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Hebauf

14.06.2014

Ein Haus für die Weldener

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2 Bilder
So wird es aussehen, das neue Wohn- und Pflegeheim St. Thekla in Welden. Die Grafiken stammen aus einem Katalog. Aber das Wetter auf dem Foto passte perfekt zum Hebauf gestern. Bei strahlendem Sonnenschein kamen knapp hundert Personen und sahen sich den Rohbau an.
Bild: Wob Immobilien GmbH

Der Rohbau des neuen Pflegeheimes in der Ortsmitte steht. Rund 100 Menschen kamen gestern zum Fest

„Wer will fleißige Handwerker sehen“, sang der Weldener Waldkindergarten gestern zum Hebauf des neuen Pflegeheims. Rund 100 Menschen waren zum Fest gekommen und wurden im Rohbau bewirtet. 85 Zimmer werden mitten im Ortszentrum für pflegebedürftige Menschen entstehen, und Franz Wax hofft, „dass jedes Zimmer ein Wohlfühlort wird“. Der Projektleiter der Firma Wob Immobilien war vor drei Jahren zum ersten Mal in der Holzwinkelgemeinde. Er lobte vor allem Bürgermeister Peter Bergmeir. Nur dessen Einsatz, seine Begleitung und „schwäbische Pfiffigkeit“ hätten dafür gesorgt, dass die Firma ein so zentrales Grundstück bekommen hatte. Wax hofft, dass die Weldener das Heim als ihr Haus betrachten und dahinterstehen.

In Vertretung des Bürgermeisters, der im Urlaub ist, betonte Gerhard Groß, die große Zuschauerzahl sei ein klares Zeichen, dass das Haus bereits angenommen worden ist und auf sehr großes Interesse stößt.

Die Firma betreibt bundesweit 22 Einrichtungen

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Betreiber des Hauses wird die Firma Vitalis sein. Geschäftsführer Hubert Häfner hatte vor zehn Jahren schon mal einen Anlauf für ein Pflegeheim genommen. Sieben Jahre später hatte es geklappt. Und die Wohnungen des Pflegeheimes sind auch schon alle verkauft. Häfner dankte den Investoren, ohne die es wesentlich weniger Betreuungseinrichtungen geben würde, denn sonst müssten die Gemeinden das leisten. Häfner und seine Frau betreiben mit dem Haus in Welden insgesamt 22 Einrichtungen. Er bat um Offenheit, wenn es Probleme gibt. „Und wenn ältere Menschen hier einziehen und dann sagen, ach, wäre ich doch schon viel früher hierhergekommen, dann haben wir alles richtig gemacht.“

Im Gespräch sagte er später, dass insgesamt 45 Vollzeitkräfte im Pflegeheim arbeiten werden. Einrichtungs- und Pflegedienstleitung stammen aus Welden, gesucht werden noch Köche, Küchenleitung und Mitarbeiter für die Bereiche Hauswirtschaft, Verwaltung, Haustechnik, Pflege und Betreuung.

Auch Häfner war begeistert von der schnellen Planung in der Gemeinde. „So schnell wie hier gibt es das nördlich der Donau sowieso nicht und auch hier nur selten, das war wirklich genial. Binnen eines halben Jahres war der Flächennutzungsplan geändert und die Zustimmung zum Bau erteilt worden. Der Spatenstich ist zehn Monate her. Im Herbst soll das Heim fertig sein.

Das größte Haus von Vitalis steht in Augsburg-Inningen, es hat 140 Plätze. So groß, sagt Häfner, würde er keine Einrichtung mehr planen. „Die Leute müssen doch miteinander reden, dafür muss man ein Zuhause darstellen.“ In einer zu großen Einrichtung sei das kaum noch möglich. Deswegen ist er auch gegen Balkone, wie sie in Welden aber jedes Zimmer haben wird.

Doch seine Frau Susanne, die das Haus geplant hat, habe sich durchgesetzt, sagt er schmunzelnd. Ihm wäre es lieber, die Bewohner würden sich auf der Terrasse treffen und „ratschen“.

Das Gebäude für das betreute Wohnen befindet sich noch in der Planung. 15 Wohnungen werden entstehen, für die es bereits erste Interessenten gibt (siehe Infokasten).

Der Waldkindergarten bekam eine Spende in Höhe von 1000 Euro von der Firma Wob Immobilien, für die Alt und Jung zusammengehören. Laut Elmar Willsch wird dafür ein Tipi gekauft. Im Winter können die Kinder darin ihre Brotzeit essen und sich an einem Lagerfeuer wärmen.

Nach dem Hebauf der Handwerker segnete Diakon Fritz Lieb das Haus. Dann gab es im kühlen Rohbau Mittagessen für alle.

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