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Musik

16.11.2017

Ein Konzert der leisen Töne

Der Reischenau-Chor Jubilate gastierte mit einem besinnlichen Konzert in der Kirche St. Simpert in Dinkelscherben.
Bild: Walter Kleber

Der Chor Jubilate berührt in Dinkelscherben etwa 600 Zuhörer

An der Schwelle zur bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit hat der Reischenau-Chor Jubilate ein abendliches Konzert in der Dinkelscherber Pfarrkirche St. Simpert gegen. Vor etwa 600 begeisterten Zuhörern eröffneten Christoph Reiter und seine fünf Sängerinnen Angela Donderer, Karola Fieber, Petra Reiter, Gertrud Rothfelder und Christine Spengler vor heimischem Publikum gleichzeitig ihr Jubiläumsjahr: Seit nunmehr 25 Jahren ist der Chor ein klingender Botschafter der Reischenau mit einer immer noch wachsenden Fangemeinde. Ende April kommenden Jahres wird das Silberjubiläum mit einem großen Konzertwochenende im Forum Ustersbach gefeiert.

Passend zur Jahreszeit, zum Trauermonat November und zur Abschiedsstimmung in der Natur hatten die Chormitglieder einen Konzertabend der leisen, nachdenklichen und melancholischen Töne vorbereitet. Unter dem Motto „Stationen“ schlugen sie einen weiten musikalischen Bogen durch das Kirchenjahr. Mit der Liedauswahl, so Christoph Reiter, besinne sich Jubilate auf seine kirchenmusikalischen Wurzeln, überwogen am Anfang doch die Gestaltung rhythmischer Gottesdienste und die Umrahmung von Taufen und Hochzeiten.

In sechs von christlichen Botschaften geprägten Stationen beleuchtete der Chor die zentralen Themen des Lebens: Licht, Liebe, Hoffnung, Abschied, Stille und Frieden. Im reichhaltigen Jubilate-Repertoire fanden sich zu jeder dieser Stationen drei Titel. Darunter oft gehörte Jubilate-Klassiker („This Little Light of Mine“, „Weit, weit weg“, „Über sieben Brücken musst du geh’n“) ebenso wie selten gesungene Perlen aus dem großen Notenschrank: „Der Acker, den wir pflügen“, „Auch kleine Steine ziehen große Kreise“, „Manchmal braucht es keine Worte, wenn die Hände sich versteh’n“. Mit Georg Danzers „Lass mi amoi no d’ Sunn aufgeh’ seh’n“ erinnerte Jubilate an den kürzlich überraschend gestorbenen Pfarrer Adalbert Brandmair, der von 1998 bis 2006 Pfarrer in Dinkelscherben war.

Alle Lieder tragen die individuelle musikalische Handschrift von Christoph Reiter. Der Frontmann fungiert nicht nur als Chorleiter, Pianist, geschickter Arrangeur und wortgewandter Conférencier, sondern deckt mit seinem Tenor auch die einzige Männerstimme im Chor ab. Die Instrumentalbegleitung ihrer Lieder übernehmen die Chormitglieder mit E-Piano, Gitarren, Querflöte und Cajón selber. Mit der musikalischen Mahnung des unvergessenen Liedermachers Udo Jürgens – „Heute beginnt der Rest deines Lebens!“ – und dem Bekenntnis der alten Meeresschildkröte Nessaja aus dem Märchen-Musical Tabaluga – „Ich wollte nie erwachsen sein“ – klang ein Konzertabend der leisen Töne aus.

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