgeht kann man an den kommenden drei Wochenenden 9./10. November, 16./17. November und 23./24. November nochmals erleben. An den Samstagen beginnen die Aufführungen um 19 Uhr, an den Sonntagen um 17 Uhr. Kartenvorverkauf bei Mary Leib unter Telefon 08273/2564.

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